Notfall

Baustart für das neue SPZ-Gebäude am St. Agnes-Hospital

Mit dem obligatorischen „ersten Spatenstich“ haben Dr. Eva Hahn, Chefärztin der Klinik für Kinder-und Jugendmedizin, und Oberärztin Isabella Fischert das Startsignal für den Neubau des Sozial-Pädiatrischen-Zentrums (SPZ) am St. Agnes-Hospital Bocholt gegeben. Tatkräftige Unterstützung erhielten die beiden Medizinerinnen dabei von Krankenhausgeschäftsführer Herbert Mäteling, dem technischen Leiter Maik Vering sowie von Klaus Ehling, dem Vorsitzenden der Stiftung St.-Agnes-Hospital Bocholt.

„Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht“, so Isabella Fischert. Die ärztliche Leiterin des SPZ sieht durch die neu entstehenden Räumlichkeiten die Chance, „dass das SPZ zukünftig auch baulich den stetig steigenden Patientenzahlen gerecht wird.“ Das SPZ steht Eltern zur Seite, die sich im Rahmen einer Erkrankung Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes machen. Ein speziell geschultes Team hilft bei der Früherkennung und Behandlung von Kindern, die Auffälligkeiten in ihrer körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Entwicklung aufweisen. Allein Im Jahr 2020 wurden im SPZ knapp 3400 Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsauffälligkeiten jeglicher Art, Behinderung oder drohender Behinderung behandelt. Auch die Frühgeborenennachsorge, die Betreuung von Kindern mit Ausscheidungsstörungen, die medikamentöse Einstellung von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom und die neuroorthopädische Betreuung von Kindern sowie die Mitbetreuung chronisch kranker Kinder sind feste Bestandteile der SPZ-Arbeit. Das multiprofessionelle Team, bestehend aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und –therapeuten, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern und Pflegefachkräften begleiten und beraten die Kinder und deren Familien oft auch über das 18. Lebensjahr hinaus.

„Bisher ist das SPZ im Erdgeschoss des Krankenhauses untergebracht“, erklärt Herbert Mäteling, Geschäftsführer im Klinikum Westmünsterland, „aufgrund der geplanten Erweiterung des Bettenhauses ist nun jedoch eine Verlagerung notwendig. Das möchten wir nutzen, um gleichzeitig ein verbessertes und größeres Raumangebot für dieses so wichtige Angebot in der Region zu realisieren. Wir sind der Stiftung sehr dankbar, dass sie mit der nun stattfindenden Vergrößerung des Ärztehauses II die Möglichkeiten hierfür schafft.“
Als Bauträger hatte sich die Stiftung St. Agnes-Hospital Bocholt bereit erklärt, eine bauliche Erweiterung des Ärztehauses II vorzunehmen, damit das medizinische Angebot des SPZ weiterhin in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus erbracht werden kann. Hierzu werden im Erdgeschoss des neuen Baukörpers 600 Quadratmeter zur Verfügung gestellt. Insgesamt entstehen auf drei Etagen ca. 1.800 Quadratmeter. Die weiteren Flächen werden für die Ausgliederung einer Arztpraxis sowie für Verwaltungsräume des Krankenhauses genutzt.

„Wenn zum Wohle der Kinder und Jugendlichen Hilfe in Anspruch genommen werden muss, dann sind die Familien hier im SPZ fachlich schon immer bestens aufgehoben gewesen“, lobt Klaus Ehling von der Stiftung St.-Agnes-Hospital Bocholt die Arbeit der Mitarbeitenden und wagt einen Ausblick auf den Bauabschluss, „wenn die neuen Räumlichkeiten erst einmal bezogen werden, erfährt diese wichtige und gute Arbeit dann auch die entsprechende bauliche Wertschätzung und ein noch professionelleres architektonisches Setting.“

Zum Archiv