Verbesserte Versorgung von Kindern mit Diabetes

Bocholt. Wenn Kinder an Diabetes erkranken, ändert sich einiges im Leben – für die kleinen Patienten selbst und für ihre Eltern. Daher ist eine fachübergreifende spezialisierte Betreuung besonders wichtig, um die neue Lebenssituation zu meistern. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im St. Agnes-Hospital hat jetzt erneut von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) das Zertifikat „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ für die stationäre Behandlung für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus erhalten. Damit bestätigte die DDG die qualitativ hochwertige Versorgung von zuckerkranken Kindern und Jugendlichen im St. Agnes-Hospital.

„Wir freuen uns, dass die Anstrengungen, die wir unternommen haben, um unseren kleinen Patienten die bestmögliche Versorgung zu sichern, so gewürdigt werden“, sagt Dr. Klaus Winter, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im St. Agnes-Hospital. Im vergangenen Jahr hatte das Diabetes-Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im St. Agnes-Hospital zahlreiche Weiterbildungen gemeistert. So erlangte etwa Funktionsoberärztin Dott. Kalliopi Petrouska, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, die Zusatzbezeichnung als Diabetologin DDG. Sie ist nun die fachliche Leitung des Diabetes-Teams.

„Mit der Leistungserweiterung in der stationären Versorgung von Kindern mit Diabetes haben wir ein wichtiges Ziel erreicht: die verbesserte wohnortnahe Versorgung von Kindern mit Diabetes“, sagt Herbert Mäteling, Geschäftsführer St. Agnes-Hospital. In den Leitlinien der DDG sind wissenschaftlich fundiert die aktuellen Empfehlungen für die Behandlung von Diabetes in Klinik und Praxis festgehalten. Aus diesen Leitlinien hat die DDG auch die Richtlinien für die Zertifizierung der spezialisierten Behandlungseinrichtungen für Menschen mit Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 abgeleitet.

Die Zertifizierung ist damit ein Qualitätssiegel und dient der Orientierung auf der Suche nach geeigneten Behandlern. „Die Zertifizierung der DDG zeigt uns und unseren Patienten, dass unsere Behandlung in den Bereichen Therapie, Beratung und Schulung den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Das bringt unseren Patienten Sicherheit und ist für unser Team zugleich eine Anerkennung für die täglich zu leistende Arbeit“, so Dr. Winter.

Etwa 30.000 Kinder und Jugendliche leiden hierzulande an Diabetes Typ 1 und eine wachsende Zahl an Diabetes Typ 2. In diesem Alter stellt Diabetes die am häufigsten auftretende Stoffwechselerkrankung dar, teilt die Diabetis Beratung mit. Diabetes mellitus, aus dem Griechischen und Lateinischen mit „honigsüßer Durchfluss“ übersetzbar, wird umgangssprachlich als „Zuckerkrankheit“ bezeichnet, was das Hauptsymptom – den dauerhaft zu hohen Blutzuckerspiegel – beschreibt.

Mit der Diagnose der Krankheit ändert sich der Lebensalltag eines Kindes und seiner Familie. „In diesem Fall stehen wir mit unserem ganzen Team unterstützend zur Seite und helfen mit einer umfassenden Therapie und Beratung unseren kleinen Patienten ihren Alltag neu zu meistern“, so Dr. Winter.

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