1. Bauabschnitt der neuen Intensivstation ist fertig

Borken. Am Freitag wurde der erste Bauabschnitt zur Modernisierung der Intensivstation des St. Marien-Hospitals Borken beendet. Im Rahmen einer kleinen Einsegnungsfeier hatten auch die Mitarbeiter die Möglichkeit einen Blick in den neuen Bereich zu werfen. Für den neuen Komplex wurde der Sprechstundenbereich der ZAD aufgestockt und es ist eine neue und sehr moderne Intensiveinheit mit acht Betten entstanden. In Kürze beginnt der zweite Bauabschnitt.

Nachfolgend finden Sie einige Informationen zum Neubau:

 

WAS IST NEU?

Mit rund 20 Quadratmetern pro Bettplatz bieten die neuen Intensivzimmer ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Umfeld. Wie bereits in Ahaus und Bocholt wird auch im St. Marien- Hospital Borken das bewährte und den aktuellen Richtlinien entsprechende Hygienekonzept mit Zuordnung einer „Schleuse“ (mit hygienischer Aufbereitung der Pflegehilfsmittel) in unmittelbarer Nachbarschaft des Zimmers umgesetzt. Durch diese Konstellation kann jedes Patientenzimmer komplett isoliert werden. Ebenso erhalten die Zimmer eine technische Ausstattung, die den aktuellen Standards entspricht. U.A. ist vorgesehen, einzelne Räume mit Patientenliftsystemen auszustatten, um die Möglichkeiten einer sicheren Frühmobilisation zu optimieren. Daneben geben unterfahrbare Waschtische in allen Zimmern auch schwerkranken Patienten die Möglichkeit zur selbständigen Körperhygiene. Ein zusätzliches Patientenbad steht mobilen Patienten zum Duschen zur Verfügung. Im Mittelpunkt der Intensivstation befindet sich ein moderner zentraler Monitorplatz, in dessen unmittelbarer Umgebung sich die administrativen Arbeitsbereiche der Ärzte und des Pflegepersonals befinden. Die gesamte Logistik und Lagerhaltung der Intensivstation wurde zeitgemäß umgestellt. Neben der funktionellen Neukonzeption ist bereits in der Planung immer wieder der Fokus auf die Raumgestaltung gelegt worden. Um den schwerkranken Patienten in der technisierten Der erste Bauabschnitt zur Modernisierung der Intensivstation des St. Marien-Hospitals Borken ist beendet. Für den neuen Komplex wurde der Sprechstundenbereich der ZAD aufgestockt und es ist eine neue und sehr moderne Intensiveinheit mit acht Betten entstanden. In Kürze beginnt der zweite Bauabschnitt.

 

WARUM EINE MODERNISIERUNG?

Die alte Intensivstation ist seit mehr als 35 Jahren in Betrieb und damit „in die Jahre gekommen“. Seit ihrer Inbetriebnahme verfügt sie über 12 Intensivbetten. Um die Bevölkerung bestmöglich versorgen zu können – auch mit Blick auf den demographischen Wandel – war neben der Modernisierung eine Erweiterung der Bettenkapazität dringend notwendig. Jährlich werden auf der Borkener Intensivstation ca. 1059 Patienten behandelt. Demzufolge werden die bisherigen 12 Intensivbetten auf zukünftig 16 monitorüberwachte Plätze aufgestockt. Die dafür erforderlichen Platzkontingente entstanden durch eine Aufstockung des Sprechstundenbereiches D der ZAD. Auf zwei Ebenen bietet die Aufstockung den benötigten Platz für die Intensivmedizin und die hierfür notwendige Technik.
Umgebung Orientierung zu geben und dem gefürchteten Delir auf Intensivstationen entgegenzuwirken, wurden große Glasbilder – passend zum individuellen Farbkonzept des jeweiligen Zimmers – etabliert. Die Motive der Naturbilder vermitteln dem Betrachter das Gefühl von Tiefe. Neue, große Panoramafenster erlauben einen Blick auf die Borkener Innenstadt mit ihren zahlreichen Türmen.
Standardmäßig sind in jedem Zimmer Fernseher und jeweils pro Bettplatz ein Telefon- und Radioanschluss vorgesehen. Die bereits umgesetzten angehörigenfreundlichen Besuchszeiten werden auch weiterhin gelten.

TECHNISCHE DATEN UND FAKTEN

  • Die Bauarbeiten dauerten von April 2017 bis Februar 2018 an.
  • Es waren insgesamt 15 verschiedene Gewerke beteiligt.
  • Bislang wurden ca. 1,6 Mill. Euro investiert. Hierin sind aber zum Teil auch Anlagen enthalten, die in dem kompletten Bereich verbaut werden (z.B. die Lüftungsanlage).
  • Um aufstocken zu können, waren auf der ZAD und in den Technikräumen zusätzliche Arbeiten an der Bestandsstatik notwendig.
  • Rund 9000 m Datenleitungen werden und wurden für Telefon und Netzwerktechnik verbaut. (Angabe für alle Bauabschnitte)
  • Nur für den ersten Bauabschnitt wurden ca. 5000 m Starkstromleitungen benötigt.
  • Insgesamt 15 t Stahl sorgen für die Verstärkung von Bauteilen und stabile Betondecken.
  • Insgesamt wurden 160 m² Kühldecken in den neuen Patientenzimmern installiert.

WIE GEHT ES WEITER?
Nach der Verlegung von insgesamt acht Betten in den neuen Bereich, werden die Bauarbeiten in den nun leerstehenden Räumen fortgeführt. Die komplette Fertigstellung der Intensivstation ist für 2019 anvisiert.

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