Notfall

Malerei und Fotografie

In den Räumen der ZAD sowie auf einigen Stationen veranstaltet das St. Marien-Hospital fortlaufende Kunstausstellungen. Diese dienen nicht nur der Dekoration, sondern sollen Patienten, Mitarbeiter und Besucher zum Nachdenken anregen, Atmosphäre vermitteln und letztendlich auch der Kommunikation dienen.

Für viele der nicht bettlägerigen Patienten sind die Ausstellungen darüber hinaus eine Anlaufstelle und willkommene Abwechslung im Krankenhausalltag. Für die Künstler ist es eine interessante Möglichkeit Menschen zu erreichen und ihre Werke zu präsentieren.

Interessierte Patienten, Besucher und Mitarbeiter sind herzlich zur Besichtigung eingeladen!

Ausstellungen im Überblick

Aktuelle Ausstellung: Adelheid Willkowski

Die Ostsee in der ZAD
Borken. Ein Hauch von Urlaubsstimmung durchzieht die Räume der ZAD. An den Wänden hängen Bilder, die stimmungsvolle Ostseelandschaften zeigen. Gemalt von Adelheid Willkowski, 65 Jahre und begeisterte Malerin.

Dass die Ostsee ihr Lieblingsreiseziel ist, lässt sich nicht übersehen. Ihre Aquarellbilder, mit viel Liebe zum Detail, von Orten, die sie selbst besucht hat, zeugen von ihrer Begeisterung zu einer Landschaft, die zu den schönsten Gegenden von Deutschland zählt. Die Bottroperin ist ehemalige Mitarbeiterin des örtlichen Knappschaftskrankenhauses und malt bereits seit etlichen Jahren. Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand machte sie ihr Hobby zum Beruf und unterrichtet nun selbst ehrenamtlich. Unter dem Motto „Maldumal“ gibt sie ihre Liebe zur Malerei an Kinder weiter. Neben dem Erlernen der Aquarell- und Acrylmaltechniken versucht sie die kleinen Nachwuchskünstler mit ihrer Begeisterung anzustecken und die Fantasie der Kinder anzuregen. Adelheid Willkowskis Aquarelle und Acrylbilder finden auch in der Öffentlichkeit großen Anklang. Sie hat bereits einige Ausstellungen gehabt. Neben Krankenhäusern im Ruhrgebiet, stellte sie auch im Finanzamt Bottrop und im Freizeithaus Revierpark Vonderort aus. Auch mit den Kindern ihres Malkurses hatte sie schon eine Ausstellung im Knappschaftskrankenhaus Bottrop.

Die Bilder von Adleheid Willkowski können bis zum Frühjahr 2017 in den Bereichen C und D der ZAD besichtigt werden.

Bärbel Winkelmann

Eine neue Kunstausstellung wurde in diesen Tagen in den Räumen der Zentralen Diagnostik- und Aufnahmestation (ZAD) eröffnet. Die Künstlerin Bärbel Winkelmann zeigt einen Ausschnitt ihrer Werke.

Für die gebürtige Gemenerin ist dies die erste Ausstellung. Das Hobby der Acrylmalerei hatte sie erst seit 2008 für sich entdeckt. Zwar war sie als ehemalige Kindergartenhelferin schon immer kreativ unterwegs und der Umgang mit Pinsel und Staffelei nicht gänzlich unvertraut, aber es kam zu einem Schlüsselerlebnis, dass sie zu ihrem heutigen Hobby, der Malerei, führte. Auf einer Reise durch Amerika war die zweifache Mutter durch die Golden Gate Bridge dermaßen beeindruckt, dass sie diese zuhause nachmalte. Dabei stellte die 64-jährige fest, wieviel Spaß ihr das Malen machte. Auch erhielt sie aus ihrem Umfeld sehr viel positive Resonanz, was sie zusätzlich bestärkte. Durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen verfeinert Bärbel Winkelmann ihre Maltechnik.Die Bilder von Bärbel Winkelmann können bis zum Frühjahr in den Bereichen C und D der ZAD besichtigt werden.

