Ahauser Krankenhaus baut Darmzentrum auf

Ahaus. Das St. Marien-Krankenhaus Ahaus wird zum Schwerpunkt der Onkologischen Versorgung für den Nordkreis ausgebaut, ähnlich wie es das Bocholter Krankenhaus bereits heute für den Südkreis und den nahen Niederrhein ist. Hierzu ist die Gastroenterologie um Chefarzt Dr. Wilke von Stadtlohn am 1. April 2019 nach Ahaus gewechselt. Durch diese Verlagerung ist es unter anderem möglich, ein eigenes durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziertes Darmzentrum in Ahaus aufzubauen. Zusammen mit dem bereits in Ahaus vorgehaltenen Brustzentrum und dem  Prostatakarzinomzentrum sollen damit zukünftig für die drei häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland zertifizierte Zentren für die Patienten im Nordkreis zur Verfügung stehen.

„In der Gastroenterologie diagnostizieren und behandeln wir die Erkrankungen des Verdauungstraktes, der Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Um eine optimale Therapie zu erzielen ist für uns eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen wichtig“, erklärt Dr. Karl Wilke, Chefarzt der neuen II. Medizinischen Klinik – Gastroenterologie und Onkologie am St. Marien-Krankenhaus Ahaus. Eine rasante Entwicklung in den letzten beiden Jahrzehnten insbesondere im Bereich der Endoskopie ist kennzeichnend für das Fachgebiet der Gastroenterologie. „Die moderne Endoskopie ist ein wahres Multitalent“, freut sich Wilke. „mit ihr sammeln wir nicht nur Informationen für die Diagnosestellung und Therapieentscheidung, sondern wir können zum Beispiel auch Polypen entfernen, Frühstadien von Darmkrebs heilen und Komplikationen verhindern.“

In Ahaus finden Dr. Wilke und sein Team dafür beste Möglichkeiten vor. In den modernen und erst vor einiger Zeit erweiterten Untersuchungsräumen können neben Magen- und Darmspiegelungen auch umfangreiche interventionelle Eingriffe im Magen- und Darmtrakt, an den Gallenwegen oder der Bauchspeicheldrüse vorgenommen werden. Auch unter Ultraschallsicht kontrollierte, gezielte Punktionen sind möglich. Weiterer wichtiger Vorteil für die Patienten: Untersuchungen bei denen eine Durchleuchtung notwendig ist (z.B. ERCP oder Ösophagusstents) können dank modernster Röntgentechnologie direkt vor Ort durchgeführt werden.

Eng zusammenarbeiten wird Dr. Wilke vor allem mit seinem Kollegen Dr. Moritz Meyer, dem Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie, der für die operative Therapie im Darmzentrum Ahaus verantwortlich sein wird. Sozusagen „Tür an Tür“ wird Dr. Wilke außerdem mit Bianca Upgang, niedergelassener Gastroenterologin im Medizinischen Versorgungszentrum arbeiten. „Ich freue mich schon auf die anstehenden Aufgaben und die Arbeit in Ahaus“, so Wilke. „Die Strukturen und Möglichkeiten der engen interdisziplinären Zusammenarbeit sind wirklich hervorragend. Die Patienten werden von den kurzen Wegen profitieren.“

Zum Archiv