Notfall

Klinikum Westmünsterland nimmt Patienten aus den Niederlanden auf

Die Krankenhäuser in NRW sollen nach Willen der Landesregierung nach einem dringenden Hilferuf aus den Niederlanden schwer erkrankte Covid- 19-Patienten aus dem Nachbarland aufnehmen. Auch das Klinikum Westmünsterland wird dem Aufruf durch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann folgen und Patienten aus der Grenzregion versorgen.

Demnach sehen im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten die Krankenhäuser bis auf weiteres folgende Aufnahmemöglichkeit vor: das St. Marien-Krankenhaus Ahaus wird zwei Patienten, das St. Agnes-Hospital Bocholt ebenfalls zwei Patienten und das St. Marien-Hospital Borken zunächst einen Patienten aus dem Nachbarland in den jeweiligen Intensivstationen aufnehmen. Die koordinierende Rolle bei dieser Hilfe übernimmt auf deutscher Seite das Universitätsklinikum Münster mit dem ärztlichen Direktor, Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken. In den Niederlanden ist der Ärztliche Direktor des Erasmus Medical Center Rotterdam, Prof. Dr. Ernst Kuipers, für die Koordination der Übernahmen zuständig.

„Aktuell sind die Niederlande in ihrer intensivmedizinischen Behandlungskapazität erheblich begrenzter aufgestellt als Deutschland“, erklärt Tobias Rodig, Pressesprecher im Klinikum Westmünsterland, „noch verfügen wir im Klinikum Westmünsterland über freie Behandlungskapazitäten, deshalb steht es für uns außer Frage, dass wir unseren Nachbarn solidarisch in dieser Notlage beistehen.“ Allerdings achte das Klinikum darauf, die Versorgungsaufgaben für den Kreis Borken auch in dieser Situation prioritär zu erfüllen.

Der erste niederländische Patient liegt bereits seit heute Nacht auf der Ahauser Intensivstation.

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