Notfall

Praktischer Ablauf vor und nach einer Operation

Sie werden sich in nächster Zeit einem operativen Eingriff unterziehen, da ist es verständlich, dass Sie sich Gedanken machen und viele Fragen haben. Häufig ist vieles unbekannt und löst dadurch Ängste aus. Wir möchten Sie daher an dieser Stelle informieren und helfen ihre Ängste und Sorgen zu reduzieren.

Um das für Sie geeignete Anästhesieverfahren wählen und alle zu Ihrer Sicherheit erforderlichen Vorbereitungen treffen zu können, benötigen wir medizinische Informationen von dem Arzt, der Sie in erster Linie betreut und ihre Krankengeschichte am besten kennt. Daher bitten wir Sie – auch um unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden – eine Kopie möglichst aktuellster Arztbriefe oder relevanter Befunde zu besorgen.

Sollte eine Röntgenuntersuchung der Lunge (nicht älter als 12 Monate), ein EKG, Lungenfunktionsprüfungen (nicht älter als 6 Monate) oder Laborbefunde (nicht älter als 10 Tage) vorliegen, so bringen Sie bitte diese oder die schriftlichen Befunde mit zum Aufklärungsgespräch. Falls Sie Medikamente einnehmen, bringen Sie bitte die Medikamente (samt Schachtel) oder den aktuellen Medikamentenplan mit damit wir Ihnen die vor der Narkose zu nehmenden Medikamente benennen können. Sollten Sie oder Ihr betreuender Arzt im Vorfeld die Anästhesie betreffend Fragen haben, so können Sie uns zu den Ambulanzzeiten anrufen.

Nachdem Sie in der Anästhesieambulanz den Narkosefragebogen ausgefüllt haben, Sie untersucht wurden und ihre persönlichen Befunde mit Ihnen besprochen wurden, kann eingeschätzt werden, welches Risiko bei ihnen besteht. Wenn das Risiko gering ist, kann der Anästhesist mit ihnen sofort das für Sie beste Narkoseverfahren und alle notwendigen Vorkehrungen besprechen. Dabei sollten Sie alle Fragen stellen, die Sie haben, um Ihre Ängste und Sorgen über den bevorstehenden Eingriff zu verringern. Wenn Sie an Krankheiten leiden, die zu einem höheren Narkoserisiko führen, können zu ihrer Sicherheit zusätzliche Untersuchungen oder therapeutische Maßnahmen erforderlich werden.

Am OP-Tag erhalten Sie einige Zeit vor dem Eingriff angst- und stressmindernde Medikamente. Vor Narkosebeginn werden Sie gefragt werden wer Sie sind und was operiert werden soll – wundern Sie sich nicht wenn Sie mehrfach gefragt werden: Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen! Ihr Anästhesieteam leitet die Narkose oder Regionalanästhesie und überwacht und unterstützt die lebenswichtigen Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Stoffwechsel. Nach Beendigung der Narkose bleiben Sie bis zum Abklingen der Operations- und Narkosenachwirkungen im Aufwachraum. Zur besseren Versorgung nach belastenden Eingriffen oder bei erheblichen Vorerkrankungen kann ein Aufenthalt auf der Intensivstation erforderlich werden.

Chefarzt
Dr. Harald Ungruh

Sekretariat: Hedwig Paries
Tel.: 02561 99-1339
Fax: 02561 99-1336

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

anaesthesie@marien-kh-gmbh.de