Notfall

Geschichte des
St. Marien-Krankenhauses Ahaus

  • 1851:
    Eine Bürgerversammlung in Ahaus beschließt den Bau eines eigenen Hospitals und beauftragt ein neunköpfiges Komitee unter Leitung des Pfarrers Alkolk mit den notwendigen Vorbereitungen. Eine Sammlung in den folgenden Tagen erbringt 1.200 Taler. Wesentliche Spenden kommen von Prinzessin Augusta von Preußen (später Kaiserin), Fürst Salm-Salm zu Anholt, Fabrikant Jakob Oldenkott u. a.
  • 1855:
    Am 18. Mai erfolgt die Grundsteinlegung für das neue Krankenhaus vor den damaligen Stadtmauern am heutigen Marienplatz. Der Arzt Dr. Rave übernimmt die Bauleitung.
  • 1858:
    Am 7. August Einweihung des bescheiden gebauten Krankenhauses durch den Bischof von Münster. Übernahme der Pflege durch zwei Ordensschwestern der Mauritzer Franziskanerinnen.
  • 1863:
    Während des verheerenden Stadtbrandes finden vorübergehend 1500 Obdachlose Aufnahme im Hospital, das damit seine Bewährungsprobe besteht.
  • 1877:
    Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen trotz finanzieller Not. Es fehlen dem Krankenhaus feste Einnahmen. In den Kirchen, auch in der Umgebung, wird zu Naturalienkollekten aufgerufen.
  • 1931:
    Neubau des Krankenhauses infolge der Bevölkerungszunahme durch die Industrialisierung mittels der Unterstützung von Firmen wie Oldenkott und der Jutespinnerei und Weberei.
  • 1945:
    21. März, Bombardements zerstören große Teile des Krankenhauses. Drei Ordensschwestern, darunter die Oberin, sterben unter den Trümmern. Weiterführung des Krankenhauses notdürftig in Wessum und Heek. Am 29. April Wiederaufnahme einzelner Zimmer mit 5 Kranken. Ende 1945 beherbergt das Haus wieder 95 Patienten, 16 Schwestern und 17 Angestellte.
  • 1950:
    Beginn des eigentlichen Wiederaufbaus des Krankenhauses.
  • 1966:
    Umwandlung in ein Fachkrankenhaus mit hauptamtlich angestellten Ärzten. Gleichzeitig Beschluss der Verantwortlichen, mangels baulicher Erweiterungsmöglichkeiten den Standort an der „van-Delden-Straße“ aufzugeben.
  • 1969:
    Die Grundstücksschenkung des Ahauser Bürgers Karl Dues ermöglicht den Krankenhausneubau außerhalb des eigentlichen Stadtkerns an der Grenze zum Ortsteil Wüllen.
  • 1972:
    Beginn der Neubaus mit einer Investitionssumme von 60 Mio. DM.
  • 1976:
    Einweihung des neuen Krankenhauses mit angegliederter Krankenpflegeschule und zwei Wohnheimen für Mitarbeiter. Abriss des alten Krankenhauses an der „van-Delden-Straße“.
  • 1981:
    Umwandlung des St. Marien-Hospitals in die St. Marien-Krankenhaus Ahaus GmbH.
  • 1993:
    Das Ahauser Krankenhaus fusioniert mit dem St. Marien Hospital Vreden zur St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden GmbH.
  • 1995:
    Einweihung der Inneren Aufnahme- und Funktionsdiagnostik-Abteilung, die als Aufstockung auf das Verwaltungsgebäude in das Krankenhaus integriert wird.
  • 2000:
    Inbetriebnahme des vierten aseptischen Operationssaales.
  • 2001:
    Zusammenschluss zur Klinkverbund Westmünsterland gGmbH, zu der die Krankenhäuser Ahaus, Bocholt, Rhede und Vreden gehören.
  • 2002:
    Bau des ersten Ärztehauses auf dem Krankenhausgelände.
  • 2004:
    Kooperation mit niedergelassenen Fachärzten, die auf dem Krankenhausgelände praktizieren und Installierung eines Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT).
  • 2005:
    Einweihung des St. Marien-Senioren- und Pflegezentrums auf dem Krankenhausgelände. Übernahme der Verantwortung für Betreutes Wohnen in zwei Häusern in Ahaus und Wüllen.
    Das Ahauser Krankenhaus erhält in Zusammenarbeit mit dem Bocholter St. Agnes-Hospital die Anerkennung als Brustzentrum.
  • 2006:
    Inbetriebnahme der Gesundheitszentrum Ahaus GmbH und Erweiterung der Aktivitäten in der Altenhilfe um zwei Einrichtungen für betreutes Wohnen in Ahaus (Wohnpark am Schlossgarten) und Ahaus-Wüllen (Seniorenanlage St. Andreas).
  • 2006:
    Das Gesundheitszentrum wird auf dem Krankenhausgelände eröffnet.
  • 2007:
    Digitalisierung der Röntgenabteilung und Erweiterung des Klinikverbundes durch den Beitritt des St. Marien-Hospitals Borken.
  • 2008:
    Das Krankenhaus gründet einen ambulanten Pflegedienst und richtet für die niedergelassenen Ärzte eine Notfallpraxis im Krankenhaus ein.
  • 2009:
    Eröffnung des Kinderhauses Rasselbande auf dem Krankenhausgelände.
  • 2012:
    Verlagerung des Schwerpunktes Allgemein- und Unfallchirurgie von Vreden nach Ahaus.
  • 2013:
    Start des neuen Versorgungsschwerpunktes Diabetologie. Fertigstellung des Ärztehauses IV.
  • 2014:
    Gründung des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ).
  • 2015:
    Fusion der drei Krankenhaus-Trägergesellschaften (St. Agnes-Hospital Bocholt-Rhede GmbH, St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden GmbH und St. Marien-Hospital-Borken GmbH) zu einer einheitlichen neuen Krankenhaus-Trägergesellschaft: Klinikum Westmünsterland GmbH.
  • 2016
    Schließung des Schwesternkonvents nach 158-jähriger gemeinsamer Zusammenarbeit.
    Am 27. Mai wird das Klinikum Westmünsterland zum ersten Mal mit seinen Krankenhausstandorten in Ahaus, Bocholt, Borken, Rhede und Vreden gemeinsam zertifiziert.