Die letzten Umzugstermine der Stadtlohner Kliniken stehen fest

Wie bereits berichtet bündelt das Klinikum Westmünsterland schrittweise die stationäre Versorgung im Nordkreis am St. Marien-Krankenhaus Ahaus. Jetzt stehen die Umzugstermine der letzten Abteilungen des Stadtlohner Krankenhauses fest.

Am Samstag, den 15. Oktober wird die stationäre Versorgung in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie unter der Leitung von Chefarzt PD. Dr. Stefan Lakemeier vor Ort in Stadtlohn beendet und an das St. Marien-Hospital Borken verlagert. Die Abteilung nimmt in Borken am Montag, den 17. Oktober ihren regulären Betrieb neu auf. Ambulante Termine im MVZ Stadtlohn im Bereich der Chirurgie und Neurochirurgie bleiben bestehen, da das ambulante Angebot in Stadtlohn auch nach Beendigung des Krankenhausbetriebs fortgeführt wird.

Die Klinik für Kardiologie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Alessandro Cuneo und die Klinik für Diabetologie beenden am Samstag, den 22. Oktober die stationäre Versorgung in Stadtlohn und nehmen am Montag, den 24. Oktober als neue I. Medizinische Klinik für Kardiologie, Angiologie und Diabetologie in Ahaus ihren Betrieb auf. Auch alle weiteren Bereiche und Mitarbeitenden wechseln an diesem Tag dann an das St. Marien-Krankenhaus Ahaus bzw. an das St. Marien-Hospital Vreden. Alle Patienten mit Terminen in den entsprechenden Kliniken werden rechtzeitig über die Veränderungen informiert.

Wichtig: Bereits einen Tag vorher, am Freitag, den 21. Oktober, endet in Stadtlohn die stationäre Notfallversorgung. Ab diesem Tag werden Notfälle nur noch am Standort Ahaus versorgt. Die Rettungsdienste sind informiert und steuern automatisch das richtige Krankenhaus an. Notfälle die eigenständig ohne den Weg über die Rettungsdienste das Krankenhaus aufsuchen, müssen direkt das Ahauser Krankenhaus ansteuern.

Nach Beendigung der stationären Versorgung sehen die weiteren Planungen für den Standort Stadtlohn die Fortführung und den Ausbau der ambulanten medizinischen Versorgung in einem medizinischen Versorgungszentrum vor. Ergänzt wird das Leistungsangebot um ein Telemedizinisches Kompetenz- und Versorgungszentrum. Zudem werden am Standort spezialisierte Pflegeangebote mit vollstationärer Pflege sowie Kurzzeit- und ambulanter Pflege etabliert.

Für das St. Marien-Hospital Vreden stehen die Umzugstermine der stationären Rheumatologie und der Geriatrie und der Inneren Medizin noch nicht fest. Die stationäre Versorgung in Vreden wird nach der Beendigung in Stadtlohn unverändert in vollem Umfang fortgeführt.

Hintergrund:
Am Samstag, den 22. Oktober endet die stationäre Versorgung am Krankenhaus Maria-Hilf und damit eine lange Tradition in der Gesundheitsversorgung in der Region. „Wir wissen, dass dieser Schritt für viele Menschen in Stadtlohn vor allem auch für unsere Mitarbeitenden einen tiefen und emotional bewegenden Einschnitt darstellt“, erklärt Holger Winter. „Nicht jeder war und ist mit unserer Entscheidung, die stationäre Versorgung an einem Krankenhausstandort im Nordkreis zu bündeln, einverstanden. Mit Blick auf die Zukunft und unsere Verantwortung langfristig eine qualitativ hochwertige Versorgung zu sichern, wie sie die Menschen in der Region verdient haben, ist das jedoch ein richtiger und notwendiger Schritt. Wir danken von Herzen allen Menschen, die an der Geschichte des Krankenhauses beteiligt sind und waren, für ihren Einsatz im Dienste der uns anvertrauten Patienten. Wir werden diese Geschichte am neuen gemeinsamen Krankenhaus am Standort Ahaus erfolgreich fortschreiben und vertrauen auf die Unterstützung der Bevölkerung.“

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