Notfall

Spezialisten für die Bildgebung des Herzens

Durch den enormen Fortschritt in den bildgebenden Verfahren können heute viele Herzerkrankungen „nicht invasiv“ erkannt werden – neben bewährten Untersuchungsverfahren, wie zum Beispiel einer Herzkatheteruntersuchung oder einer Echokardiographie.

Dieser Entwicklung hat das St. Agnes-Hospital Bocholt durch die Gründung eines Zentrums für kardiale Bildgebung (ZKB) Rechnung getragen. In enger Kooperation zwischen der I. Medizinischen Klinik – Kardiologie und dem Institut für Radiologische Diagnostik und Interventionelle Radiologie bieten wir Ihnen diese neuen Verfahren mit moderner Technologie an.

Im Zentrum für kardiale Bildgebung Bocholt kann sowohl ein Kardio-CT als auch ein Kardio-MRT durchgeführt werden.

Kardio-CT

Mit der kardialen Computertomographie (Kardio-CT) können Schnittbilder des Herzens angefertigt und nach Kontrastmittelgabe die Herzkranzgefäße beurteilt werden.

Engstellen der Herzkranzgefäße können so häufig direkt nachgewiesen oder ausgeschlossen werden, so dass nach sorgfältiger Abwägung auf eine Herzkatheteruntersuchung mit Punktion der Leistenarterie verzichtet werden kann. Außerdem können der Grad der Verkalkung der Herzkranzgefäße und damit das Risiko für einen Herzinfarkt bestimmt werden.

Die Untersuchungsdauer bei einem Kardio-CT ist sehr kurz, sie dauert nur ca. 5 Minuten. Durch die im St. Agnes-Hospital genutzte CT-Flasch-Technik wird außerdem die Strahlenbelastung erheblich reduziert. Diese Technik ist im Westmünsterland einzigartig.

Da bei der Kardio-CT-Untersuchung Kontrastmittel verwendet wird, benötigen wir aktuelle Laborwerte der Schilddrüsen- und Nierenfunktion. Es sollte bekannt sein, ob eine Kontrastmittel-Allergie besteht. Wenn dies der Fall ist, kann die Untersuchung nur bei zwingenden Gründen unter medikamentöser Allergieprophylaxe durchgeführt werden.

Kardio-MRT

Bei der kardialen Magnetresonanztomographie (Kardio-MRT) wird das Herz mit Radiowellen im Magnetfeld untersucht, die Untersuchung erfolgt ohne Strahlenbelastung.

Die Kardio-MRT wird heute überwiegend zur Funktionsuntersuchung des Herzens eingesetzt, z.B. um eine Durchblutungsstörung genauer erfassen zu können als mit einem einfachen Belastungs-EKG. Daneben kann aber die Kardio-MRT auch in der Diagnostik von Hermuskelentzündungen, nach Infarkt, bei Herzmuskelverdickung, zur Schweregradbestimmung von Defekten in der Vorhof- und Herzkammerscheidewand, zur Diagnostik von Herztumoren oder auch in der Planung komplexer Herz-Eingriffe (z.B. Katheterverödung von Vorhofflimmern) eingesetzt werden.

Eine Kardio-MRT-Untersuchung dauert ca. 30-45 Minuten.

Falls bei Ihnen eine Kardio-MRT mit Belastung („Stress-MRT“) vorgesehen ist, sollten Sie am Tag der Untersuchung keinen Kaffee, Tee bzw. koffeinhaltige Getränke einnehmen. Patienten mit implantiertem Herzschrittmacher oder Defibrillator dürfen wegen der möglichen Störbeeinflussung der Geräte zurzeit leider nicht mittels Kardio-MRT untersucht werden.

Ihr Kontakt zu uns

Dr. Thomas Hilje
Chefarzt des Institutes für Radiologie

Sekretariat: Anita Wolters
Tel.: 02871 20-2971
Fax: 02871 20-2972

Termine und Sprechzeiten nach Vereinbarung.

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