St. Agnes-Hospital und Uniklinikum Düsseldorf kooperieren

Bocholt, Düsseldorf. Jeder Zehnte in Deutschland leidet unter Schulterschmerzen. Bei der Behandlung dieser Schmerzen, ist die Operation immer das letzte Mittel der Wahl. Wenn aber eine Operation nötig ist, können hiermit sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Bereits 2017 etablierte Dr. Bernd Hinkenjann, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie  im St. Agnes-Hospital die sogenannte „Verso-Schulterprothese“, eine in Deutschland bisher kaum bekannte, in Großbritannien aber überaus akzeptierte Prothesenart. Darauf wurde nun auch die Universitäts-Klinik in Düsseldorf aufmerksam und kooperiert nun mit Dr. Hinkenjann.

Gemeinsam mit Dr. Martin Hufeland, Oberarzt der Universitäts-Klinik für Orthopädie, operierte der Chefarzt eine Patientin, die unter einer chronisch verrenkten Schulter bei Riss der Sehnenhaube litt. Das Besondere an der Schulterprothese – die durch Dr. Hinkenjann weiter etabliert wird – sie ist zement- und schaftfrei. „Eine echte Innovation“, sagt Hinkenjann. Der Vorteil liegt im Aufbau des Modells. Die Prothese ist kürzer als die für gewöhnlich in Deutschland implantierten. Dies ermöglicht weitaus weniger Knochenmasse abzutragen. Da sie ohne Schaft auskommt und zementfrei eingesetzt werden kann, ist der operative Eingriff ebenfalls einfacher und kleiner. Auch Patienten, bei denen ein Prothesenwechsel nach einigen Jahren eingeplant werden muss, profitieren hiervon.

Foto: Dr. Bernd Hinkenjann (links), Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im St. Agnes-Hospital gemeinsam mit Dr. Martin Hufeland, Oberarzt der Universitäts-Klinik für Ortorthopädie, im OP des Uni-Klinikums Düsseldorf.

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