Senkungsbeschwerden und Inkontinenz

Stadtlohn. Senkt sich die Gebärmutter ab, kann das unangenehme Symptome verursachen. Was Frauen dagegen tun können, was Beckenbodentraining bringt und in welchen Fällen eine Operation notwendig ist, darüber informiert am Mittwoch, den 8. Mai um 19:00 Uhr Prof. Dr. Gregor Westhof in der Villa Becker in Raesfeld.

Unter dem Motto „Frag doch mal den Arzt“ haben die Zuhörerinnen Gelegenheit, mit dem Chefarzt der Klinik für Gynäkologie des St. Agnes-Hospitals Bocholt und des St. Marien-Hospitals Borken ins Gespräch zu kommen und ihre Fragen zu stellen. Die Veranstaltung ist kostenfrei und fi ndet in Kooperation mit dem Bildungswerk Raesfeld statt. Da das Platzangebot begrenzt ist, wird um Anmeldung unter Telefon: 02865 10073 gebeten.

„Dass sich die Gebärmutter im Laufe des Lebens leicht senkt, ist normal, besonders nach einer Geburt“, beruhigt Prof. Dr. Gregor Westhof. Bringt eine Frau auf natürlichem Wege ein schweres Baby zur Welt oder bekommt mehrere Kinder, beansprucht dies die Gebärmutter. Eine weitere typische Ursache für eine Gebärmuttersenkung ist schwere Arbeit. Heben Frauen häufig schwere Lasten, erhöht sich ebenfalls der Druck auf den Beckenboden. Insbesondere, wenn Frauen dabei eher Rücken und Unterbauch anspannen als die Oberschenkel, sie Lasten also in gebeugter Haltung hochheben. Daneben spielt Übergewicht eine Rolle, ebenso wie dauerhafter Husten.

Schlimm ist eine Gebärmuttersenkung im Normalfall nicht. Trotzdem fürchtet sich so manche Frau vor den Folgen, schämt sich, will nicht zum Arzt. Denn die Senkung geht mit eher peinlichen Symptomen einher: Hustet, niest oder lacht eine Frau, geht unfreiwillig etwas Urin ab. Solange Frauen keine Beschwerden haben oder diese nicht als störend empfinden, muss eine abgesenkte Gebärmutter nicht behandelt werden. Leiden sie jedoch unter den Symptomen oder hat die Gebärmutter ihre Position zu sehr verändert, gibt es Hilfe. „Eine Operation stellt dabei nicht die einzige Möglichkeit dar“, merkt der Experte an. Heute kommt ein solcher Eingriff nur infrage, wenn die Frau stark unter der Senkung leidet oder beispielsweise ein Gebärmuttervorfall vorliegt.

Zum Archiv