Notfall

Aufbereitung von Medizinprodukten wird am Ahauser Krankenhaus gebündelt

Viele spannende Bauprojekte werden in den kommenden Jahren das neue St. Marien-Krankenhaus im Rahmen der angekündigten Restrukturierung der stationären Akutversorgung im Klinikum Westmünsterland prägen. Eine der ersten Baumaßnahmen am Ahauser Standort konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der Inbetriebnahme der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, kurz AEMP, wird damit eine erste Abteilung am Ahauser Krankenhaus gebündelt.

Zu der insgesamt 12-köpfigen Abteilung gehören auch fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch die Zusammenlegung der Ahauser und der Stadtlohner Abteilung aus dem Krankenhaus Maria Hilf nun an neuer Arbeitsstätte im St. Marien-Krankenhaus Ahaus tätig sein werden. „Einige unserer Ahauser Kolleginnen und Kollegen kannte ich bislang nur vom Telefon“, erzählt Angelika Bausch, die zuvor am Stadtlohner Krankenhaus tätig war und ergänzt: „Wir sind hier jedoch herzlich aufgenommen worden und haben durch die neuen Räumlichkeiten und Gerätschaften tolle Arbeitsbedingungen. Bausch spricht damit die 250 Quadratmeter großen Räumlichkeiten der AEMP an, die im Sockelgeschoss des Ahauser Krankenhauses errichtet wurden. Das Bauprojekt wurde im Februar mit ersten Abrissarbeiten gestartet und konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden.

„Als Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte übernehmen wir eine entscheidende Rolle in der Sicherstellung der Hygiene im Krankenhaus und dem Schutz von Patientinnen und Patienten sowie dem Krankenhauspersonal vor Infektionen“, erklärt Christian Haupt, Leiter der Ahauser AEMP. „In unserer Abteilung durchlaufen alle Medizinprodukte, die steril bei Patienten zur Anwendung kommen und zur mehrmaligen Aufbereitung zugelassen sind, einen genau vorgegebenen Aufbereitungsprozess.  So werden beispielsweise die OP-Instrumente aus dem Operationssaal bei uns maschinell gereinigt, desinfiziert, sterilisiert und wiederverpackt“, verdeutlicht Haupt.

Mit der nun erfolgten Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten geht außerdem eine Namensänderung einher: So war die AEMP bislang noch als Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA), oftmals nur „Steri“, bekannt. „Um den speziellen Anforderungen und gestiegenen Qualitätsansprüchen des heutigen Krankenhausalltags gerecht zu werden, haben wir im Rahmen der Umbaumaßnahmen auch die technische Ausstattung den neusten Standards der Medizintechnik angepasst“, erzählt Hendrik Hölscher, stellvertretender Leiter Technik im St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Stadtlohn-Vreden. „In dem Bauprojekt haben wir zudem die Elektro- und Netzinfrastruktur der Abteilung sowie die Versorgung mit medizinischen Gasen und Wasser aufwändig und komplett erneuert“, so Hölscher. „Die AEMP im St. Marien Krankenhaus Ahaus ist nach modernsten und energieeffizienten Standards ausgerichtet.“

Durch die Verlagerung und Integration der Stadtlohner Abteilung nach Ahaus wird damit auch das Krankenhaus Maria Hilf künftig, wie bereits mit dem St. Marien-Hospital Vreden praktiziert, über die Ahauser AEMP mit aufbereiteten sterilen Medizinprodukten versorgt.

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