Notfall

Schulterchirurgie

Einen besonderen Schwerpunkt der Abteilung bildet die Schulterchirurgie. Bei Erkrankungen oder Verletzungen der Schulter kann häufig eine konservative Behandlung mit Krankengymnastik, Physiotherapie oder auch lokalen Injektionen angewendet werden. Bei dennoch anhaltenden Beschwerden oder fortgeschrittenen Veränderungen sind jedoch häufig operative Eingriffe erforderlich.

Endoprothetik der Schulter

Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß ist ggf. der künstliche Gelenkersatz eine sinnvolle Behandlungsalternative. Um zu entscheiden, ob in diesen Fällen der Einsatz eines künstlichen Gelenks für Sie infrage kommt, können Sie unseren Fragekatalog drucken und ausfüllen und zu Ihrem Vorstellungstermin mitbringen. Ihre Einschätzungen sind eine wichtige Planungshilfe in unserem Gespräch.

Bei starkem Verschleiß des Schultergelenkes kommt es zu immer stärker werdenden Schmerzen. Diese treten zunächst unter Belastung, später auch in Ruhe und des Nachts auf. Es können sogar hörbare Reibephänomenen in der Schulter auftreten. Im Endeffekt kommt es zu einer schmerzhaften Schultersteife, so dass Überkopfarbeiten unmöglich werden. Schon die Entnahme z.B. einer Tasse aus einem Hängeschrank oder das Anziehen einer Jacke kann dadurch unmöglich werden. Mit einer Schulterprothese kann die Schmerzsymptomatik sehr gut behandelt werden. Sehr viele Patienten werden nach Einsatz eines künstlichen Schultergelenkes fast schmerzfrei.Kritisch ist aber noch immer die Wiederherstellung der Beweglichkeit des Schultergelenkes.

Für den Ersatz des Schultergelenkes kommen verschiedene Prothesenformen in Frage. Neben einer reinen Überkronung der Gelenkfläche des Oberarmkopfes kommt bei Verschleiß der Schulter mit erhaltener Sehnenhaube ein vollständiger Ersatz des Gelenkes mit künstlichem Oberarmkopf und künstlicher Gelenkpfanne in Frage. Sollte zusätzlich die Sehnenhaube des Oberarmkopfes irreparabel geschädigt sein, ist die Beweglichkeit der Schuler naturgemäß sehr schlecht. Die anatomischen Prothesentypen können dann die Beweglichkeit nicht wiederherstellen. Dieses gelingt jedoch mit der „inversen Prothese“, bei der das Gelenkprinzip umgekehrt wird. Auf die konkave Schulterpfanne wird eine Halbkugel aufgesetzt, der konvexe Oberarmkopf wird mit einer konkaven Vertiefung versehen. Durch die so hervorgerufene Änderung des Drehzentrums kann der Schultermuskel (Deltamuskel) den Arm kräftiger anheben.

Die Abteilung ist „Excellenz-Zentrum“ für inverse Schulterprothesen und bietet deutschlandweit Ärzten Hospitationen an, um diese Operationsmethode zu erlernen.

Eingriffe bei Schulterinstabilität

Bei Verrenkungen der Schulter kommt es regelhaft zu einer Schädigung der knorpeligen Lippe der Schulterpfanne. Diese Randverstärkung der Schulterpfanne ist erforderlich, da die Schulterpfanne im Vergleich zum Kopf sehr klein ist. Nur mit dieser Lippe kann ein guter Formschluss und eine ausreichende Schulterstabilität erreicht werden. Bei wiederholten Verrenkungen leiert darüber hinaus die Kapsel der Schulter aus, sie weitet sich.

Die Operation dient der Wiederherstellung der Stabilität. Durch Fadenanker kann endoskopisch die knorpelige Lippe wieder an die Schulterpfanne fixiert werden. Darüber hinaus kann mit den Fäden eine Raffung der Kapsel erfolgen.

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie

Chefarzt Dr. Bernd Hinkenjann

St. Agnes-Hospital Bocholt
Barloer Weg 125
46397 Bocholt

Sekretariat
Christiane Schneider
Tel.: 02871 20-2921
Fax: 02871 20-21 88

Chefarzt
Dr. Bernd Hinkenjann

Sekretariat: Christiane Schneider

Tel.: 02871 20-2921
Fax: 02871 20-2188

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie

unfallchirurgie@st-agnes-bocholt.de