Fotografie als Therapie

Eine besondere Fotoausstellung wurde Ende Februar 2015 in den Räumen der ZAD eröffnet. Sandra Schütte aus Reken, zeigt mit ihren Fotografien, wie sie die Welt erlebt. Sie geht mit ihrer Kamera nah an ihre Motive und lenkt den Fokus mit hoher Sensiblität und Achtsamtkeit auf zum Teil winzige Details. Sie möchte etwas sichtbar machen, das den meisten Menschen nicht mehr präsent ist. Aber auch aussergewöhnliche Perspektiven ihrer Objekte vermitteln überraschende Aspekte.

Sandra Schütte fotografiert bereits seit acht Jahren. Ihre Inspiration zur Fotografie erhielt sie von ihrem Großvater, einem begeisterten Hobbyfotografen.

Die 22-jährige arbeitet mit wenig Ausrüstung und verzichtet auch auf eine umfangreiche Nachbearbeitung. Ihr ist wichtig, dass das Motiv einen Eindruck hinterlässt und in Erinnerung bleibt und nicht die künstliche Retusche.

Ihre liebsten Motive und der wichtigste Teil ihres Lebens sind Familie, Freunde und ihre Tiere. Sie waren auch da, als sie einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Vor zwei Jahren erhielt sie die Diagnose Narkolepsie – im Volksmund auch Schlafkrankheit genannt. Rund 40.000 Menschen leben in Deutschland mit dieser Diagnose, allerdings wird eine hohe Dunkelziffer vermutet. Das Leben der jungen Frau änderte sich durch die Krankheit schlagartig. Ihre Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten konnte sie nicht fortführen. Daher widmete sie sich intensiv der Fotografie und bekam dadurch eine neue Perpektive. „Durch meine Erkrankung an Narkolepsie und die Erfahrungen, die ich dadurch gesammelt habe, habe ich noch deutlicher gelernt, auf die schönen Dinge und Details in unserer Umgebung zu schauen“, erklärt Sandra Schütte.

Inzwischen stoßen ihre Bilder auch auf öffentliches Interesse. Eines ihrer Fotos schaffte es sogar in den Jahreskalender der Meerschweinschenhilfe-Poll (http://www.fotografie-schuette.de/).

März 2015

Marie Louise Enning

Einen kleinen Teil ihrer umfangreichen Bildersammlung zeigt die Borkenerin Marie Louise Enning seit Anfang des Monats in den Räumen der ZAD des St. Marien-Hospitals Borken.

Über sich selber sagt die Hobbykünstlerin, dass sie malend auf die Welt gekommen sei. Geboren in den Niederlanden, verbrachte sie einen Teil ihrer Kindheit in Indonesien. Danach zog sie mit ihren Eltern nach Maastricht und kam mit 23 Jahren nach Deutschland. Die unterschiedlichen Kulturerfahrungen spiegeln sich in den facettenreichen Motiven ihrer Bilder wider. Aber nicht nur dort. Sie malt auch auf unterschiedlichsten Untergründen und mit verschiedensten Farben. Im Umgang mit Öl-, Acryl- und Aquarellfarben ist sie genauso sicher, wie mit Kohle oder Ostindischer Tinte.

Genauso bunt gemischt wie ihre Arbeitsmaterialien sind auch ihre Motive. Man kann die Mutter dreier Kinder in keine Schublade stecken. Sie malt überall, alles was ihre Fantasie anregt und weiß selbst vorher nie, wie das Bild letztendlich aussehen wird. Nur im Urlaub malt sie nicht. Diesen nutzt sie um Ideen und Inspirationen zu sammeln.

Inzwischen hat Marie Loiuse Enning ein eigenes Atelier in ihrem Haus. Dieses steht Interessierten nach vorheriger Terminvereinbarung zur Besichtigung offen (Atelier Enning).

Rita Körsgen

Farbgefühl

Malen ist für sie der kreative Ausdruck von Gefühlen und gehört seit ihrer Kindheit zu ihrem Alltag. Die Rede ist von Rita Körsgen, die seit Anfang des Monats mit einer Auswahl ihrer Werke die Räume der ZAD des St. Marien-Hospitals Borken mit bunten Farben bereichert.

Die Borkenerin, die im Alter von zehn Jahren mit der Aquarellmalerei begann, erhält ihre Inspiration durch Reisen – aber auchdurch die Menschen aus ihrer Umgebung.

