Notfall

Kurze Entscheidungswege, schlanke Strukturen

Das Klinikum Westmünsterland stellt seine Geschäftsführung neu auf. Zukünftig sollen die beiden Managementebenen der Ortsgeschäftsführung an den Krankenhausstandorten und die Gesamtgeschäftsführung in der Konzernzentrale in Ahaus zu einem einheitlichen Kollegialorgan unter der Leitung des Sprechers der Geschäftsführung zusammengeführt werden.

„Der Aufsichtsrat sieht darin einen wichtigen Schritt zur zukunftsorientierten Ausrichtung des Klinikums Westmünsterland“, erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsrates Klaus Ehling. „Hierarchie wird abgebaut und Entscheidungswege werden kürzer, der Teamgeist größer. Auch der sich in einigen Jahren andeutende Generationswechsel und eine angestrebte Verschlankung des Managements werfen ihre Schatten voraus.“

Die neben dem Sprecher der Geschäftsführung tätigen weiteren Geschäftsführer sollen zukünftig neben den weiterhin örtlichen Betriebsführungsaufgaben nun auch zentrale Querschnittsfunktionen, wie zum Beispiel in der zentralen Steuerung der Digitalisierung der Krankenhäuser, der Hygiene, dem Einkauf und Materialwirtschaft oder dem Personalwesen übernehmen.

Die neu strukturierte Geschäftsführung des Klinikums Westmünsterland besteht aus Ludger Hellmann (gesamtverantwortlicher Sprecher und besondere Geschäftsbereiche wie Unternehmensentwicklung, Recht und Compliance, Unternehmenskommunikation und betriebswirtschaftliche Bereiche), Dr. Björn Büttner (St. Marien-Hospital Borken und Geschäftsbereiche Einkauf und Materialwirtschaft, Reinigung, Pharmazie und Pathologie), Herbert Mäteling (Krankenhaus St. Agnes-Hospital Bocholt-Rhede und angeschlossenes MVZ sowie Geschäftsbereiche EDV/IT, Laborversorgung und Hygienefragen) sowie Holger Winter (St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Stadtlohn-Vreden und angeschlossene MVZ und Geschäftsbereiche Pflegenetz Westmünsterland und Personalwirtschaft). Nicht mehr begleitet wird die Umstrukturierung der Geschäftsführung von Michael Saffé. Aufsichtsrat und Geschäftsführer Saffé sind gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, dass er nach zwölf Jahren der Geschäftsführung im Krankenhaus Maria-Hilf Stadtlohn und anschließend zwei Jahren Gesamtgeschäftsführung im Klinikum seine berufliche Karriere außerhalb des Klinikums fortsetzen und seine derzeitige Tätigkeit zum Ende des Jahres 2020 beenden wird. Die von ihm seinerzeit übernommenen Aufgaben in der Gesamtgeschäftsführung werden im Rahmen der neuen Konzeption von den übrigen Geschäftsführern fortgeführt.
Ein Nachfolger wird nicht berufen. „Wir danken Herrn Saffé von Herzen für seine engagierte Tätigkeit für das Krankenhaus in Stadtlohn und das Klinikum Westmünsterland sowie seine stetige Bereitschaft, sich für die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region einzusetzen. Für die neuen Aufgaben an anderer Stelle wünschen wir ihm alles Gute und Freude bei allem Tun.“

Im Zuge dieser Entwicklungen wird es zudem für den Krankenhausstandort Borken einen noch zu benennenden neuen kaufm. Direktor geben. Die kaufmännischen Direktoren und Prokuristen der Krankenhausbetriebe sollen stärker in die Führung von Tochtergesellschaften eingebunden werden.

„Der Wind der Veränderung weht in der Gesundheitswirtschaft nachhaltig und nimmt an Stärke zu“, so Ehling. „Aktuell stehen mit der kommenden Landeskrankenhausplanung NRW und den Reformgesetzen des Bundes zum Zweck der weiteren Konzentration von Schwerpunktaufgaben bei den Krankenhäusern und den aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise grundlegende systemische Herausforderungen vor den Krankenhausträgern.“ Noch seien die Eckdaten der neuen Krankenhausplanung zwar nicht ausreichend konkret und man warte auf Entscheidungen des Landes NRW, aber schon heute sei klar, dass, um diese komplexen Aufgaben auch weiterhin gut zu bewältigen, eine Weiterentwicklung auch auf der Managementebene notwendig sei. „Das Klinikum Westmünsterland versteht sich als ein Krankenhaus mit mehreren Eingängen. Die vor uns liegenden Aufgaben benötigen eine hohe Effizienz, kurze Entscheidungswege und eine große Teamorientierung. Wir sind überzeugt, dass wir dafür mit der neuen und verschlankten Geschäftsführungsorganisation gut aufgestellt sind.“

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