Team und neue Räumlichkeiten sind bereit

Ahaus. Pünktlich zur Zusammenlegung der beiden geburtshilflichen Abteilungen im Nordkreis erstrahlen der Kreißsaal sowie die Stationszimmer im St. Marien-Krankenhaus Ahaus im neuen Glanz. Zum 1. April kann damit wie geplant der Umzug der Stadtlohner Geburtshilfe nach Ahaus stattfinden.

Aber nicht nur die neuen Räumlichkeiten, die in den letzten Wochen und Monaten aufwendig saniert und modernisiert wurden, sind bereit für die anstehende Zusammenlegung. Auch die beiden geburtshilflichen Teams, bestehend aus Kinderkrankenschwestern, Hebammen und den Medizinern sind bereits eingespielt. In den vergangenen Wochen wurde ein gemeinsames medizinisches und pflegerisches Konzept entwickelt, alle Abläufe überprüft, besprochen und geprobt, damit die werdenden Mütter und Neugeborenen bei größtmöglicher medizinischer Sicherheit und gleichzeitig in vertrauensvoller Geborgenheit versorgt werden können.

„Wir haben uns zunächst gegenseitig kennengelernt und viel, mitunter auch kontrovers diskutiert“, gibt Holger Winter, Geschäftsführer im St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden und im Krankenhaus Maria Hilf Stadtlohn, zu. „Aber es hat sich gelohnt. Es ist ein gegenseitiges Vertrauen entstanden und aus beiden geburtshilflichen Abteilungskonzepten konnten wir die besten Ideen zu einem gemeinsamen neuen Konzept zusammenschmieden.“ Besonders erfreulich: Auch die beiden Praxisärzte Dr. Ralf Horstmann aus Stadtlohn und Dr. Josef Bauer aus Vreden, die bisher als Belegärzte die Geburten im Stadtlohner Krankenhaus begleitet haben, sind bei dem neuen Konzept mit eingebunden. So haben z.B. die Patientinnen der beiden niedergelassenen Gynäkologen weiterhin die Möglichkeit, bei der Geburt durch Dr. Bauer und Dr. Horstmann persönlich betreut zu werden. Ihre Praxistätigkeit in Vreden bzw. in Stadtlohn führen beide unverändert fort. Darüber hinaus steht natürlich rund um die Uhr das erfahrene Ärzteteam um Chefarzt Dr. Si Tuan Truong den werdenden Müttern im St. Marien-Krankenhaus Ahaus zur Seite.

„Wir freuen uns darauf, die jungen Familien in den frisch renovierten und modernisierten Räumlichkeiten mit unserem neuen großen Team empfangen zu können“, freut sich Sabine Schumann, die leitende Hebamme im St. Marien-Krankenhaus Ahaus. Auch ihr Team ist gewachsen – insgesamt zwölf Hebammen aus Ahaus und Stadtlohn helfen zukünftig gemeinsam den neuen Erdenbürgerinnen und –bürger dabei, das Licht der Welt im Westmünsterland zu erblicken. „Durch die größere Abteilung fällt es uns leichter, das dringend benötigte hochqualifizierte Fachpersonal – sowohl bei unseren Hebammen, aber auch bei unseren Ärzten – vorhalten zu können“, erklärt Holger Winter, Geschäftsführer im St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden und im Krankenhaus Maria Hilf Stadtlohn, „durch die größeren zukunftsträchtigen Strukturen sind wir als Arbeitgeber deutlich interessanter und können auch im Bereich der Weiterbildungsangebote attraktive Rahmenbedingungen bieten. Das wird im Kampf um die besten Köpfe zukünftig entscheidend sein.“

Um dauerhaft eine wohnortnahe geburtshilfliche Versorgung zu sichern, hatte sich das Klinikum Westmünsterland im vergangenen Jahr dazu entschlossen, die beiden geburtshilflichen Abteilungen in Ahaus und Stadtlohn zusammenzulegen. Die Entscheidung hatte nach Bekanntwerden für viele Diskussionen in der Bevölkerung  gesorgt. Geschäftsführer Winter betont aber nochmals die Vorteile und Wichtigkeit der Maßnahme: „Wenn wir nicht gehandelt hätten, hätten wir dauerhaft die Zukunft der Geburtshilfe im Nordkreis riskiert. Nur gemeinsam können wir dauerhaft zukunftssichere Strukturen schaffen.

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