Notfall

Neue Stromversorgung im St. Agnes-Hospital Bocholt

Bocholt. Die bisherige Anlage zur Stromversorgung im Bocholter Krankenhaus war bereits mehr als 35 Jahre alt. Zudem haben sich die Größe des Krankenhauses und der damit verbundene Verbrauch enorm gesteigert, was die bestehende Anlage an die Kapazitätsgrenze brachte.

So wurde nach einigen Monaten Planungszeit das Projekt im letzten Jahr in die Tat umgesetzt. Die neue Stromversorgungsanlage besteht aus drei Trafos, einer neuen Niederspannungshauptverteilung (NHV), einer neuen Allgemeinstromversorgung (AV-Verteilung), einer neuen Sicherheitsstromversorgung (SV-Verteilung), einem neuen Notstromaggregat (Notstromdiesel) und dem Highlight: einem eigenen Energie-Management-System.

Das Projekt wurde im Wesentlichen mit eigenen Mitarbeitern, unter der Technischen Leitung von Maik Vering, umgesetzt. Markus Tangerding, Leiter der Elektrowerkstatt, Georg Lammerding, stellvertretender Technischer Leiter, und das gesamte Team der Elektrowerkstatt stemmten diese besondere Herausforderung. Durch eine selbst entwickelte, innovative Umschalttechnik der Energiefernübertragung konnte der Betrieb des Krankenhauses reibungslos aufrecht erhalten werden.

Um einen störungsfreien Ablauf sicherzustellen, wurden von den Mitarbeitern der Technik nachts und am Wochenende Sonderschichten gefahren. Nur so war die große Herausforderung einer störungsfreien Etablierung der neuen Stromversorgungsanlage im laufenden Krankenhausbetrieb zu schaffen.

Eckdaten im Überblick:

  • Projektzeitraum von insgesamt 1,5 Jahren,
    Umsetzungszeitraum von 1 Jahr, Vor-Ort-
    Maßnahme von 6 Monaten
  • neues Energiemanagementsystem erfasst zentral alle relevanten Messdaten wie Energieverbrauch, Ströme, Störmeldungen etc.
  • Anlagengrößen sind so konzipiert, dass Kapazitäten auch für bereits geplante Bauten, wie beispielsweise das neue SPZ Gebäude oder die Erweiterung der Pflegeschule, ausreichend ausgelegt sind

Enorm gestiegener Bedarf:

  • Campuserweiterung: 3 zusätzliche Ärztehäuser
  • diverse zusätzliche Fachabteilungen sowie Funktionsbereiche (Strahlentherapie, Endoskopie, Pathologie, Labor, Apotheke, Intensivstation etc.)
  • Zuwachs an elektrischen Geräten wie elektrische Betten, Fernseher, medizinische Geräte (Ultraschallgeräte, OP-Türme, Perfusoren etc.)
  • zunehmende Digitalisierung der Arbeitsabläufe (vermehrte EDV-Arbeitsplätze, Monitoring, digitale Visitenwagen etc.)
  • enormer Zuwachs an elektrischen Großgeräten wie CT, MRT, Hybrid OP, Aufzüge (Anzahl hat sich verdoppelt), Lüftungsanlagen, Groß- und Kleinkältegeräte (Anzahl hat sich vervierfacht), Wärmewagen etc.)
Zum Archiv