Notfall

Umzugstermine der Stadtlohner Kliniken stehen fest

Wie bereits berichtet bündelt das Klinikum Westmünsterland schrittweise die stationäre Versorgung im Nordkreis am St. Marien-Krankenhaus Ahaus. Jetzt stehen die Umzugstermine der Abteilungen des Stadtlohner Krankenhauses fest. Am 15. Juni 2022 wird die stationäre Versorgung in der Allgemein- und Unfallchirurgie vor Ort beendet und mit der chirurgischen Versorgung am Standort Ahaus zusammengelegt. Ab Oktober diesen Jahres folgen dann die weiteren Abteilungen. Die Umzüge werden spätestens bis zum Ende des Jahres vollständig abgeschlossen sein. Die stationäre Akutversorgung in Stadtlohn endet somit noch in diesem Jahr.

Das stationäre Team der Allgemein- und Unfallchirurgie wird ab dem 15. Juni mit der Ahauser Unfallchirurgie und der Allgemeinchirurgie im St. Marien-Krankenhaus zusammengeführt. Geplante Aufnahmen im Bereich der Chirurgie können noch bis zum 8. Juni stattfinden. Die chirurgische Notfallversorgung findet bis einschließlich zum 14. Juni statt. Im Bereich des Medizinischen Versorgungszentrums wird es weiterhin ein ambulantes chirurgisches Angebot zur Sicherung der chirurgischen Grundversorgung in Stadtlohn geben.

Auch wenn bauliche Erweiterungen in Ahaus noch erfolgen müssen: Die für den Umzug notwendigen Voraussetzungen, wie zum Beispiel die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten im Zentral-OP im St. Marien-Krankenhaus Ahaus konnten bereits erfolgreich geschaffen werden, so dass die Aufnahme der Patientinnen und Patienten als auch die Integration der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nunmehr sehr zeitnah stattfinden können. Auch die für die OP-Versorgung wichtige Zusammenlegung und die Erweiterung der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte am Standort Ahaus ist bereits erfolgreich umgesetzt worden. Unabhängig davon wird das St. Marien-Krankenhaus wie angekündigt in der kommenden Zeit weiter umfangreich baulich erweitert werden.

Auch die Umzugstermine der weiteren Abteilungen in Stadtlohn stehen nun fest. Die Umzüge werden im Oktober 2022 beginnen und bis spätestens zum Ende des Jahres vollständig abgeschlossen sein. Damit endet die stationäre Versorgung in Stadtlohn in diesem Jahr und somit eher als ursprünglich geplant. Die frühere Zusammenlegung kann aufgrund der zügigen Schaffung aller Voraussetzungen an den aufnehmenden Standorten erfolgen, ist allerdings auch aufgrund von personellen Engpässen am Standort Stadtlohn sowie einer sich zunehmend verschlechternden wirtschaftlichen Lage zwingend erforderlich. Im Rahmen der Umstrukturierungen wechseln somit in diesem Jahr die interventionelle Kardiologie und die Diabetologie an das St. Marien-Krankenhaus Ahaus und die Wirbelsäulenchirurgie / Neurochirurgie wechselt aus Stadtlohn an das St. Marien-Hospital Borken. Die Pneumologie wird an das St. Agnes-Hospital Bocholt verlagert. Bis zu den Umzugsterminen können weiterhin alle Behandlungen im Krankenhaus Maria-Hilf stattfinden.

Nach Beendigung der stationären Versorgung sehen die weiteren Planungen für den Standort Stadtlohn die Fortführung und den Ausbau der ambulanten medizinischen Versorgung in einem medizinischen Versorgungszentrum vor. Ergänzt wird das Leistungsangebot um ein Telemedizinisches Kompetenz- und Versorgungszentrum. Hierdurch wird sichergestellt, dass ohne Zeitverzug und über eine räumliche Distanz hinweg Mediziner und Gesundheitsexperten aus dem Klinikum Westmünsterland sowie niedergelassene Fachärzte Patienten betreuen können, ohne direkt vor Ort sein zu müssen. Zudem werden am Standort spezialisierte Pflegeangebote mit vollstationärer Pflege sowie Kurzzeit- und ambulanter Pflege etabliert.

Für das St. Marien-Hospital Vreden steht der Umzugstermin der stationären Rheumatologie, der Geriatrie und der Inneren Medizin noch nicht fest.

Zum Archiv