Der 1. März ist der „Tag der Hand“

Borken, 1. März 2018 – In diesem Jahr findet bundesweit erstmals der „Tag der Hand“ statt. Auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie e.V. (DGH) soll damit ein Bewusstsein für die Komplexität der menschlichen Hand geschaffen und auf die oft schwerwiegenden Folgen, die Handverletzungen nach sich ziehen können, hingewiesen werden. Die Prävention von Handverletzungen steht damit sowohl für Patienten wie auch Ärzte im Fokus. Die häufigsten Ursachen von Verletzungen sind Arbeitsunfälle, dicht gefolgt von Freizeit- und Sportverletzungen. Allein in der Silvesternacht werden in einem großstädtischen Krankenhaus jedes Jahr etwa 50 bis 60 schwere Verletzungen versorgt. Auch Erkrankungen der Hand, z. B. durch Arthrose oder Rheuma, sowie Fehlbildungen und Fehlstellungen sind Probleme, die Handchirurgen behandeln. „Viele Patienten sind sich nicht darüber im Klaren, wie elementar die Handfunktion für die Bewältigung des Alltags, für Arbeit und Freizeit ist“, sagt Priv.-Doz. Dr. Patrick Jaminet, Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie am St. Marien-Hospital Borken, „wir wollen den Tag der Hand dazu nutzen, um auf die Komplexität der menschlichen Hand sowie über mögliche Erkrankungen und Verletzungen hinzuweisen und über sinnvolle Präventionsmaßnahmen aufzuklären.“ Die menschliche Hand ist ein Wunderwerk: Sie besteht aus 27 Einzelknochen, zahlreichen Sehnen, Bändern, Nerven und Muskeln. Das Zusammenspiel aller Teile ist äußerst komplex, sodass kleine Verletzungen oft große Wirkungen zeigen können. Ist die Hand einmal verletzt, können Handchirurgen heute durch Operationen viel erreichen, bis hin zur kompletten Rekonstruktion von Knochen, Sehnen, Nerven und Gefäßen.

Dennoch bleiben fast immer Beeinträchtigungen zurück. „Umso wichtiger ist es, dass Patienten im Fall von Problemen an der Hand schnell einen Handchirurgen aufsuchen“, erklärt der Chefarzt. Denn anders als der Name vermuten lässt, sind Handchirurgen nicht nur auf chirurgische Eingriffe sondern auf alle Probleme der Hand spezialisiert. Eine dreijährige Zusatzausbildung, die an eine andere Facharztausbildung wie z.B. den Facharzt für Plastische Chirurgie, angeschlossen wird und zur Zusatzbezeichnung „Handchirurg“ führt, qualifiziert Handchirurgen, das so wichtige und filigrane Körperteil sowohl konservativ als auch operativ zu behandeln.

PRESSEFOTO: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Jaminet (rechts) versorgt mit Assistenzarzt Lukasz Repich die Hand eines Patienten.

Zum Archiv