Notfall

Bildgebende Diagnostik für alle Disziplinen

Mit genauester Diagnostik die Basis für einen größtmöglichen Therapieerfolg legen – so versteht das Team der Radiologie am St. Marien-Hospital Borken seine Arbeit.

Einzelne Schwerpunkte der Abteilung sind:

  • Die neuroradiologische Diagnostik (Kopf-, Wirbelsäule und Rückenmark) und die moderne Diagnostik des Bewegungsapparates.
  • Unfallpatienten können in Zusammenarbeit mit den Unfallchirurgen zügig versorgt werden.
  • Der Mehrschicht-Computertomograph ermöglicht eine zuverlässige, den Standards entsprechende Diagnostik, insbesondere bei Schwerverletzten.
  • Ein weiterer Schwerpunkt bildet die interventionelle Radiologie mit Angioplastie und CT gestützter Intervention (Schmerztherapie, Entnahme von Gewebe zur weiteren Untersuchung)
Computertomographie

Die Computertomographie ist ein Verfahren, das Röntgenbilder des Körperinneren anfertigt. Die zu untersuchenden Organe werden dabei „scheibchenweise“ dargestellt, deswegen wird auch von einem Schnittbildverfahren gesprochen.

Besonderen Stellenwert nimmt die Computertomographie in der Diagnostik knöcherner Strukturen, des Gehirns, sowie der Brust- und Bauchorgane ein. Insbesondere im Notfall können schnell Hirnblutungen, Brüche von Wirbelkörpern, Brust- und Bauchverletzungen festgestellt werden.

Darüber hinaus können krankhafte Befunde so dargestellt werden, dass sie unter örtlicher Betäubung exakt punktiert werden können. Das so entnommene Gewebe kann dann speziell untersucht werden, wodurch oftmals erst eine optimale Therapieempfehlung möglich ist.

Bei Patienten mit Bandscheibenleiden kann eine PRT durchgeführt werden. Mithilfe der Computertomographie kann dabei punktgenau ein Schmerzmittel zur Linderung der Beschwerden injiziert werden. Ein weiteres Aufgabenfeld ist die Knochendichtemessung bei Osteoporosepatienten.

Durchleuchtung

Eine weitere wichtige Funktion ist die Anfertigung von Schichtaufnahmen aller Körperregionen. Die Hauptdomäne der Durchleuchtung stellt die Untersuchung des Brustraumes, des Schultergelenkes, des Verdauungstraktes und der Venen dar.

Das Durchleuchtungsgerät besteht aus einem kippbaren und quer verschiebbaren Tisch mit einer Übertischröhre. Unterhalb des Patienten befindet sich der Bildverstärker, von dem das Durchleuchtungsbild auf einem Monitor übertragen wird. Das Durchleuchtungsgerät gestattet wechselweise Durchleuchtungen und digitale und konventionelle Röntgenaufnahmen.

Mit digitalen Serienaufnahmen können Funktionsabläufe im Verdauungstrakt besser als bisher erfasst werden. Besonders Schluckstörungen können so untersucht werden. Moderne Kontrastmittelpräparate dienen zur Untersuchung des Gallensystems (Cholezystographie), der Nieren (Urographie), des Rückenmarks (Myelographie), der Gelenkinnenräume (Arthrographie) und der Venen (Phlebographie).

Digitale Substraktions Angiographie (DSA)

In der DSA werden unter Einsatz geringer Kontrastmittelmengen und einer geringen Strahlenbelastung Bilder der Arterien sämtlicher Körperregionen gefertigt. Die DSA wird meist bei Gefäßverengungen und -verschlüssen, bei Arteriosklerose, seltener auch bei bösartigen Erkrankungen angewandt.

Nach einer örtlichen Betäubung wird, zumeist über die Leistenarterie, mittels eines dünnen Katheters die zu untersuchende Körperregion aufgesucht. Häufig besteht die Möglichkeit eine Enge des Gefäßes mittels eines Ballonkatheters aufzuweiten und somit die Minderdurchblutung zu beseitigen.

Am Ende der Untersuchung wird der Katheter entfernt und ein Druckverband angelegt. Eine 24h Bettruhe ist danach zu beachten. Ferner werden an diesem Gerät Gelenkdarstellungen mit Kontrastmittel (Arthrografien) und Wirbelkanaldarstellungen mit Kontrastmittel (Myelografien) durchgeführt. Internisten nutzen die DSA auch zur Kontrastmitteldarstellung von Gallenwegen und Bauspeicheldrüse (ERCP).

Mammographie

Mammographie bezeichnet die Darstellung der weiblichen oder männlichen Brust bei Verdacht auf Entzündungen, gutartigen oder bösartigen Brustgeschwülsten.

An einem Spezialgerät wird die Brust mittels einer weichen langwelligen Röntgenstrahlung untersucht. Wichtig ist es, an diesem Gerät mit Hilfe eines Spezialtubus und des Filmhalters, die Brust gut komprimieren zu können, um eine möglich gleichmäßig dicke Schicht für die Aufnahme zu erhalten. Diese Aufnahmen erlauben eine sehr gute diagnostische Ausbeute. Auf ähnliche Art kontrolliert man auch die Achselfalte und Axilla.

