Notfall

Das St. Agnes-Hospital investiert in die Zukunft

Bocholt. Wie bekannt, werden Gynäkologie und Geburtshilfe im Jahre 2022 von Borken nach Bocholt verlagert und in Bocholt gebündelt. Neben der konzeptionellen und personellen Vorbereitung sind auch umfangreiche Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen notwendig, damit die Neugeborenen und ihre Familien in der neuen gemeinsamen größeren Struktur optimal aufgehoben sind.

SANIERUNG UND ERWEITERUNG DES KREISSSAALES
Dabei werden die modernsten medizinischen Konzepte berücksichtigt, wie z. B. die „Wand-an-Wand“-Versorgung für die Intensiv-Versorgung von Frühgeborenen ab 1.500 Gramm Geburtsgewicht, aber auch alle Formen von familienfreundlicher Begleitung „Rund um die Geburt“. So wird ein zusätzlicher Kreißsaal, der auch für Notfälle genutzt werden kann, geschaffen. Des Weiteren werden zusätzliche Untersuchungs- und Überwachungsräume eingerichtet sowie ein vorgelagerter Ultraschalluntersuchungsraum. Hier können dann zukünftig zirka1.500 Geburten im Jahr stattfinden. Nach dem Zusammenschluss wird von ungefähr 1.300 Geburten ausgegangen. Die Erweiterung wird 143 m² beinhalten. Die Gesamtfläche des neuen Kreißsaalbereichs wird dann 564 m² betragen. Für die Zeit der Umbaumaßnahme muss der Kreißsaal für zirka 9 Monate auf eine Station verlagert werden. Dies wird voraussichtlich nicht vor Mitte April der Fall sein. Auch dann wird sichergestellt sein, dass die Betreuung der Schwangeren auf gleich hohem Niveau wie bisher erfolgt.

ERWEITERUNG DES BETTENHAUSES: SANIERUNG UND ERWEITERUNG DER MUTTER-KIND-STATION
Aufgrund der Bündelung der Gynäkologie und Geburtshilfe im Südkreis ist eine Erweiterung der stationären Bettenkapazität im 2. Obergeschoss des St. Agnes-Hospitals notwendig. Außerdem soll die Mutter-Kind-Station umfangreich saniert werden, so dass zukünftig alle Patientenzimmer mit einer integrierten Nasszelle ausgestattet sind. Auch das bereits bestehende familienfreundliche Angebot wird weiter ausgebaut, z. B. durch einen „Daddy-Room“ (Übernachtungsmöglichkeit für Väter) und ein Familienzimmer. Spezielle Einzelzimmer mit einer integrierten Überwachungseinheit für Neugeborene sorgen zukünftig dafür, dass Mutter und Neugeborenes, auch bei einer medizinischen Überwachung des Neugeborenen, nicht mehr getrennt werden müssen. Außerdem werden einige Zimmer mit CTG-Überwachungsmöglichkeit ausgestattet. Auch der Bereich für Frühgeborene (mit oder ohne Intensivbehandlung) wird umfangreich modernisiert.

Um die notwendige Vergrößerung und Modernisierung der Mutter-Kind-Station zu ermöglichen, wird das Bettenhaus im St. Agnes-Hospital Bocholt um einen dreistöckigen Anbau in Richtung Park erweitert. Der Neubau umfasst eine Gesamtfläche von 1.630 m². Er beheimatet im 2. Obergeschoss die Erweiterung der Mutter-Kind-Station. Im ersten und im dritten Obergeschoss des neuen Anbaus entstehen jeweils weitere acht zusätzliche 2-Bett-Zimmer mit integrierter Nasszelle, die dem St. Agnes-Hospital den dringend benötigten Raum für die weiter notwendigen Stationsanierungen im Bestand geben werden. Die Erweiterungsfläche für die Mutter-Kind-Station allein umfasst 541 m². Insgesamt entstehen hier fünf zusätzliche 2-Bettzimmer mit integrierten Nasszellen, sowie ein neuer multifunktionaler Familienaufenthaltsraum mit Speisemöglichkeiten für Patentinnen und deren Angehörige inklusive einer Terrasse. Mit der Baumaßnahme soll Ende 2020 begonnen werden. Sie soll Mitte 2022 abgeschlossen sein.

Die gesamten Baukosten belaufen sich auf ca. 4,5 Mio Euro. Das St. Agnes-Hospital wird für die Baumaßnahme Fördermittel bei der Landesregierung beantragen.

ÜBER DEN GENAUEN ZEITPLAN DER VERSCHIEDENEN BAUMASSNAHMEN SOWIE DIE DETAILLIERTEN PLANUNGEN WERDEN WIR SIE WEITERHIN AUF DEM LAUFENDEN HALTEN UND RECHTZEITIG INFORMIEREN.

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