So begeisterte sie sich bei einem Besuch ihres Sohnes, der ein Auslandssemester in Brasilien absolvierte, für das dortige Ambiente und die Lebensart und malte eine Serie von Bildern, die südamerikanisches Flair versprühen. Diese Reise durch Brasilien regte ihre Fantasie auch dazu an, eine Reihe von Portraits von Kindern und Erwachsenen in unterschiedlichen Situationen anzufertigen.

Nach langen Jahren der gegenständlichen Malerei, „aber immer in eigener Interpretation“ wie die Mutter von drei erwachsenen Kindern betont, wagte sie sich bei der Auswahl ihres jüngsten Themenbereiches an das abstrakte Genre. „Das war gar nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte“, resümiert Körsgen. „Ich begann damit, im Sommer Licht und Farben zu sammeln um sie im Winter in Acryl auf die Leinwand zu bringen“. Dass ihr dieses gelungen ist, davon können sich Interessierte ein eigenes Bild machen.

Mitarbeiter stellen aus

Kreatives Team im Krankenhaus

Eine neue Kunstausstellung wurde jetzt in den Räumen der ZAD des St. Marien-Hospitals Borken eröffnet. Diesmal stellen Mitarbeiter des Krankenhauses eine Auswahl ihrer Lieblingsstücke vor.

So präsentiert Krankenschwester Katharina Hante Naturfotografien in Nahaufnahme. Die Fotos wurden auf eine Forexplatte aufgezogen und bestechen durch Form und Farbe. Die Borkenerin hat ihre Leidenschaft vor knapp drei Jahren im Urlaub entdeckt und unternimmt seitdem regelmäßige Exkursionen in die Natur, auf der Suche nach neuen Motiven.

Auch Krankenpfleger Dominik Risthaus fotografiert leidenschaftlich gerne. Dabei ist er durch seine Familie geprägt worden. Elternund Großeltern sind begeisterte Fotografen und die Kamera gehörte immer zum Familienalltag. So geht er auch heute nicht ohne Fotoapparat vor die Tür. „Ich würde mich ärgern, wenn ich ein interessantes Motiv sehen würde und meine Kamera nicht dabei hätte“, meint der gebürtige Borkener. Der Fokus seiner ausgestellten Lieblingsbilder liegt insbesondere in der Darstellung von Dynamik und Lichteffekten.

Farbenfrohe Acrylbilder stellt Delia Timmermann vor. Die Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit hatte bereits von jeher Spaß an kreativen Tätigkeiten und begann vor drei Jahren mit der Acrylmalerei. Für die Heidenerin ist der kreative Umgang mit Farben und unterschiedlichen Materialien das beste Mittel um abzuschalten.

Foto von links: Katharina Hante, Dominik Risthaus und Delia Timmermann

Oktober 2013

„artnationdigit“

Unter dem Namen „artnationdigit“ präsentiert sich eine neue, ungewöhnliche Fotoausstellung in den Räumen der ZAD. John E. Smith aus Borken und der Rhedenser Dennis Merloy(Künstlernamen) stellen Fotos aus, die sich nicht auf ein Thema festlegen, sondern mit Ideen jonglieren.

Ein Foto, auf dem einverschlossenes Tor mit der Botschaft „keep moving forward“(vorwärts gehen), abgebildet ist, signalisiert, dass es trotz einer Barriere weiter nach vorne gehen kann. Auf einem anderen Foto irritiert den Betrachter ein VW Bully, dem ein Scheinwerfer durch ein Auge ersetzt wurde. „Es will halt alles ausprobiert werden“,meinen die Beiden „und die Reaktionen der Leute sind ziemlich positiv“, betont Merloy.

Bereits seit Jahren beschäftigen sich beide mit dem Thema Bilder, Mediendesign und dem was Menschen bewegt. Kennengelernt haben sie sich erst im letzten Jahr und kurzerhand beschlossen ein gemeinsames Projekt zu starten. Auf diesem Weg entstand das Projekt artnationdigit welches neben den Fotografien auch eine eigene Website (artnationdigit.com) beinhaltet. „Für uns ist dieses Projekt bereits zu einem Stück Lebensqualität geworden, da wir auf diesem Weg ständig neue Ideen und Ansätze entwickeln und auch unheimlich viele nette und interessante Menschen kennenlernen durften“, sagt Smith.

