Brustzentrum Westmünsterland setzt mit “Pink-Paddler”-Aktion großes Zeichen gegen Brustkrebs

Ahaus/Bocholt. Über 70.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, die leider oft noch mit Ängsten, Verzweiflung und Hilflosigkeit verbunden wird. Ein Grund, warum das Brustzentrum Westmünsterland zusammen mit dem Borkener Dragonboat- Club eine erlebnisreiche „Pink-Paddler“-Aktion auf dem Pröbstingsee in Borken auf die Beine gestellt hat.

„Wir sitzen alle in einem Boot“ – eine Redewendung, die beim Thema Brustkrebs gleich in mehrfacher Bedeutung zutrifft, erst recht im Rahmen einer sogenannten „Pink-Paddler“-Aktion auf dem Pröbstingsee. „Der See wurde von uns kurzerhand zum pinken Meer gemacht. Das war ein tolles Bild, was uns allen gezeigt hat, was wir zusammen trotz Erkrankung mit viel Lebensfreude erreichen können“, so das Fazit einer Brustkrebs-Patientin nach dem spannenden Spektakel auf dem Wasser.

Insgesamt 30 Damen in pinkfarbenen Shirts setzen auf dem See ein ganz wichtiges Zeichen, dass man mit der Diagnose Brustkrebs nicht allein gelassen wird, sondern im Team agiert und bei der Therapie zusammen „in einem Boot“ sitzt. Daher gehörten zur Besatzung der beiden Drachenboote neben den begeisterten Brustkrebs-Patientinnen auch ihre behandelnden Ärztinnen, speziell ausgebildete Brustschwestern und weitere Mitarbeiterinnen des zertifizierten Brustzentrums Westmünsterland, welches ein Teil vom Klinikum Westmünsterland ist.

Ein großer Dank geht an den Dragonboat-Club Borken, der diese farbenfrohe Aktion erst ins Rollen gebracht und mit vielen Vereinsmitgliedern an Land und im Wasser begleitet hat. Denn die „Pink Ladies“ des Brustzentrums wurden hier im Vorfeld durch international erfolgreiche Drachenboot-Sportlerinnen und -sportler geschult und trainiert. „Wir freuen uns sehr, dass wir die weltweite Pink-Paddler-Bewegung nun auch in Borken mit einem tollen Team umgesetzt haben“, sagt Organisator Carsten Bacher, Vorsitzender des Dragonboat-Clubs, mit einem strahlenden Lachen im Gesicht. Ziel ist es, dass diese gemeinsame Aktion regelmäßig wiederholt wird und dass sich das „Pink-Paddler“-Team nicht nur am Standort Pröbstingsee trifft, sondern sich auch bei auswärtigen Regatten mit weiteren Pink-Paddlern anderer Brustzentren misst und ins Gespräch kommt – alles natürlich mit Spaß und nicht mit Leistungsdruck verbunden.

Hintergrund: Das „Pink-Paddling“ geht zurück auf den kanadischen Sportmediziner Dr. Don McKenzie. Er konnte schon in den 90er-Jahren zeigen, dass Frauen nach Brustkrebs dank Pink-Paddling mobil bleiben und dabei insbesondere Lymphabflusswege, Muskulatur und vor allem ihre Seele trainieren. Das gemeinsame Paddeln im Drachenboot ist somit ein idealer Reha-Sport, der den Betroffenen hilft, ihr Gleichgewicht wieder zu finden. In über 120 Ländern gibt es inzwischen mehrere tausend „Pink Paddler“, die den Sport ausüben und gegen Brustkrebs aufs Wasser gehen – Tendenz steigend.

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