Allianz für Qualitätsmedizin

Das Klinikum Westmünsterland GmbH und die Krankenhaus und MVZ Maria-Hilf Stadtlohn GmbH gehen zukünftig gemeinsame Wege. Am Donnerstag, den 28. Juni haben die Gesellschafter der beiden Krankenhausträger einen Beitrittsvertrag unterschrieben.

Das Stadtlohner Krankenhaus wird durch den Zusammenschluss zum insgesamt sechsten Krankenhausstandort des Klinikums Westmünsterland. Die Stiftung Maria-Hilf Stadtlohn, als Träger des Stadtlohner Krankenhauses und der angeschlossenen Einrichtungen, wird im Rahmen des Beitritts Mitgesellschafter der Klinikum Westmünsterland GmbH und trägt damit auch Mitverantwortung für die Entwicklung aller anderen Standorte. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft. Jeder Partner bringt seine Stärken ein. Alle sind hochmotiviert, das Beste für die Menschen im Westmünsterland zu erarbeiten“, bestätigt der Stadtlohner Kuratoriumsvorsitzende, Berthold te Vrügt, den Zusammenschluss.

Auch Klaus Ehling, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Westmünsterland, sieht große Chancen in dem Beitritt des Stadtlohner Krankenhauses: „Zukunft und Qualität einer modernen Krankenversorgung können wir künftig in gemeinsamer Verantwortung besser entwickeln als in direktem Wettbewerb zueinander.“ Durch die Bündelung des Know-hows und der Strukturen bekämen die Patienten an allen sechs Standorten des Klinikums Westmünsterland eine wohnortnahe medizinische Versorgung auf höchstem Niveau sowie Zugriff auf die spezialisierten Angebote aller Standorte, so Ehling.

Ziel des Schulterschlusses zwischen Maria-Hilf und Klinikum Westmünsterland ist nach Angaben der Gesellschafter die Sicherung einer qualitativ hochwertigen, wohnortnahen und flächendeckenden Patientenversorgung im Kreis Borken. „Bund und Land forcieren das Tempo bei ihren Reformanstrengungen im Bereich der Krankenhausplanung. Von den Krankenhausträgern wird dabei der enge Schulterschluss und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit erwartet“, so Berthold te Vrügt. Der Beitritt des Stadtlohner Krankenhauses zum Klinikum Westmünsterland habe das Potenzial, zu einem Vorzeigeprojekt für die Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum zu werden, weil er in partnerschaftlichem Geist an der Weiterentwicklung einer ebenso bedarfsorientierten wie zeitgemäßen Versorgungsstruktur arbeite, ohne einzelne Standorte in Frage zu stellen, so te Vrügt.

„Mit diesem Schritt stärken wir unsere Reaktionsfähigkeit in Hinblick auf die zu erwartenden Anforderungen der Politik. Wir überlassen die Qualitätsmedizin von morgen nicht den Maximalversorgern in den Ballungszentren, sondern sichern ihren festen Platz im Westmünsterland“, versichert auch Ehling. Auch im Bereich der Mitarbeitergewinnung erhoffen sich die Beteiligten Synergien, wie te Vrügt erklärt: „Der Zusammenschluss eröffnet Perspektiven sowohl in der Sicherung der medizinischen Versorgung im Kreis als auch hinsichtlich einer gemeinsamen Positionierung als attraktiver Arbeitgeber für dringend benötigte Fachkräfte.“

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