Moderne Behandlungsmöglichkeiten bei Schulterschmerzen

Bocholt/Hamminkeln. Abends im Bett ist das Liegen auf der Schulter kaum noch möglich. Morgens ist der alltägliche Griff in den Hängeschrank mit den Kaffeetassen ein Problem und auch das Anziehen der Jacke ist schwierig – Schmerzen in der Schulter schränken Betroffene oft stark ein. Tatsächlich sind die Ursachen hierfür vielseitig. Häufig steckt das sogenannte Schulterengpass-Syndrom (Impingementsyndrom) hinter den Schmerzen, aber auch Verschleiß und Verletzungen können Auslöser der Probleme sein. Beim Informationsnachmittag verfolgten nun rund 40 Interessierte der Coesfelder Rheumaliga den Vortrag von Chefarzt Dr. Bernd Hinkenjann zu diesem Thema.

„Wichtig ist, die Schmerzen ernst zu nehmen und der Ursache auf den Grund zu gehen. Denn mit einer konsequenten und gut geplanten Behandlung stehen die Chancen gut, die Schmerzen loszuwerden“, sagt Dr. Bernd Hinkenjann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Agnes-Hospital. Und erklärt weiter: „Schmerzen in der Schulter können häufig bereits durch Krankengymnastik, Physiotherapie oder auch lokalen Injektionen, sogenannte konservative Behandlungsmethoden, gelindert werden. Wenn die Beschwerden allerdings anhalten, ist eine Operation notwendig.“

Ein Schwerpunkt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Agnes-Hospital ist die Schulterchirurgie. Die Abteilung ist „Excellenz-Zentrum“ für inverse Schulterprothesen und bietet deutschlandweit Ärzten Hospitationen an, um diese Operationsmethode zu erlernen.

Nach seinem Vortrag über moderne Behandlungsmöglichkeiten von Schulterschmerzen beantwortete Chefarzt Dr. Bernd Hinkenjann die Fragen der Zuhörer. Er riet den Rheuma-Patienten insbesondere dazu, nicht zu lange zu warten, bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. „Rhema-Patienten sind es gewohnt Schmerzen auszuhalten. Oftmals warten sie daher zu lange, obwohl ihnen geholfen werden kann“, so Dr. Hinkenjann.

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