Infonachmittag für Senioren-Union der CDU im St. Ludger SPZ Vreden

Vreden. Welche Bereiche beinhaltet das medizinische Fachgebiet der Urologie und welche Behandlungsmöglichkeiten ergeben sich bei Krankheitsbildern, wie zum Beispiel dem Harnblasenkrebs? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Besuchs der Vredener Senioren-Union der CDU im neuen St. Ludger Senioren- und Pflegezentrum. Neben dem Medizinvortrag des Ahauser Urologie-Chefarztes Dr. Björn Haben, erklärte Holger Winter, der Geschäftsführer des St. Marien-Krankenhauses Ahaus-Vreden und des Pflegenetz Westmünsterland alles Wissenswerte zum hochmodernen Neubau auf dem Gesundheitscampus Vreden.

„Wir freuen uns, dass Sie traditionell wieder unsere Gäste sind und hoffen, dass Sie viele Eindrücke und neues Wissen mitnehmen werden“, begrüßte Holger Winter die fast 80 anwesenden Senioren-CDUler bei einer Kaffeetafel im „Treffpunkt“ des nagelneuen St- Ludger Senioren- und Pflegezentrums. Er erklärte unter anderem die Ausstattung des Gebäudes und das Hausgemeinschaftskonzept, welches ein aktives Miteinander der Bewohner stärkt.

Anschließend referierte Dr. Björn Haben, der Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie des Ahauser St. Marien-Krankenhauses über die Vielfalt des Fachgebietes der Urologie. Dr. Haben, der auch Leiter des Prostatakarzinomzentrums Ahaus und ärztlicher Direktor im St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden ist, machte deutlich, dass der Urologe nicht nur der „Männerarzt“ ist, sondern viel breiter aufgestellt arbeitet. Angefangen von der Kinderurologie mit Vorhautenge und Hodenhochstand über die Therapie von Nierensteinen in jeder Lebensphase, die Behandlung der Harninkontinenz bei Mann und Frau, spannt sich der Bogen bis zur Therapie der urologischen Krebserkrankungen wie Prostatakarzinom, Nieren- und Harnblasenkrebs. Hierbei ist ein maximales Know-how gefragt und eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig, alles Voraussetzungen, die in der Klinik für Urologie in Ahaus optimal erfüllt werden. Außer der Nierentransplantation können in Ahaus praktisch alle urologischen Krankheitsbilder versorgt werden, so dass die Klinik aktuell als eine von zehn Kliniken deutschlandweit die Zertifizierung zum „Uroonkologischen Zentrum“ bei der Deutschen Krebsgesellschaft anstrebt.

Der zweite Teil des Vortrags von Dr. Haben beschäftigte sich mit dem Thema Harnblasenkrebs. Mit ca. 40000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland zählt der Krebs zu den häufigsten Krebserkrankungen. Wenn sich der Verdachtsfall durch eine Untersuchung erhärtet, können die Experten in Ahaus mittels verschiedener Techniken und Gerätschaften tätig werden. Bei Fällen mit tiefer wachsenden Tumoren kann auch die komplette Harnblase entnommen und durch einen Harnblasenersatz aus körpereigenem Darm geschaffen werden, um eine möglichst gute Lebensqualität zu erreichen. „Es ist faszinierend, welche Möglichkeiten die Medizin uns hier im Westmünsterland auf hohem Niveau bietet“,  lautete das Fazit von Hubert Lechtenberg, dem Vorsitzenden der Senioren-Union der Vredener CDU, verbunden mit einem großen Dank an die Gastgeber für den informativen Nachmittag.

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