2500 Patienten mit künstlichen Gelenken versorgt

Borken. Vor fünf Jahren erhielt die Borkener Orthopädie, als eine der ersten Kliniken in Deutschland, die Qualifikation „Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung“. In diesem Zeitraum erhielten rund 2500 Patienten eine Endoprothese. Insgesamt 1500 Hüftimplantate und 1000 Knieprothesen wurden verbaut.

Damit steht die Borkener Orthopädie qualitativ und quantitativ den großen Prothesenzentren in nichts nach“, resümiert Dr. Jörg Daufenbach, Leiter und einer der Hauptoperateure des Endoprothesenzentrums.„Insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir damals, neben den großen Universitätskliniken, das kleinste Krankenhaus waren, welches die Anforderungskriterien vorhalten konnte“. Und in den fünf Jahren konnte das Borkener Krankenhaus die Qualität halten. Dies wurde durch jährliche Überprüfungen bestätigt.

Alle drei Jahre muss sich das Zentrum einer sehr umfangreichen Prüfung unterziehen. Jetzt besuchten die Prüfer das Borkener Endoprothesenzentrum erneut und konnten die hohe Qualität, auch nach der Leitungsabgabe von Chefarzt Dr. Rubenthaler, nicht nur weiterhin bestätigen, sondern sogar weitere Verbesserungsbausteine in der Versorgungsqualität feststellen. Das freut natürlich auch Dr. Harm Seinen. Er hat die vorübergehende Leitung der Abteilung übernommen und entwickelt mit seinem Team die Standards kontinuierlich weiter. „Dazu gehören nicht nur die Hauptoperateure und Fachärzte sondern auch Pflegekräfte und Physiotherapeuten, die über umfangreiche Erfahrungen in der Behandlung und Nachsorge der Patienten verfügen“, erläutert der Orthopäde. Im Januar wird Dr. Björn Thobe die Leitung der Klinik und des Zentrums übernehmen. Er verfügt über eine ausgewiesene Expertise im Bereich der Endoprothetik. Im Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung des Klinikums Essen-Werden ist er Koordinator und Teamleiter Endoprothetik.

Was ist ein Endoprothesenzentrum?

In einem Endoprothesenzentrum werden Operationen der großen Gelenke auf höchstem Sicherheitsniveau und nach neuesten medizinischen Standards durchgeführt. Ein Endoprothesenzentrum unterliegt regelmäßigen Kontrollen durch ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen. Die Zertifizierung erhalten nur Kliniken, die den umfangreichen Qualitätsanforderungen entsprechen. Endoprothesenzentren können in zwei verschiedenen Kategorien zertifiziert werden. Je nach Verfügbarkeit der geforderten Kriterien, z. B. eine Mindestanzahl an Operationen, erhält eine Klinik die Qualifikation zum Basiszentrum oder zum Zentrum der Maximalversorgung. Die Versorgungsstrukturen der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie entsprechen den höheren Anforderungen und stellen damit eine optimale Patientenversorgung durchgehend sicher. Neben einer umfassenden Ablaufdokumentation wird auch die Ergebnisqualität erfasst und wissenschaftlich ausgewertet.

 

Pressefoto: Die Experten des Endoprothesenzentrums. des. (NL) Harm Seinen (l.) und Dr. Jörg Daufenbach.

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