Notfall

Weltweites Kerzenleuchten auch im St. Marien-Krankenhaus

Gerade in der Weihnachtszeit fällt es in vielen Familien schwer, die Freude und Liebe des anstehenden Festes zuzulassen. Grund dafür: Die Eltern und weitere Angehörige trauern um ein verstorbenes Kind, welches durch Krankheit, einen Unfall oder durch einen Suizid das Familienglück überschattet.

Am kommenden Sonntag, den 13. Dezember, ist das „Worldwide Candle Lighting“, an dem weltweit dieser verstorbenen Kinder gedacht und symbolisch eine Kerze angezündet wird. Auch das St. Marien-Krankenhaus Ahaus beteiligt sich wieder an der Aktion. Allerdings kann der Gottesdienst in der Krankenhaus-Kapelle coronabedingt nicht stattfinden.

„Mit dem Verlust eines Kindes entsteht in den Familien eine nicht wieder zu schließende Lücke“, weiß Johanna Tenhumberg-Pleie als Seelsorgerin im St. Marien-Krankenhaus Ahaus aus vielen Gesprächen mit Hinterbliebenen. „Die verstorbene Person war z.B. Kind, Schwester, Bruder, Enkelin oder Enkel und kommt nicht wieder zurück, wird aber immer im Herzen getragen“, ergänzt Tenhumberg-Pleie. „Möge ihr Licht für immer scheinen“ lautet das Motto des weltweiten Gedenkens im Rahmen des Worldwide Candle Lighting am Sonntag.

In diesem Jahr kann der seit Jahren traditionelle und beliebte Gottesdienst im Ahauser Krankenhaus aber coronabedingt nicht durchgeführt werden. Alternativ werden an drei verschiedenen Stellen in Ahaus von der Seelsorge Kerzen angezündet, sodass die Hinterbliebenen eine öffentliche Anlaufstelle haben, um gedenken zu können. Ab 19 Uhr werden die Kerzen in der Krankenkaus-Kapelle, auf dem Ahauser Friedhof an der Sternenkinder-Stele und am Beerdigungsplatz für verstorbene Kinder leuchten.

Hintergrundinfo zum „Worldwide Candle Lighting“:

Jedes Jahr, am zweiten Sonntag im Dezember, wird zum Gedenken an alle Sternenkinder, ein weltweites Kerzenleuchten initiiert. Um den verstorbenen Kindern zu gedenken, zünden betroffene Eltern und Angehörige um 19.00 Uhr eine Kerze an und stellen sie ins Fenster. Durch die stündliche Verschiebung in den unterschiedlichen Zeitzonen ergibt sich bildlich eine Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die
ganze Erde wandert. Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt.

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