Notfall

Besondere Auszeichnung für das Ahauser Endoprothetikzentrum

Ahaus. Das Endoprothetikzentrum im St. Marien-Krankenhaus Ahaus ist ab sofort als einziges seiner Art in der Region als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) ausgezeichnet worden. Dies ergab die umfangreiche Zertifizierung durch das Unternehmen Clarcert im Auftrag der führenden Fachgesellschaften, die das Zentrum anhand umfangreicher struktureller und inhaltlicher Kriterien zuletzt geprüft hat.

Auf das höchstmögliche Qualitätssiegel ist EPZ-Leiter Dr. Peter Ströcker sehr stolz. „Patientinnen und Patienten können sich damit sicher sein, dass die Qualität der Versorgung den allerhöchsten Ansprüchen entspricht. Das zeigt, dass wir uns nicht hinter den bekannten überregionalen Fachkliniken verstecken müssen.“ Die Auszeichnung als Zentrum der Maximalversorgung bedeute auch, dass in Ahaus sehr komplexe Fälle und schwierigste Operationen bis zur aufwändigen Revisionsendoprothetik, also dem Austausch eines bereits implantierten Kunstgelenkes, durchgeführt werden. Diese Eingriffe gehören neben der endoprothetischen Primärversorgung am Hüft- und Kniegelenk zu den operativen Schwerpunkten des Zentrums. Nach der erstmaligen Zertifizierung 2015 und der erneuten Zertifikatsverleihung im Jahr 2018 ist das nun erfolgte Upgrade zum Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung Ausdruck der stetigen Weiterentwicklung. „Wir konnten in den vergangenen Jahren viele Prozesse auf den Weg bringen, von denen besonders die Patienten profitieren. Hierzu gehören eine Reduzierung der Wartezeiten durch verbesserte Abläufe, die Digitalisierung der Patientenakten und die Garantie, dass endoprothetische Eingriffe an Hüft- und Kniegelenk stets von einem erfahrenen und qualifizierten Haupt- oder Seniorhauptoperateur durchgeführt werden“, so Ströcker. Der Mediziner ist seit 2017 als Chefarzt im Ahauser Krankenhaus tätig.

Auch Holger Winter, Geschäftsführer des St. Marien-Krankenhauses Ahaus-Stadtlohn-Vreden, freut sich über die Auszeichnung: „Gerade in der aktuellen Zeit, in der Fallzahlen coronabedingt eher rückläufig sind, konnten wir die hohen Ansprüche der Zertifizierung in vollem Umfang erfüllen. Diese Tatsache ist Ausdruck der tollen Arbeit, die in unserem Endoprothetikzentrum seit Jahren geleistet wird, welches daher auch bei Patientinnen und Patienten im Umkreis den Stellenwert als erste Anlaufstelle für endoprothetische Eingriffe angesehen wird“, erklärt Winter erfreut.

Um die Anerkennung als EPZmax zu erhalten, muss das Zentrum gewährleisten, dass endoprothetische Eingriffe an Hüft- und Kniegelenken stets von einem erfahrenen und qualifizierten sogenannten „Haupt- oder Seniorhauptoperateur“ vorgenommen oder diese zumindest unter deren Aufsicht begleitet werden. Auch der für die Anerkennung als EPZmax geforderte Fort- und Weiterbildungsauftrag und die Durchführung von wissenschaftlichen Untersuchungen werden von dem Ahauser Zentrum gewährleistet.

Gelobt wurde im Rahmen der Zertifizierung auch das sehr gute, kollegiale und freundliche Betriebsklima, in dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konstruktiv, engagiert und zielgerichtet ihrem Versorgungsauftrag gerecht werden. „Die Auszeichnung ist auch das Ergebnis einer großartigen Teamarbeit, die zum Erfolg unseres Endoprothetikzentrums in erheblichem Maße beiträgt. Unsere Patienten können sich daher bei uns im Hause rundum sicher fühlen“, so Ströcker. Der Zentrumsleiter spielt damit auf die Zusammenarbeit vieler verschiedener Professionen und Kooperationspartner an, die in der Abteilung zum Wohle des Patienten mit eingebunden sind.

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