Spende für herzkranke Kinder

Über eine großzügige Spende von 1.000 Euro für herzkranke Kinder durch die Selbshilfegruppe „Herzpflaster“ durfte sich jetzt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Agnes-Hospital Bocholt freuen. Vorsitzende Bianka Arndts überreichte den symbolischen Scheck an Chefarzt Dr. Winter und die neue Oberärztin Kathrin Wissing.

Einen Verwendungszweck für die Spende wurde auch schon gefunden. Das Geld fließt in die Anschaffung eines modernen Ultraschallkopfes, der bei der sogenannten Echokardiographie (Ultraschallaufnahmen des Herzens) in der Kinderklinik zum Einsatz kommt.

„Mit dem neuen Gerät können wir bei unseren kleinen Patienten die feinen Strukturen des kindlichen Herzens besonders genau darstellen“, freut sich Dr. Klaus Winter. „Dies hilft uns, um zum Beispiel Fehlbildungen oder Funktionsstörungen zu erkennen und anschließend erfolgreich behandeln zu können.“ Angeborene Herzfehler zählen zu den häufigsten angeborenen Anomalien des Menschen. Von 1.000 Neugeborenen sind etwa 7 bis 8 Kinder von einer angeborenen Anomalie des Herzens betroffen. Da sich die angeborenen Erkrankungen von den erworbenen Erkrankungen des Herzens im Erwachsenenalter erheblich unterscheiden, erfordert die spezialisierte Behandlung von Herzerkrankungen im Kindesalter spezielles Wissen und große Behandlungserfahrung.

„Wir freuen uns daher besonders, dass wir im Bereich der Kinderkardiologie nicht nur technisch auf dem neuesten Stand sind, sondern auch personelle Verstärkung erhalten haben.“ Seit einigen Wochen verstärkt Kinderkardiologin Kathrin Wissing als weitere Oberärztin das Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Die 36-Jährige kommt gebürtig aus Rees-Haldern und war zuletzt im Kinderherzzentrum Duisburg tätig. Zusammen mit Chefarzt Dr. Winter stehen damit gleich zwei Kinderkardiologen am Bocholter Krankenhaus zur Verfügung. „Das wir mit Frau Wissing eine weitere Kinderkardiologin im Team haben, ist für die Region und unsere kleinen Patienten ein echter Glücksfall“, so Winter weiter. „Fachärzte mit dieser Spezialausbildung sind äußerst selten und damit in der klinischen Versorgung besonders begehrt.“

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