März 2013

Matthias Evers

Darstellung der Unendlichkeit 

Einen Blick in die unendlichen Weiten des Alls werfen können jetzt die Besucher der Zentralen Diagnostik- und Aufnahmestation (ZAD) im St. Marien-Hospital Borken. Grund hierfür ist die neue Kunstausstellung des Borkener Künstlers Matthias Evers. Er präsentiert seine großformatigen Leinwände mit plastisch anmutenden Weltraumlandschaften. Die Acrylbilder, die eine enorme räumliche Tiefe ausstrahlen, stellen Phantasielandschaften im Weltall dar. Inspiriert wurde der Künstler durch Serien wie „Star Wars“ oder „Star Trek“. „Diese Filme haben mich als Kind fasziniert und seitdem male ich Weltraumbilder. Zusätzlich hatte die Malerei für mich einen therapeutischen Effekt – ich war hyperaktiv und das Malen half mir, ruhiger zu werden“, sagt Evers.

In seinen Bildern versucht er durch kontrastreiche Ebenen eine räumliche und plastische Tiefe zu erzielen, um ihnen einen zeitlosen Unendlichkeitscharakter zu verleihen. Es gibt darin kein „Oben oder Unten“. Das entscheidet jeder Betrachter für sich.

Seine Kreativität lebt Evers nicht nur in seinen Weltraumlandschaften aus. Sein zweites Standbein ist die Erstellung von handgeschriebenen und -chlorierten Kalligraphien und Kunstschriften, die er in liebevoller Kleinarbeit herstellt. Diese Arbeiten, die er zu Anlässen wie Geburtstagen und Jubiläen auch auf Bestellung anfertigt, stellt er im internationalen Kunstportal www. Matthias Evers xarto.com vor.

Juni 2012

Mechthild Gedding

Mediterranes Flair in der ZAD

Einen Querschnitt ihrer Acrylarbeiten präsentierte die Borkener Malerin Mechtild Gedding in ihrer Ausstellung. Zu sehen waren teilabstrakte und auch gegenständliche südliche Landschaften, zum Teil als Collagen.

Die Bilder sind in kräftigen Farben gemalt, wodurch die mediterrane Ausstrahlung unterstrichen wird. Fantasie und Kreativität zeigt die Künstlerin auch durch die verwendeten Materialien. Als zweiten Schwerpunkt präsentiert sie Werke, welche Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und Konstellationen darstellen. Mechtild Gedding beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit der freien Malerei. Auf der Suche nach künstlerischem Ausdruck erwarb sie durch intensives Selbststudium sowie den Besuch diverser Seminare, unterschiedliche Techniken.

Sie ist Mitglied des Künstlerinnen-Forum Münsterland e.V., der Künstlergruppe Eigenart und seit 2001 im Kunstverein Borken-artline und mehr e.v.

Februar 2011

Dennis Merloy

Freerider mit offenem Blick 

Ungewöhnliche Fotografien regen die Fantasie von Patienten, Mitarbeitern und Besuchern der Zentralen Diagnostik- und Aufnahmestation (ZAD) an. Ob ein Bobbycar in Sepia, der einsame Fernseher im Industriepark oder die Füße im Sand. Jedes der Fotos steht individuell für sich. Trotz der unterschiedlichen Motive zeigt sich jedoch eine gemeinsame Linie.

Diese liegt in der digitalen Bearbeitung durch den Künstler, Hobbyfotograf Dennis Merloy (Künstlername) aus Rhede. Für ihn ist das Wichtigste an seinem Hobby, die Neugier einfach etwas auszuprobieren, mit Perspektiven zu experimentieren und neue Motive zu entdecken. Die Einfälle für seine Bilder kommen spontan. „Ich habe ständig irgendwelche Ideen im Kopf und, wenn diese nicht direkt umgesetzt werden können, wird es notiert und später noch einmal ausprobiert. Wenn man mit offenen Augen mit der Kamera durch die Welt läuft, wird man immer ein interessantes Motiv entdecken“. Zur Fotografie ist Merloy vor drei Jahren gekommen. „Es war eher aus einer Notwendigkeit heraus“, meint der 29-jährige. Eines seiner Hobbys ist die digitale Bildbearbeitung. Dafür benötigte er qualitativ sehr hochwertige Fotos. Um diesem hohen Qualitätsanspruch umsetzen zu können, schaffte er sich nach und nach eine professionelle Fotoausstattung an.

