Notfall

Logopädie

Die Logopädie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen mit dem Ziel die bestmögliche Wiederherstellung der Kommunikationsfähigkeit zu erreichen. Darüber hinaus beinhaltet sie Therapien bei Gesichtslähmungen sowie umfängliche Diagnostik und Therapie von Ess- und Schluckstörungen. Die Störungen werden von Sprachtherapeuten, sogenannten Logopäden, behandelt.

Sprachstörungen (Aphasie)

Aphasie ist eine Sprachstörung, die vorwiegend im Erwachsenenalter nach einer Schädigung des Gehirns auftritt.

Häufigste Ursachen sind:

  • Schlaganfälle,
  • Hirnblutungen,
  • Schädel-Hirn-Verletzungen (z.B. nach einem Unfall),
  • Hirntumore,
  • sowie entzündliche Prozesse im Gehirn.

Wenn durch die Hirnschädigung das Sprachzentrum (meist in der linken Hirnhälfte) betroffen ist, treten Aphasien bei rund dreißig Prozent der Patienten auf.

Die Aphasie betrifft meist alle Bereiche, die mit Sprache zu tun haben:

  • Sprechen
  • Verstehen
  • Lesen
  • Schreiben
  • Rechnen

Häufig sind auch Gestik und Mimik gestört. Dann entsprechen Handbewegungen und Gesichtsausdruck nicht dem, was die Betroffenen ausdrücken möchten.

Aphasien treten in unterschiedlichem Ausmaß auf: Die Sprache kann ganz „weg“ oder nur leicht gestört sein. Manche Aphasiker sprechen sehr langsam und mühevoll in einer Art „Telegrammstil“, andere sehr viel und sehr schnell, aber unverständlich.

Sprechstörungen (Dysarthrie)

Bei einer Dsarthrie sind nicht die sprachlichen Leistungen betroffen, sondern es handelt sich um eine Störung des Sprechens, das heißt in der Mehrzahl um sogenannten „Artikulationsstörungen“.

Es sind Störungen der Sprechmotorik, die häufig von Beeinträchtigungen des Sprechrhythmus, der Stimmgebung oder der Sprechmelodie begleitet werden. Sie kommen z.B. durch Lähmungen oder Koordinationsstörungen der Muskulatur des Sprechapparates zustande.

Aphasie und Dysarthrie können gemeinsam bestehen.

Schluckstörungen (Dysphagie)

Schluckstörungen (Dysphagien) beeinträchtigen die Nahrungsaufnahme und behindern den Schluckvorgang. Sie können durch neurologische Störungen oder operative/strukturelle Veränderungen im Hals-, Rachenbereich auftreten.

Das Therapieziel ist, die größtmögliche Lebensqualität der Betroffenen zu erreichen und eine normale Nahrungsaufnahme zu fördern um damit die Ernährung sicherzustellen.

Das Team der Logopädie

Das Team des St. Marien-Hospitals steht betroffenen Patienten und deren Angehörigen zur Verfügung. Patienten der Intensivstation sowie der Stroke Unit erhalten tägliche Therapieeinheiten (auch an Wochenenden und Feiertagen).

Das Team der Logopädie besteht neben der klinischen Logopädin aus vier weiteren Mitarbeitern der Logopädischen Praxis Gantefort & Noack. Sie unterstützen insbesondere die Versorgung der Patienten der Stroke Unit.

Marion Ott
Klinische Logopädin und Pädagogin

St. Marien-Hospital Borken
Am Boltenhof 7
46325 Borken

Tel.: 02861 97- 3474

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