Aufsichtsrat verabschiedet Hermann Pennekamp

Die Krankenhauslandschaft im Kreis Borken hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt – dabei ist das St. Marien-Hospital Vreden als Teil des Klinikums Westmünsterland ein wichtiger Schwerpunkt der medizinischen Versorgung in der Region. Als eines der „Gründungsmitglieder“ im Aufsichtsrat des Klinikums hat Hermann Pennekamp über 17 Jahre die Entwicklung des Vredener Krankenhauses und des Klinikums Westmünsterland engagiert und professionell mitgestaltet. Jetzt scheidet der langjährige ehemalige Bürgermeister der Stadt Vreden durch das Überschreiten der satzungsmäßigen Altersgrenze und Ablauf der Amtsperiode des Aufsichtsrates am 13. Juli aus dem Gremium aus. Jürgen Büngeler, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Westmünsterland, und Werner Lentfort, Regionalleiter des St. Marien-Krankenhauses Ahaus-Vreden, dankten Pennekamp für die geleistete Arbeit.

„Mit Hermann Pennekamp scheidet eine engagierte Persönlichkeit aus unserem Aufsichtsrat aus“, so Büngeler. „Er hat über Jahrzehnte die Entwicklung der stationären medizinischen und pflegerischen Versorgung im Westmünsterland und speziell in Vreden aktiv mitgestaltet. Wir danken ihm von Herzen für die geleistete Arbeit und sein unermüdliches ehrenamtliches Engagement“. In Pennekamps Amtszeit fallen nicht nur der Zusammenschluss zum damaligen Klinikverbund Westmünsterland im Jahr 2001 und die Fusion der Krankenhausträgergesellschaften im Jahr 2015 zum Klinikum Westmünsterland, sondern viele weitere wichtige Meilensteine. Hierzu zählen unter anderem der Beschluss zur Gründung der Gesundheitszentrum Vreden GmbH im Jahr 2004, der Ausbau der Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung in Ahaus und Vreden durch die Errichtung von Ärztehäusern und eines Medizinischen Versorgungszentrums, die Gründung eines ambulanten Pflegedienstes sowie die Verschmelzung der Krankenhausstandorte Ahaus und Vreden zu einem gemeinsamen Plankrankenhaus im Jahr 2010.

Auch im Bereich der Seniorenhilfe war Pennekamp an vielen wichtigen Entwicklungsschritten beteiligt. So fielen in seine Amtszeit unter anderem der Beschluss zum Neubau der beiden Senioren- und Pflegezentren St. Marien in Ahaus und St. Georg in Vreden im Jahr 2003 sowie jüngst der Beschluss zum Neubau des St. Ludger Senioren- und Pflegezentrums in Vreden.

Besonders das St. Marien-Hospital Vreden liegt dem ausscheidenden Aufsichtsratsmitglied am Herzen. „Wir haben es geschafft, dem Vredener Krankenhaus ein neues, eigenes Profil zu geben und damit absolut zukunftsfähig aufzustellen – und das, ohne die wichtige Vor-Ort-Grundversorgung zu vernachlässigen“, freut sich Pennekamp. Ein Nachfolger für Hermann Pennekamp steht bereits fest. Zukünftig als Vertreter der Katholischen Kirchengemeinde St. Georg Vreden neu im Aufsichtsrat des Klinikums Westmünsterland vertreten sein wird Steuerberater Tim Slaba.

Auch wenn er als aktives Mitglied aus dem Aufsichtsrat des Klinikums Westmünsterland nun ausscheidet, wird Pennekamp die Entwicklung der Krankenhauslandschaft im Kreis Borken weiter verfolgen und wagt einen Ausblick in die Zukunft: „Eine erreichbare medizinische Versorgung wird es immer geben müssen. Voraussetzung dafür im ländlichen Raum ist die Erhaltung der Krankenhausstandorte. Eine Entwicklung die wir aber heute ganz klar absehen können ist, dass dieses Ziel aus ökonomischen Gründen nur über die Spezialisierung der einzelnen Standorte und die Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung zu erzielen ist.
Das St. Marien-Hospital Vreden und das Klinikum Westmünsterland sind hier auf einem sehr guten Weg.“

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