Volkskrankheit Zucker

Stadtlohn. Über fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation an Diabetes mellitus Typ1 oder Typ 2 – und es werden immer mehr. „Zuckerkrankheit“, so harmlos lautet im Volksmund die Bezeichnung für die Erkrankung. Doch die Diabetes ist alles andere als das: Unbehandelt drohen Nierenschäden, Herzinfarkt
oder Schlaganfall.

Die Veranstaltungsreihe „Frag‘ doch mal den Arzt“ des Klinikums Westmünsterland widmet sich dem Thema „Volkskrankheit Zucker“. Am Donnerstag, den 22.08.2019 um 19:00 Uhr im Klinikrestaurant im Krankenhaus Maria-Hilf Stadtlohn, informiert Dr. Joachim Kersken über Risiken, Gefahren und Therapiemöglichkeiten der Krankheit. Der Chefarzt der II. Medizinischen Klinik – Diabetologie im Krankenhaus Maria-Hilf Stadtlohn gibt einen Überblick zu modernen Medikamenten und Behandlungschancen. Weil Diabetes zunächst wenig Beschwerden verursacht, erhalten viele Betroffene die Diagnose erst, wenn die Krankheit Folgeschäden verursacht. Komplikationen an Augen, Herz, Nieren oder Nerven und Gefäßen machen Diabetes zu einer schwerwiegenden Erkrankung. „Man muss die Krankheit erkennen“, sagt Chefarzt Dr. Joachim Kersken.

Etwa 95 Prozent der Erkrankten leiden an Diabetes Typ 2. Die deutlich seltenere Form des Diabetes ist also Typ 1, eine Autoimmunkrankheit, bei der der Körper kein eigenes Insulin mehr
produziert. Bei Diabetes Typ 2 produziert die Bauchspeicheldrüse anfangs in der Regel noch ausreichend Insulin, doch es kommt zu einer Insulinresistenz. Übergewicht, mangelnde Bewegung und Stress zählen in diesem Zusammenhang zu den entscheidenden Risikofaktoren. So ist nicht nur die Diagnose und Behandlung der Krankheit entscheidend. „Zur Vorbeugung kann jeder selbst einen Beitrag leisten“, so Dr. Joachim Kersken.

Die Veranstaltung „Volkskrankheit Zucker“ am 22.08. 2019 beginnt um 19 Uhr im Klinikrestaurant, Krankenhaus Maria-Hilf Stadtlohn, Vredener Str. 58, 48703 Stadtlohn. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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