Notfall

Hilfe für pflegende Angehörige

Kinaesthetics in der Pflege ermöglicht gezielte und professionelle Hilfe zur Selbsthilfe. „Alt werden“ zu Hause erhält eine immer größere Bedeutung. Der Erhalt der physischen und psychischen Gesundheit der pflegenden Angehörigen und Ehrenamtlichen, nehmen dabei eine entscheidende Rolle ein. Neben dem kostenlosen und individuellen Angebot der Hausbesuche bietet das St. Marien-Krankenhaus Ahaus in regelmäßigen Abständen Kinaesthetics-Grundkurse und Aufbaukurse statt, die Pflegenden Angehörigen und Ehrenamtlichen die Möglichkeit geben, Bewegungskompetenz zu erlernen.

Anwendungsbereiche

Folgende Ziele verfolgt das St. Marien-Krankenhaus mit der Kinaesthetics:

  • Patienten und Mitarbeiter in ihrer Bewegungsfähigkeit schulen und unterstützen.
  • Patienten und Mitarbeitern ermöglichen, ihre erlernte Bewegungsfähigkeit und Bewegungskompetenz als Interaktionen umzusetzen.
  • Patienten in ihrer Umgebung unterstützen und fördern, statt zu behindern.
  • Pflegende Angehörige entlasten durch fortlaufende Grundkurse und Aufbaukurse. Hier können interessierte Angehörige Wichtiges über Gesundheit und Bewegung lernen. Erfahrungen und Anregungen werden erworben, um diese bei dem zu Pflegenden in der gewohnten Umgebung umzusetzen. Individuelle Probleme werden gemeinsam analysiert.
  • Prävention am Arbeitsplatz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Westmünsterland in verschiedenen Arbeitsbereichen
Leitidee

Mit Kinästhetics können pflegende Angehörige lernen, ihre Bewegungen bewusst wahr zu nehmen und dadurch zwischen produktiver und unproduktiver Bewegung zu unterscheiden.

Menschen, die ihre eigene Bewegungs-Wahrnehmung mit Kinästhetics aufgebaut haben, können Bewegung nicht nur für die eigene Entwicklung nutzen, sondern damit auch andere Menschen fördern. So können Patienten schneller mobil werden. Sie erfahren sich als wirksam und haben optimale Bedingungen, ihre Lebensqualität direkt im positiven Sinne zu beeinflussen. Die Pflegeperson hebt den Patienten grundsätzlich nicht mehr, sondern hilft bei der Bewegung – so nimmt das Verletzungsrisiko auf beiden Seiten deutlich ab.

Jede Unterstützung wird so gestaltet, dass der/die Betroffene dabei die Selbstkontrolle über das Geschehen (Aktivität) hat. Das bedeutet, dass er/sie die Bewegungserfahrung die er/sie macht, nachvollziehen kann und sich selber dabei als wirksam erfährt.

Ausbildung

Das St. Marien-Krankenhaus bietet jedem Auszubildenden einen 3-tägigen Grundkurs in Kinästhetics, durch eine ausgebildete Kinaesthetics-Trainerin Stufe III an.

Gelehrt und gelernt wird das Kinaesthetics-Knowhow hauptsächlich durch laufende Grundkurse für alle Mitarbeiter und Auszubildenden. Parallel läuft die Praxisbegleitung auf den Stationen mit angeleiteter Bewegung und der systematischen Verarbeitung der Lern-Erfahrung, die durch eine Lernspirale ständig analysiert und wenn notwendig verändert wird. Es wird konsequent kybernetisch gelernt.
Kinaesthetics ist kein einmaliges Erlernen einer Technik, sondern ein individueller, fortwährender, anspruchsvoller Lern- und Entwicklungsprozess.

Die Kinaesthetics-Trainerin hat eine mehrjährige Ausbildung durchlaufen, ist methodisch-didaktisch ausgebildet und verfügt über eine hohe Bewegungskompetenz. Professionelle Evaluation des Vermittelten und des Erlernten sichert die hohe Qualität der Fortbildung.

Ihr Kontakt zu uns

Annette Zumdick
Kinaestheticstrainerin Stufe III
Gesundheits- und Krankenschwester

Telefon: 02561 99-1788

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