Notfall

Sanfte Endoskopie

Darmkrebs ist bei beiden Geschlechtern die zweithäufigste Krebserkrankung. Nach den Statistiken des Robert -Koch-Instituts erkranken in Deutschland pro Jahr rund 35.400 Männer und 30.000 Frauen daran. Dabei könnte durch eine rechtzeitige Darmspiegelung diese Krebsform nahezu komplett verhindert werden. Das Problem dabei ist jedoch, dass niemand gerne zur Darmspiegelung geht. Die Prozedur hat den Ruf peinlich und sehr unangenehm zu sein. Genau hier setzen wir mit der „sanften Darmspiegelung“ an und hoffen, dass wir mit den nachfolgenden Informationen Ihre Angst vor dieser Untersuchung reduzieren können.

Wir möchten, dass Sie die Darmspiegelung in angenehmer Erinnerung behalten!

Bei der sanften Endoskopie steht neben der Schmerzfreiheit, der Wahrung der Intimsphäre auch das Wohlgefühl des Patienten im Vordergrund.

D. h.

  • wir sorgen während Ihres Aufenthaltes für eine entspannte, ruhige Atmosphäre.
  • Während der Untersuchung tragen Sie eine spezielle „Koloskopie-Hose“, damit Sie sich angezogen fühlen.
  • Sie erhalten von uns ein leichtes Narkosemittel und verschlafen den kompletten Eingriff.
  • Wir benutzen für die Spiegelung sehr dünne und fl exible Endoskope und nutzen schneller abbaubares CO2.

Vor der Darmspiegelung

Vor der Untersuchung bitten wir Sie zu einem Aufklärungsgespräch. Hier besprechen wir mit Ihnen den Ablauf, beantworten Ihre Fragen und legen mit Ihnen den Untersuchungstermin fest. Auch erhalten Sie hier eine Checkliste mit der Ablaufbeschreibung und wichtigen Ansprechpartnern.

Vorbereitung des Darms

Eine gute Sicht auf die Darmwände erfordert eine gründliche Darmreinigung. Diese erfolgt mit einem löslichen Pulver, das aufgelöst nach Orange oder Zitrone schmeckt. Die Trinkmenge beläuft sich auf zwei Liter, die über den Tag verteilt getrunken werden. Sie sollten – auch bereits zwei Tage vor der Untersuchung – auf eine ballaststoffarme Ernährung achten.

Vor der Untersuchung

Die Darmspiegelung selbst wird so angenehm wie möglich gestaltet. Vor der Untersuchung schlüpfen Sie in die Koloskopie-Hose, sodass Sie sich bekleidet fühlen. Danach legen wir Sie „schlafen“. D.h. wir legen Ihnen einen Zugang und versetzen Sie in eine leichte Sedierung. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Untersuchung hellwach zu erleben und die Geschehnisse selbst auf dem Monitor zu verfolgen. Auch in diesem Fall werden Sie keine Schmerzen haben.

Die Darmspiegelung

Fall Sie sich für eine Narkose entschieden haben, so werden Sie diesen Teil der sanften Endoskopie „verschlafen“. Um die Darmwände zur Untersuchung gut sichtbar zu machen, muss der Bauchraum mit Luft befüllt werden. Früher nutzte man hierzu Raumluft, die sich jedoch nur schwer abbaute und den Patienten Völlegefühl und manchmal auch Bauchschmerzen bescherte. Nun kommt hierfür Kohlendioxid (CO2) zum Einsatz. Die Einbringung von CO2 hat den Vorteil, dass es über die Darmschleimhaut 150-mal schneller als Luft vom Körper abgebaut wird, sodass die meisten Patienten nach der Untersuchung keine Gasbildung im Bauchraum mehr bemerken. Falls wir während der Spiegelung auf kleine bis mittelgroße Polypen stoßen, aus denen sich evtl. später einmal ein Darmkrebs bilden könnte, entfernen wir diese direkt vor Ort.

Die Aufwachphase

Aufwachen werden Sie in unserem Aufwachraum. Hier beobachten wir Ihre Atmung und Ihren Blutdruck bis Sie nach ca. 30 Minuten wieder fit sind und das Krankenhaus verlassen können. Autofahren dürfen Sie danach jedoch noch nicht. Sie sollten zur Darmspiegelung immer eine Begleitperson mitbringen.

Nach der Untersuchung

Wenn Sie aufnahmefähig und ansprechbar sind, erfahren Sie nach der Untersuchung, in einem persönlichen Gespräch, ob relevante Ergebnisse der Darmspiegelung vorliegen. Natürlich erhält Ihr Hausarzt auch einen ausführlichen Bericht.

Gut zu wissen

Jeder gesetzlich Krankenversicherte hat ab dem Alter von 55 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung. Da der Darmkrebs ein sehr langsam wachsender Krebs ist, erfolgt eine zweite Untersuchung erst zehn Jahre später. Bei Menschen mit familiären Darmkrebsrisiko oder entzündlichen Darmerkrankungen greifen besondere Vorsorgeprogramme, die ebenso von den Kassen getragen werden.

Qualität

Wir legen großen Wert auf die Sicherung und Weiterentwicklung unserer Qualitätsstandards. Unsere Mitarbeiter nehmen an regelmäßigen Fortbildungen teil. Wir arbeiten entsprechend der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Der Leiter der Klinik ist DEGUM Ausbildungsleiter Echokardiographie.

Unser Team Endoskopie

Chefarzt Dr. Alexander Brock

Facharzt für Innere Medizin mit der Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie
Zusatzbezeichnung Notfallmedizin,
Intensivmedizin,
medikamentöse Tumortherapie
Hypertensiologie (DHL)®

Leitender Oberarzt Dr. Martin Eckers

Facharzt für Innere Medizin
Schwerpunkt Gastroenterologie,
Fachkunde Notfallmedizin,
Zusatzbezeichnung Internistische
Intensivmedizin

Pflegerische Leitung Endoskopie
Ute Brunsbach

Tel.: 02861 97 – 70779

Chefarzt Dr. Alexander Brock

Sekretariat: Lara Epping
Anja Föcking

Tel.: 02861 97-3401
Fax: 0286197-53401

Klinik für Innere Medizin

innere-medizin@hospital-borken.de