Sport mit künstlichem Gelenkersatz?

Am Donnerstag, den 19. September heißt es in der Zentralschule für Gesundheitsberufe am St. Agnes-Hospital Bocholt wieder „Frag doch mal den Arzt“. Chefarzt Dr. Bernd Hinkenjann informiert über den künstlichen Gelenkersatz im Knie und die Frage: Darf ich trotz eines Gelenkersatzes weiter Sport treiben? Die Veranstaltung startet um 19 Uhr und ist wie immer kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Unsere Kniegelenke leisten im täglichen Leben Schwerstarbeit. Kein Wunder also, dass sie im Laufe des Lebens immer mehr verschleißen. Zum Problem wird dies, wenn Gehen und Stehen nur noch unter Schmerzen möglich sind. Gerade bei älteren Menschen kann die zunehmende Einschränkung der Mobilität in eine Abwärtsspirale durch den Abbau von Muskelmasse führen, der in Verbindung mit einem schmerzenden Knie wiederum häufig zu Gangunsicherheiten führt und womöglich schlimme Stürze zur Folge hat. Es spricht also einiges dafür, sich auch im fortgeschrittenen Alter mit Knie-Gelenkersatz zu befassen, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft wurden. Auch, da diese endoprothetischen Eingriffe sich besonders erfolgreich weiterentwickelt haben.

In zwei Vortragen wird Dr. Bernd Hinkenjann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Agnes-Hospital, zum einen über die Endoprothetik des Knie-Gelenkes („Von der Teil- zur Vollprothese – die heutigen Möglichkeiten bei künstlichen Kniegelenken“), zum anderen über Sport mit Endoprothesen („Was darf ich mit einer Schulter-. Hüft- oder Knieprothese eigentlich? Welcher Sport ist gut für mich?“), referieren.

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ist zertifiziertes EndoProthetikZentrum und somit besonders für den hohen Qualitätsstandard endoprothetischer Eingriffe ausgezeichnet. Eines verrät ihr Chefarzt bereits vor ab: „Sport ist auch mit einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenk möglich. Die Bewegung stärkt das Knochengewebe und kann dadurch zu einer besseren Verankerung der Endoprothese führen. Eine starke Muskulatur entlastet das Gelenk und kann im Alter helfen, gefährliche Stürze zu vermeiden“, erklärt Dr. Hinkenjann. Wer ein künstliches Gelenk hat und Sport treiben möchte, sollte allerdings auf Sportarten mit abrupten Start-Stop-Bewegungen verzichten. Welche Sportart sich eignet und wie viel Sport möglich ist, erfahren Interessierte am Donnerstag, 19. September, in der Zentralschule für Gesundheitsberufe am St. Agnes-Hopital. Natürlich besteht wie immer auch die Möglichkeit, im Anschluss an die Vorträge individuelle Fragen zu stellen.

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