Gezielte Bewegung schafft mehr Lebensqualität

Ahaus. „Kinaesthetics“ – für viele ein Fremdwort, mit dem man erst einmal nichts anfangen kann. Doch tagtäglich hat jeder von uns auf verschiedene Art und Weise mit dem Begriff unbewusst zu tun. „Kinaesthetics“ bedeutet „Bewegungs-Wahrnehmung“ und die wird oft vernachlässigt. Immer mehr pflegende Angehörige und Ehrenamtliche haben Probleme, wenn sie Menschen richtig bewegen sollen, die entweder an den Rollstuhl oder ans Bett gebunden sind. Viele Probleme und Fragen ergeben sich aber auch im Berufsleben, z.B. im direkten Patientenkontakt im Krankenhaus oder im Seniorenheim. Hier helfen „Peer Tutoren“weiter, die u.a. von Kinaesthetics-Trainerin Annette Zumdick vom St. Marien-Krankenhaus Ahaus ausgebildet wurden.

Bewegungskompetenzen erlernen und alltagstauglich für Fachkräfte und Patienten machen – das ist eine der wichtigsten Kernbotschaften, die die Teilnehmer bei den „Kinaesthetics-Schulungen und -kursen von Trainerin Annette Zumdick mit auf den Weg bekommen. „Der Erhalt der physischen und psychischen Gesundheit von sowohl Pflegenden und auch Gepflegten nimmt eine entscheidende Rolle ein“, betont Zumdick. Das wurde auch bei der jüngsten Abschlusspräsentation der sogenannten „Peer Tutoren“ deutlich, die im Vorfeld 40 Stunden ihre Lerninhalte aus den vorangegangenen Grund- und Aufbaukursen vertiefen konnten.

Die meisten Absolventen haben bereits eine Berufsausbildung in der Pflege hinter sich und wollen ihren Kollegen das erworbene Wissen auf Augenhöhe vermitteln. „In Einzelprojekten wurde Theorie und Praxis miteinander verknüpft, um Alltagssituationen zu verstehen und bewältigen zu können“, erklärt Norbert Feldmann, der wie Zumdick als erfahrener Kineasthetics-Trainer gilt. „Wie bewege ich mich richtig, was kann und muss der Patient dazu beisteuern, so dass beide Seiten davon ohne Beschwerden profitieren“, ergänzt Annette Zumdick die Wichtigkeit dieser zertifizierten Fortbildung.

Ein Großteil der neuen „Peer Tutoren“ arbeiten im St. Marien-Krankenhaus in Ahaus oder dem Krankenhaus angeschlossenen Pflegeeinrichtungen. Anmeldungen und weitere Informationen zum Thema „Kinaesthetics“ erhalten Sie bei Kinaesthetics-Trainerin Annette Zumdick, entweder telefonisch unter 02561/ 99-1788 oder per E-Mail an kinaesthetics@marien-kh-gmbh.de.

Pressefoto: Kinaesthetics-Trainerin Annette Zumdick (links) und Norbert Feldmann (Lehrer für Pflegeberufe und Entbindungspflege sowie Kinaesthetics-Experte, rechts) überreichten die Abschlusszertifikate an die neuen „Peer Tutoren“

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