Kernspintomographie (MRT)

Die Kernspintomographie ist das einzige diagnostische Verfahren, welches ohne Röntgenstrahlen Bilder des menschlichen Körpers erzeugen kann.

Das Prinzip beruht auf der magnetischen Kernresonanz; hier werden mit Hilfe eines sehr starken Magneten, mit Radiowellen und mit Hilfe eines Computers zwei- als auch dreidimensionale Bilder erzeugt. Im Vergleich zu den übrigen diagnostischen Verfahren ist der Gewebekontrast in der Kernspintomographie erheblich ausgeprägter, so dass gesundes und erkranktes Gewebe leichter erkannt werden können.

Dieser Effekt kann mit Kontrastmitteln zusätzlich verstärkt werden, so dass die Aussagefähigkeit nochmals deutlich gesteigert werden kann. Hauptanwendungsgebiete der Kernspintomographie ist das gesamte Zentralnervensystem (sowohl Gehirn- als auch Rückenmark), der Halsbereich und das Mediastinum, die Organe des Oberbauches wie Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren und das gesamte Binde- und Stützgewebe wie z.B. das gesamte Skelettsystem, das Muskelgewebe, Bänder und Sehnen.

Eine besondere Domäne der Kernspintomographie sind weiterhin Untersuchungen der Gelenke, hier mit Schwerpunkt Knie-, Hüft-, Schulter- und Handgelenk. Von der Untersuchung der Kernspintomographie ausgeschlossen sind Patienten mit ferromagnetischen Implantaten wie z.B. Patienten mit Herzschrittmacher, Innenohrimplantaten und Patienten mit Granatsplitterverletzungen.

Bei begründeten Zweifeln bezüglich der Implantatqualität muss aus Sicherheitsgründen auf die Untersuchung mit der Kernspintomographie verzichtet werden.

Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin beschäftigt sich mit radioaktiven Substanzen und kernphysikalischen Verfahren. Diese können diagnostisch und auch therapeutisch  angewendet werden. Die radioaktiven Stoffe werden gezielt in den Körper gegeben, um bestimmte Organe und Organfunktionen darzustellen, wie z.B. bei der Szintigraphie.

Für die nuklearmedizinische Untersuchung ist es nötig, dem Patienten eine schwach radioaktive Substanz zu verabreichen. Diese Substanz ist z.B. ein natürlicher Stoff, der auch im Körper des Menschen vorkommt,nur mit dem Unterschied, dass er kurz vor der Untersuchung radioaktiv markiert wird.

Diese radioaktive Substanz wird in die Vene des Patienten injiziert, über das Blut weitertransportiert und von verschiedenen Gewebearten aufgenommen. Nach Ablauf einer Wartezeit wird das zu untersuchende Gewebe mit einer speziellen Kamera ausgemessen. Regionen mit veränderter Durchblutung, erhöhtem Stoffwechsel oder Gewebeneubildungen können nun erfasst werden.

Je nach Untersuchung ist es erforderlich, diese Messungen in bestimmten Zeitabständen zu wiederholen, um einen Verlauf oder eine Funktion darzustellen (z.B. bei der Entzündungsdiagnostik, Blutungsquellensuche). Die aufgenommenen Impulse werden im Computer in Bilder umgewandelt, welche dann diagnostiziert werden können. Untersuchungen an Schilddrüsen, Nebenschilddrüsen, Knochen, Lunge, Niere, Leber, Herz, Hirn, Leukozyten sowie Blutungsquellendiagnostik und Entzündungsdiagnostik werden in unserer Abteilung durchgeführt.

Ultraschall / Sonographie

Bei der Ultraschalluntersuchung handelt es sich um ein patientenfreundliches, weil schmerzloses Untersuchungsverfahren von Weichteilen, inneren Organen und Hohlorganen.

Dieses Verfahren nutzt eine durch Menschen nicht wahrnehmbare Energieform zur Gewebeuntersuchung und deckt die unterschiedliche Schallleitfähigkeit des Gewebes auf.

Die Ultraschallwellen sind im medizinischen Bereich hochfrequente mechanische Schwingungen, die zu keiner Schädigung des Gewebes führen. Durch die Weiterentwicklung der sonographischen Abbildungsverfahren ist die Diagnostik bei zahlreichen Erkrankungen im Bereich der verschiedensten Organe bereichert worden, so z.B. der Schilddrüse, der Speicheldrüsen, der Brust, des Herzen, im Bereich der Lunge, der Bauchorgane und der Weichteile z.B. der Gelenke, sowie der Gefäße. Die Sonographieuntersuchung steht aufgrund der hohen Aussagekraft, nach der körperlichen, an zweiter Stelle der durch den Arzt durchzuführenden Untersuchungen.

Chefarzt
Dr. Bernhard Kornmeier

Sekretariat: Nicole Kreierhoff

Tel.: 02861 97-3101
Fax: 02861 97-53101

Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin

radiologie@hospital-borken.de