Notfall

Examen erfolgreich bestanden

Bocholt. Die Feierlichkeiten an der Zentralschule für Gesundheitsberufe Bocholt-Borken fielen in diesem Jahr überschaubarer aus als sonst. Dies konnte die Stimmung der 27 frisch examinierten Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen jedoch keineswegs trüben. Unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln konnten die Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Drei Jahre Ausbildung – darunter 2.100 Stunden Theorie und 2.500 Stunden Praxis – finden mit der abgeschlossenen Examensprüfung für die Absolventen nun ein erfolgreiches Ende.

Zu den ersten Gratulanten zählte Schulleiter Achim Vöcking und Klassenlehrerin Marlies Telöken, die die Wichtigkeit von Pflegekräften in der Versorgung betonte: „Nicht nur in der aktuellen Corona-Pandemie zeigt sich, welch hohen Stellenwert die Pflegeberufe einnehmen. Sie stellen eine der wichtigsten Berufsgruppen in unserem Gesundheitssektor dar und erfordern Professionalität. Unsere Absolventen erwartet ein abwechslungsreiches und zukunftsorientiertes Berufsfeld.“ Besonders erfreut zeigte sich Telöken darüber, dass alle Schülerinnen und Schüler die Examensprüfung bestanden haben und der Abschlussjahrgang ein insgesamt überdurchschnittliches Ergebnis erzielen konnte.

Die Schülerinnen und Schüler gehören zu einem der Jahrgänge, die ihren Beruf noch nach alter Ausbildungsordnung erlernt haben. Seit diesem Jahr gibt es die generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann. Grundlage hierfür ist das bundesweite Gesetz zur Reform der Pflegeberufe, durch das die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zusammengeführt wurden. Im Januar hat bereits der erste Jahrgang seine Ausbildung unter den neuen Richtlinien begonnen.

Aktuell bildet das Klinikum Westmünsterland insgesamt 243 Schülerinnen und Schüler in den beiden Pflegeschulen in Ahaus und Bocholt-Borken aus. Damit gehört das Klinikum zu den größten regionalen Ausbildern im Pflegebereich. Vöcking betont: „Neben einem lukrativen Ausbildungsgehalt von mehr als 1.000 Euro im Monat bietet der Beruf weitere interessante Optionen. Den Absolventen ergeben sich durch diverse Fort- und Weiterbildungen, Spezialisierungen in Bereichen wie der Endoskopie, Intensivstation oder Hygiene, die Qualifizierung für eine Leitungsfunktion im Pflegebereich oder durch ein ergänzendes Studium zahlreiche Möglichkeiten.“ Auch die 27 Absolventen der Zentralschule für Gesundheitsberufe stehen nach bestandener Ausbildung nun vor der Qual der Wahl, in welche Richtung der nächste berufliche Schritt gehen soll. 22 der 27 Gesundheits- und KrankenpflegerInnen werden über ihre Ausbildung hinaus dem Klinikum erhalten bleiben.

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