Klinikum sorgt für medizinischen Nachwuchs

Die Diskussion um den Ärztemangel im ländlichen Raum ist nach wie vor aktuell. Antworten auf Fragen wie: „Woher kommt qualifizierter Nachwuchs?“ und
„Wie sieht die Zukunft der medizinischen Versorgung außerhalb großer Ballungsräume aus?“ werden dringender denn je gesucht. Dies nimmt das Klinikum Westmünsterland seit 2013 zum Anlass, in Eigeninitiative für medizinischen Nachwuchs zu sorgen. Als Akademisches Lehrkrankenhaus bietet es Medizinstudenten die Möglichkeit, umfassende Einblicke und Erfahrungen innerhalb des Praktischen Jahres zu sammeln – auch mit der Option nach Abschluss bleiben zu können. Diverse Studenten haben sich so bereits für das Münsterland begeistern lassen – und sind geblieben.

„Jetzt im März sind wieder sechs neue PJ-lerinnen gestartet. Wir freuen uns sehr, dass wir Studentinnen aus ganz Deutschland, beispielsweise von der Universität Greifswald oder der Charité in Berlin, für unsere Krankenhäuser im Klinikum Westmünsterland begeistern konnten“, berichtet Chefarzt PD Dr. Torsten Überrück, PJ-Beauftragter im Klinikum Westmünsterland, bei der Einführung. Das Praktische Jahr besteht aus drei Tertialen, innerhalb derer verschiedene Fachabteilungen durchlaufen werden. „Vielen Studenten
gefällt es in unseren Einrichtungen so gut, dass sie gleich zwei oder alle drei Tertiale bei uns absolvieren. Der große Vorteil gegenüber großen Universitätskliniken liegt auf der Hand. Die Betreuung ist im Klinikum intensiver, engmaschiger und persönlicher. Bei uns lernen die angehenden Mediziner selbstständiges Arbeiten und werden in den Klinikalltag als festes Mitglied integriert“, verdeutlicht Dr. Überrück den Vorteil der Krankenhäuser im Klinikum.

Dass einige Jungmediziner diesen Vorteil bereits erkannt haben, bestätigen die letzten Jahre. So haben die ersten vier PJ-lerinnen mittlerweile bereits alle eine Assistenzarztstelle im Klinikum Westmünsterland inne und sind in der Region geblieben.

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