Notfall

Wintercamp im St. Marien-Krankenhaus

Ahaus. Von erfahrenen Ärzten lernen – dazu hatten Medizinstudenten im St. Marien-Krankenhaus Ahaus nun die Gelegenheit. Zum zweiten Mal lud das Klinikum Westmünsterland zum Wintercamp ein und bot Studierenden die Chance, einen im Rahmen des Medizinstudiums vorgeschriebenen Praxisabschnitt, die sogenannte Famulatur, in den medizinischen Fachabteilungen des Hauses durchzuführen. Der Praxiseinsatz im Ahauser Krankenhaus soll den angehenden Ärztinnen und Ärzten die stationäre Patientenversorgung näherbringen.

Das Angebot im St. Marien-Krankenhaus Ahaus stieß bei den Studierenden auf hohe Resonanz. Neben der kostenlosen Unterkunft und Verpflegung liegt dies sicherlich auch an dem umfangreichen Weiterbildungsangebot. Alle Chef- und Oberärzte der vor Ort vorhandenen Kliniken haben einen praxisnahen Seminarkatalog erstellt. So bekamen die Studenten Einblicke in alle vorhandenen Fachrichtungen und nahmen im Rotationsprinzip an den Weiterbildungsseminaren teil. Der 15-tägige Praxiseinsatz setzt sich aus Famulatur, täglichem Unterricht am Krankenbett und einem Freizeitprogramm im Westmünsterland zusammen.

Auf große Beliebtheit bei den Studentinnen und Studenten stieß der Laparoskopie-Simulator, der insbesondere bei minimal-invasiven Eingriffen in der Allgemein- und Viszeralchirurgie eine wichtige Rolle spielt. Der Simulator ist mit einer eigenen Kamera und Monitor sowie einer großen Auswahl an digitalem Operationsbesteck ausgestattet. Unter der Anweisung von Chefarzt Dr. Moritz Meyer konnten die Studierenden mit ihm spezifische Operationsschritte üben und ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen.

Auch ein Nahtkurs unter Leitung des Chirurgen stand auf dem abwechslungsreichen Programm der Famulanten. So erhielten die Studierenden eine Einweisung von Dr. Meyer in das chirurgische Nähen sowie den Gebrauch von chirurgischem Nahtmaterial und konnten ihre Fähigkeiten an einer Schweinepfote testen.

„Wir freuen uns, den Studierenden durch das Angebot der Famulatur in unserem Krankenhaus viele spannende Einblicke in verschiedene Fachbereiche ermöglichen zu können“, so der Chefarzt und ergänzt: „Vielleicht hinterlässt der Praxisabschnitt bei dem einen oder anderen Studierenden einen so bleibenden Eindruck, dass man sich später im Rahmen des Praktischen Jahres oder der Assistenzarztweiterbildung nochmal wiedersieht.“

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