“Tabuthema” Inkontinenz

Etwa jeder zehnte Deutsche leidet unter Inkontinenz. Das Klischee „Seniorenkrankheit“ stimmt schon lange nicht mehr: Auch junge Menschen und besonders Frauen nach der Schwangerschaft oder Männer nach Prostataoperationen können inkontinent werden. Prof. Dr. Gregor Westhof, Chefarzt macht deshalb Schluss mit dem „Tabuthema Inkontinenz“ und informiert am Dienstag, den 8. Mai um 16 Uhr im AWO-Begegnungszentrum „Alter Bahnhof“ über Behandlungsmöglichkeiten und Heilungsschancen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Frag doch mal den Arzt“ haben die Gäste nach einem kurzen Vortrag dem Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im St. Agnes-Hospital Bocholt die Möglichkeit direkt ins Gespräch zu kommen, zum Beispiel zum Thema „Belastungsinkontinenz“ , der häufigsten Form der Inkontinenz. Dabei verlieren die Patienten Urin bei muskulärer Belastung des Bauchraums und des Beckens: etwa beim Lachen, Husten und Niesen. Gründe können schwaches Bindegewebe oder komplizierte Geburten sein. Neben der Belastungsinkontinenz gibt es die so genannte „Dranginkontinenz“, bei der die Patienten das Gefühl haben, ihre Blase würde überlaufen. Sie ist medikamentös behandelbar. Bei der „Überlaufinkontinenz“ kann die Blase hingegen nicht mehr vollständig entleert werden und der Urin fließt tröpfchenweise und unkontrolliert heraus. Der Eintritt ist wie immer frei. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

 

Zum Archiv