Notfall

Bilderausstellung im Kreishaus: Patienten zeigen ihre Werke

In Phasen psychischer Erkrankungen und Belastung spielt sich vieles im Menschen ab. Die Ergotherapie des Zentrums für seelische Gesundheit im St. Vinzenz-Hospital Rhede leitet zu kreativen Mitteln und Wegen an, sich auszudrücken und Gefühle und Gedanken nach außen zu tragen. „Künstlerisches Gestalten kann den Weg aus der psychischen Krise unterstützen“, so Nina Balzer, Leitung der Ergo- und Physiotherapie des St. Vinzenz-Hospitals.

Im Rahmen eines engagierten Kooperationsprojektes mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Borken sind zahlreiche künstlerische Werke von Patienten und Patientinnen des St. Vinzenz-Hospitals entstanden, die im Fachbereich Gesundheit des Kreises Borken ausgestellt und präsentiert werden. Alle zwei Jahre wird der Flur im Kreishaus mit neuen Patientenwerken aus der Ergotherapie gestaltet. Vor wenigen Tagen wurde nun die zweite Ausstellung im Kreishaus in Borken im Beisein von Landrat Dr. Kai Zwicker eröffnet.

„Die Ausstellung im öffentlichen Raum soll dazu beitragen, das Thema psychische Krise/Erkrankung aus einer Tabuzone zu befreien und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, so Bernadette Fuest, Mitarbeiterin im Sozialpsychiatrischen Dienst. Das seit 2019 bestehende Kooperationsprojekt ist eingebunden in den Sozialpsychiatrischen Verbund, der sich das Ziel gesetzt hat, die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen zu verbessern, ihre Lebensqualität zu erhöhen und Angehörige wirksam zu unterstützen.

Sozialpsychiatrischer Dienst:

Der Sozialpsychiatrische Dienst bietet Beratung und Unterstützung für Menschen in seelischen Krisen, bei psychischen Erkrankungen und bei Suchtproblemen. Auf Wunsch werden Menschen aus dem sozialen Umfeld in die Beratung einbezogen. Das Unterstützungsangebot richtet sich an Bürgerinnen und Bürger im Kreis Borken. Der Sozialpsychiatrische Dienst kooperiert mit verschiedenen Dienstleistern und Institutionen des Sozialpsychiatrischen Verbundes im Kreis Borken. Bei Erforderlichkeit werden Wege in die ortsnahe, stationäre oder teilstationäre psychiatrische Behandlung aufgezeigt. Präventive Projekte helfen gesellschaftliche Vorurteile abzubauen, Informationsveranstaltungen tragen zur Stärkung der individuellen Gesundheitsressourcen bei.
Ansprechpartnerin: Bernadette Fuest, Tel.: 02861/681-6018

Ergotherapie im St. Vinzenz-Hospital:

Das St. Vinzenz-Hospital in Rhede ist Ansprechpartner für Menschen, die einer psychiatrischen, psychotherapeutischen oder psychosomatischen Behandlung bedürfen. In der Klinik kümmert sich ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, Pflegekräften sowie Ergo- und Physiotherapeuten um das Wohlergehen der Patientinnen und Patienten. Die Klinik kommt der gemeindenahen Vollversorgungsverpflichtung für den Südkreis Borken in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, dem Sozialpsychiatrischen Dienst sowie den ergänzenden Spezialeinrichtungen für Wohnen und Freizeit nach. Ferner ist sie auch Mitglied des Sozialpsychiatrischen Verbundes im Kreis Borken. Innerhalb der Ergotherapie soll den Patientinnen und Patienten des St. Vinzenz-Hospitals ermöglicht werden, für sich bedeutungsvolle Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit durchführen zu können.
Ansprechpartnerin: Nina Balzer, Tel.: 02872/802380

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