Welt-Frühgeborenen-Tag am 17.11. – wenn das größte Glück ganz klein beginnt

Bocholt. 2008 von einer Elterngruppe in Rom initiiert, ist der Welt-Frühgeborenen-Tag mittlerweile weltweit etabliert. So werden am 17.11. rund um den Globus Aktionen gestartet, um ein verbindendes Element zu schaffen. Auch das St. Agnes-Hospital beteiligt sich an dieser Aktion. Im Foyer informieren die Pflegekräfte der Mutter-Kind-Station über das Thema Frühgeburt und seine Folgen und halten kleine Präsente für junge Besucher bereit.

„Deutschlandweit ist jedes neunte Neugeborene ein Frühchen“, sagt Dr. Klaus Winter, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im St. Agnes-Hospital. Weltweit gesehen ist die Frühgeburt die häufigste Todesursache bei Kindern. Laut einer aktuellen Studie der WHO ist die Zahl der Frühgeborenen in allen Ländern steigend. „Von Frühchen spricht man, wenn die Kinder vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, also drei Wochen zu früh“, erklärt Dr. Winter. In Deutschland sind das jährlich über 60.000. Dabei betreut die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Frühgeborene ab einem geschätzten Geburtsgewicht von 1.500 Gramm. „Hauptproblem bei zu früh geborenen Kindern ist häufig die Lunge, die erst am Ende der Schwangerschaft voll entwickelt ist. Aber auch der Darm kann Probleme bereiten, weil er noch nicht richtig verdauen kann, denn eigentlich würde das Kind seine Nahrung ja noch über die Nabelschnur erhalten.

Das St. Agnes-Hospital erlebt in diesem Jahr einen wahren Geburten-Boom. Bereits bis zum Sommer dieses Jahres sind hier über 500 Kinder zur Welt gekommen.

 

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