St. Agnes-Hospital nimmt neues OP-Mikroskop in Betrieb: Besserer Durchblick für Chirurgen

Bocholt. Mit noch mehr Durchblick operieren jetzt die Chirurgen im St. Agnes-Hospital Bocholt. Seit einigen Tagen steht ihnen ein neues Operationsmikroskop zur Verfügung. Dieses wird insbesondere bei nervenchirurgischen Eingriffen an der Bandscheibe aber auch zum Nähen kleinster Gefäße und Nerven eingesetzt. Das OP-Mikroskop Vario 700 von Zeiss gehört zu den neuesten Modellen seiner Art und kostete das Klinikum Westmünsterland die stolze Summe von ca. 100.000 Euro. Zum Einsatz kommt es immer dann, wenn die Chirurgen besonders kleine Strukturen operieren müssen. „Wir haben bereits sehr gute Erfahrungen mit dem neuen Mikroskop bei mikrochirurgischen Bandscheibenoperationen an der Lendenwirbelsäule gemacht“, erklärt Dr. Markus Mischo, Fachbereichsleiter Wirbelsäulenchirurgie am Bocholter Krankenhaus. Das neue Mikroskop erweitert an der Wirbelsäule, neben den endoskopischen Operationsverfahren, die Möglichkeiten der minimalinvasiven und Gewebe schonenden Techniken.

„Das neue Mikroskop schafft zudem neue Möglichkeiten im Bereich der Dokumentation und Schulung unserer Mitarbeiter“, sagt Mischo weiter. So kann eine Operation mithilfe einer verbesserten Videolösung neben dem direkten Blick durch das Mikroskop auch auf einen integrierten Monitor übertragen werden. Der Vorteil dabei ist, dass hierdurch nicht nur der Operateur, sondern das gesamte Operationsteam den Eingriff live mitverfolgen kann. Auch die Aufzeichnung des Eingriffs ist möglich.

Aber nicht nur die in der Wirbelsäulenchirurgie kommt das neue Instrument zum Einsatz. Auch Priv.-Doz-Frank Oberpenning, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, nutzt das Mikroskop für seine Arbeit, um bei sterilisierten Männern mit erneutem Kinderwunsch durchtrennte Samenstränge wieder zusammen zu nähen.

(Pressefoto) Freut sich über das neue Hightech-Mikroskop im OP-Saal des Bocholter Krankenhauses: Dr. Markus Mischo (Mitte), Fachbereichsleiter Wirbelsäulenchirurgie.

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