Onkologisches Zentrum: Der Patient im Mittelpunkt

Sie ist schockierend und beängstigend zugleich: Die Diagnose Krebs. Jährlich stellt sie das Leben von etwa 500.000 Betroffenen auf den Kopf. Eine intensive medizinische Betreuung kann im Ernstfall lebensrettend sein oder zumindest den Verlauf und die Heilungschancen der Krebserkrankung deutlich verbessern und das Leben mit der Erkrankung erleichtern.

Das Onkologische Zentrum Westmünsterland am St. Agnes-Hospital ist nun für seine umfassende medizinische Betreuung und insbesondere für die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachabteilungen im Zentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannt worden. „Wir sehen die Zertifizierung als enormen Gewinn für unsere Region und haben uns daher gerne dem großen Aufwand und den hohen Ansprüchen der Qualitätskontrolle gestellt“, sagt Priv.-Doz. Dr. Torsten Überrück, der das Onkologische Zentrum Westmünsterland leitet.

Das Zentren-Konzept der Deutschen Krebsgesellschaft ist die Basis eines Nationalen Krebsplanes, der die optimale Versorgung von Patienten sichern und transparent machen soll. Hierfür können sich Kliniken freiwillig einer strengen Qualitätskontrolle nach einheitlichen Maßstäben unterziehen und bei Erfüllung aller Anforderungen zertifizieren lassen. Kernpunkt der zertifizierten Zentren ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Experten. Diese Netzwerke aus stationären und ambulanten Einrichtungen, in denen alle an der Behandlung eines Krebspatienten beteiligten Fachrichtungen eng zusammenarbeiten umfasst Chirurgen, Radioonkologen, Pathologen, Experten für die medikamentöse Tumortherapie und weiteren Fachdisziplinen wie onkologische Pflegekräfte, Psychoonkologen und Sozialarbeiter. So ist eine umfassende Betreuung garantiert, die nicht bei der optimalen medizinischen Versorgung endet, sondern den Patienten darüber hinaus beim Umgang mit der Krankheit unterstützt.

„Das Zentren-Konzept ermöglicht uns ein individuell abgestimmtes und ganzheitliches Behandlungskonzept zu gestalten, welches ebenso psychosoziale Aspekte, wie die zusätzliche Unterstützung durch Seelsorger oder Sozialdienst, miteinschließt. Somit steht der Patient im Mittelpunkt des Handelns aller Spezialisten“, sagt Dr. Ludger Wiemer, Chefarzt der II. Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Palliativmedizin und  stellvertretender Leiter des Onkologischen Zentrums des St. Agnes-Hospitals Bocholt.

Herzstück des Onkologischen Zentrums ist die Tumorkonferenz. Hier beraten erfahrene Ärzte der unterschiedlichen Fachdisziplinen gemeinsam über die beste Therapie für jeden einzelnen Patienten. „Die Tumorkonferenz ist der Schlüssel einer bestmöglich abgestimmten multiprofessionalen Diagnostik und Therapie“, erklärt Dr. Überrück.

Durch die Zertifizierung übernimmt das Onkologische Zentrum eine besondere Stellung in der Region, schließlich ist es das einzige nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Zentrum am Niederrhein und im nahegelegenen Münsterland. Die Zertifizierung sichert dem Patienten den stetig hohen Qualitätsstandard und die bestmögliche Zusammenarbeit aller Fachbereiche, die regelmäßig von einer unabhängigen Kommission der Deutschen Krebsgesellschaft überprüft werden.

 

 

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