Weitere Hobbys Merloys sind Mountainbiking (Freeride und Downhill) und die Musik – möglichst gitarrenlastig, da er selber Gitarre spielt. Diese Hobbys lassen sich mit der Fotografie wunderbar kombinieren.

Foto: Selbstporträt des Künstlers

August 2010

Heike Wittfoth

Kreative Emotionen im Krankenhaus 

„Meine Bilder enthalten keine vorgegebenen Motive, sondern sollen die Fantasie des Betrachters anregen“, erklärt Hobbymalerin Heike Wittfoth aus Herten. Bei Betrachtung der Bilder erkennt man, dass es ihr gelingt, dieses Motto erfolgreich umzusetzen. In ihren, in Acryl-Mischtechnik gestalteten, abstrakten Werken fließen Farben, Formen und Materialien zu einer plastischen Einheit zusammen und ermöglichen – je nach Sichtweise des Betrachtenden – unterschiedliche Interpretationen. Um eine Beeinflussung zu vermeiden, erhalten die Bilder der 42-jährigen bewusst keine Titel. Teilweise geht sie sogar einen Schritt weiter, indem sie auf die Signatur verzichtet. Dadurch können die Bilder in unterschiedlichen Positionen aufgehängt werden. Es existiert kein Oben oder Unten und kein Rechts oder Links. Auf diese Weise entstehen unterschiedliche Perspektiven, die individuelle Deutungen zulassen.

Inspirieren lässt sich die Mutter zweier Kinder durch persönliche Emotionen, die sie in Form und Farbe auf die Leinwand bringt und deren Professionalität nicht erahnen lässt, dass sie erst vor vier Jahren mit der Malerei begann.

April 2010

Ute Diek

Malen als Kurzurlaub 

Vor sechs Jahren entdeckte die Bankangestellte Ute Diek aus Bottrop die Malerei als wirksames Mittel gegen den stressigen Arbeitsalltag und baute ihr Hobby aus. Ihre Bilder, die sie generell mit Acrylfarben malt, stießen bereits auf zwei Ausstellungen im Ruhrgebiet auf Interesse. Die Motivfindung entsteht intuitiv. „Ich habe mein Motiv bereits im Kopf“, meint die 48-jährige. „Abends setze ich dieses dann auf der Leinwand um“.

Am liebsten malt sie Menschen in unterschiedlichen Positionen. Aber auch Landschaften oder abstrakte Malerei werden kreativ und ausdrucksstark umgesetzt.

Januar 2010

Susanne Klauck

Erste Ausstellung der Hobbymalerin Susanne Klauck 

Farbenfroh, kreativ und experimentierfreudig so präsentiert sich die neue Acrylbild-Ausstellung der Hobbymalerin Susanne Klauck im hinteren Bereich der ZAD des St. Marien-Hospitals Borken. Die Bottroperin stellt ihre Bilder zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit vor. Zu ihrem Hobby kam die Kaufmännische Angestellte, die bereits von jeher Spaß an kreativen Tätigkeiten hatte, um einen Ausgleich zu Familie und Beruf zu haben. Auch hilft ihr die Arbeit mit Farben und den unterschiedlichen Materialien, gedanklich abzuschalten.

Die Inspiration erhält sie durch den Besuch von Kunstausstellungen und die Teilnahme an Workshops, z.B. am Kunsthof in Westerholt. „Manchmal malt man jedoch wild drauf los“, meint die 42-jährige Mutter eines Sohnes.

September 2009

Ulrich Huckschlag und Hermann Siemen Gerritsen

Holländische Künstler präsentieren Architekturfotografien 

Achitektur fotografiert mit dem besonderen Blick für klare Formen, Glas, Stahl, Licht und Schatten, Linien und Farben von Gebäuden, Brücken, Fassaden und Flächen – so stellt sich die Fotoausstellung der beiden holländischen Künstler Ulrich Huckschlag (47) und Hermann Siemen Gerritsen(50) aus Hengelo in den Räumen der Zentralen Diagnostik- und Aufnahmestation (ZAD) im St. Marien-Hospital Borken dar.

