St. Marien-Hospital nimmt neues OP-Mikroskop in Betrieb: Besserer Durchblick für Borkener Chirurgen

Borken. Mit noch mehr Durchblick operieren jetzt die Chirurgen im St. Marien-Hospital Borken. Seit einigen Tagen steht ihnen ein neues Operationsmikroskop zur Verfügung. Dieses wird insbesondere bei nervenchirurgischen Eingriffen an der Bandscheibe aber auch in der plastischen Chirurgie zum Nähen kleinster Gefäße und Nerven eingesetzt. Das OP-Mikroskop Vario 700 von Zeiss gehört uu den neuesten Modellen seiner Art und kostete das Klinikum Westmünsterland die stolze Summe von ca. 100.000 Euro.

Zum Einsatz kommt es immer dann, wenn die Chirurgen besonders kleine Strukturen operieren müssen. „Wir haben bereits sehr gute Erfahrungen mit dem neuen Mikroskop bei mikrochirurgischen Bandscheibenoperationen an der Lendenwirbelsäule gemacht“, erklärt Dr. Jörg Daufenbach, Leiter des Schwerpunktes Wirbeläulenorthopädie am Borkener Krankenhaus. Auch der am Krankenhaus niedergelassene Neurochirurg Priv.-Doz. Dr. Josef Pospiech nutzt das Mikroskop für Operationen von Bandscheibenvorfällen der Hals- und Lendenwirbelsäule. „Das neue Mikroskop erweitert zudem unsere Möglichkeiten im Bereich der Dokumentation und Schulung unserer Mitarbeiter“, freut sich auch Priv.-Doz. Dr. Patrick Jaminet, Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, über das neue Hightech-Gerät im Borkener Operationssaal. So kann eine Operation mithilfe einer verbesserten Videolösung neben dem direkten Blick durch das Mikroskop auch auf einen integrierten Monitor übertragen werden. Der Vorteil dabei ist, dass hierdurch nicht nur der Operateur, sondern das gesamte Operationsteam den Eingriff live mitverfolgen kann.

Auch die Aufzeichnung des Eingriffs ist möglich. Der Plastische Chirurg nutzt das neue Instrument unter anderem dazu, feinste Gefäßnähte z.B. bei einer Brustrekonstruktion anzulegen. „Bei der Nerven- oder Gefäßwiederherstellung haben wir es zum Teil mit filigransten Strukturen zu tun. Hier leistet das OP-Mikroskop hervorragende Arbeit“, so Dr. Jaminet.

(Pressefoto) Freuen sich über das neue Hightech-Mikroskop im OP-Saal des Borkener Krankenhauses: Dr. Jörg Daufenbach (rechts), und Priv.-Doz. Dr. Patrick Jaminet (links).

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