„Klinikum ganz vorne“

Ahaus, Bocholt, Borken. Das Klinikum Westmünsterland ist mit dem höchsten Level für Patientensicherheit für sein Engagement im „Patient-Blood-Management-Netzwerk“ (PBM) ausgezeichnet worden. An der Goethe Universität in Frankfurt am Main nahm jetzt Dr. Olaf Baumhove, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin und Schmerztherapie im St. Agnes-Hospital und Projektverantwortlicher, stellvertretend für die teilnehmenden Krankenhausstandorte des Klinikums die Auszeichnung entgegen. „Es ist ein großer Erfolg für das Klinikum und ein noch größerer Erfolg im Sinne unserer Patienten“, so Dr. Baumhove.

Ziel des PBM ist es, Blutkonserven einzusparen. Dafür hat das Klinikum Westmünsterland eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, etwa werden Patienten zu Diagnosezwecken weniger Blut abgenommen. Zum Start des Projektes hatte das Klinikum im Oktober vergangenen Jahres 500 rote Luftballons steigen lassen, denn bei genauso vielen Patienten sollen innerhalb eines Jahres auf eine Bluttransplantation verzichtet werden können. Das entspricht einer Einsparung von etwa 1.000 Blutkonserven pro Jahr.

Die Auszeichnung mit dem Gold-Level des Patient-Blood-Managements tragen deutschlandweit nur zwei andere Kliniken, darunter die Mitbegründer des Projekts, die Uniklinik in Münster. „Mit der Auszeichnung sind wir als Klinikum ganz vorne“, sagt Dr. Baumhove und zeigt sich positiv, im nächsten Jahr ebenfalls gute Daten präsentieren zu können, denn dann wird sich zeigen, ob das ehrgeizige Ziel der 1.000 eingesparten Blutkonserven erreicht wird.

Foto: Dr. Olaf Baumhove, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie im Labor des St. Agnes-Hospitals gemeinsam mit Laborleiterin Christiane Schulte-Vortmann.

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