Anklang fanden ihre Fotografien bereits in Berlin, Köln, Amsterdam, Antwerpen und Hengelo und 20 weiteren Städten. Geplant sind zurzeit die nächsten Ausstellungen in Dänemark und Glasgow. „Wir verbinden unsere Ausstellungen immer mit einem Kurzurlaub und schauen uns die Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Städte an“ meint Ulrich Huckschlag. „Das ist unsere Art zu leben“. Auf einen 3-wöchigen Strandurlaub verzichten sie dafür gerne.

Huckschlag hat bereits im Alter von acht Jahren seine Liebe zur Fotografie entdeckt. Wohnort war damals noch die Geburtsstadt Arnsberg im Sauerland. Später entdeckte er seine Liebe zu Kunst, Kultur und Architektur. Durch die Verbindung beider Hobbys entstand eine kreative Ausdrucksweise. Da beide Künstler Mitarbeiter des Hengeloer Krankenhauses sind, stellen sie ihre Werke nicht nur in Galerien und öffentlichen Gebäuden aus, sondern auch in Krankenhäusern. Diese dienen ihnen zum Teil auch als Motiv.

Juli 2009

Künstlerwerkstatt Bocholt / Britta Wigbels

Kunst meets Medizin 

Das St. Marien-Hospital eröffnete jetzt, in den Räumen der ZAD, eine fortlaufende Kunstausstellung. Diese dient nicht nur zur Dekoration, sondern soll Patienten, Mitarbeiter und Besucher anregen, Atmosphäre vermitteln und letztendlich auch der Kommunikation dienen. Kunstgeschmack ist individuell. Aus diesem Grund setzt die Ausstellung auf Kontraste. Eine Gemeinsamkeit haben jedoch fast alle Bilder – sie enthalten rote Akzente. Beginnend im signalroten Eingangsbereich zieht sich die Ausstellung wie ein roter Faden durch Wartezonen und Flure und versiegt erst allmählich bei den letzten Bildern, in den hinteren Räumen. Ausgestellt sind Werke der Künstlerwerkstatt Bocholt und der Ahauser Malerin Britta Wigbels. Sie freuen sich über die Möglichkeit, ihre Kreativität einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Farbenfroh und experimentierfreudig in Material und Technik so präsentieren sich die Künstlerinnen der Werkstatt Bocholt im vorderen Bereich der ZAD.

Bereits seit 2003 setzen sie Inspirationen von Annemarie Siemen, Leiterin und Gründerin der Werkstatt, um. Hauptberuflich ist diese Projektleiterin für Kunst und Kultur in Schulen. Sie bedauert, dass die Kreativität bei jungen Menschen immer mehr verloren geht. Um diesem Zustand entgegenzusteuern bietet sie in ihrer Werkstatt Workshops an. Die Teilnehmer sind altersmäßig gemischte Gruppen zwischen 20 und 80 Jahren. Dies bietet den Vorteil gegenseitiger Inspiration. Viele feste Gruppen treffen sich bereits seit mehreren Jahren. Zum St. Marien-Hospital hat eine Gruppe bereits seit geraumer Zeit eine feste Bindung – stellvertretende Leiterin der Station A6, Sr. Bernhardine Schmeing ist begeisterte Hobbymalerin und stellte bereits etliche Bilder ihrer Gruppe, auf unterschiedlichen Stationen aus. Der hintere Bereich der ZAD offeriert ein elegantes und stylisches Kontrastprogramm. Unter dem Label „andersArtig“ präsentiert die Ahauser Künstlerin Britta Wigbels ihre Werke . Ihre Innovation beschreibt die gelernte Betriebswirtin humorvoll mit den Worten „Rent a Künstler“. Sie bietet Unikate für jeden Geldbeutel an. Zahlreiche Wohnungen von Freunden und Bekannten erhielten bereits den letzten Schliff durch ihre Werke, die sie individuell auf den Einrichtungsstil abstimmt. Dabei beweist sie Stilsicherheit und Zeitgeschmack. Sie plant mit diesem Service ihr Hobby zum Beruf machen.

2008

Delia Timmermann
Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 02681 97-4191