Notfall
  • ST. AGNES-HOSPITAL BOCHOLT
    Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
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Herzlich Willkommen

Die Klinik für Anästhesie im St. Agnes-Hospital kümmert sich um die Versorgung der Patienten vor-, während und nach einer Operation. Hierzu zählen auch die Versorgung auf der Intensivstation sowie bei Schmerzen.

Chefarzt
Dr. Olaf Baumhove

Sekretariat:
Sabine Vastal

Tel.: 02871 20-2993
Fax: 02872 20-2994

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  • Größte Anästhesieklinik im Westmünsterland

  • Moderne Intensivstation - Eine der ersten Kliniken in Deutschland mit völlig neuem Gesamtkonzept

  • Mehr als 10.000 Anästhesien im Jahr

  • Sicherung der notärztlichen Versorgung

  • Speziell geschulte Pflegekräfte und Fachärzte

Zertifizierungen

  • Zertifiziertes Schmerzmanagement

Video: Neue Intensivstation im St. Agnes-Hospital

Kurze Wege, Leise Töne - Konzept und Informationen zur neuen Intensivstation

Das Klinikum Westmünsterland hat als eine der ersten Kliniken in Deutschland ein völlig neues Gesamtkonzept auf Basis moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit den neuesten technischen Möglichkeiten realisiert – zum Wohle der Patienten und Mitarbeiter. Das Konzept umfasst im Wesentlichen acht zentrale Punkte:

  • Besucherkonzept
  • Hygienekonzept
  • EDV- und Monitorkonzept (PatientenDatenManagementSystem)
  • Überwachungs- und Alarmkonzept
  • Pflegekonzepte und Materialwirtschaft
  • Stationszentrale und Medikamentenrichtzone
  • Lichtkonzept
  • Geräuschkonzept (Lärm)

Im Folgenden werden Ihnen die Punkte einzeln erläutert.

Besucherkonzept

Täglich besuchen ca. 60 Menschen ihre Angehörigen auf der Intensivstation – das sind rund 20.000 Besuche jährlich. Um diesen Menschen in dieser schwierigen Situation die Nähe zu ihren Angehörigen zu erleichtern, ist eine besondere Atmosphäre geschaffen worden. In der Teeküche können Angehörige zur Ruhe kommen, sich stärken und Kraft sammeln. Sollten Angehörige in kritischen Situationen über Nacht bleiben wollen, steht zudem ein Übernachtungszimmer bereit.

Hygienekonzept

Etwa 1.000-mal werden sich auf der Intensivstation täglich die Hände desinfiziert. Doch Keime können trotzdem an anderen Stellen auftreten. Das neue Hygiene-Konzept schaltet daher „Keimfallen“ aus. Sensorgesteuerte berührungslose Händedesinfektionsspender, Wascharmaturen, Lichtschalter, Türen, Mülleimer sowie die Dreier-Raum-Anordnung des Bettplatzes, der Zimmer und des Pflegearbeitsraumes sind wichtiger Bestandteil des Konzeptes. Der Luftdruck – Überdruck im Zimmer, Unterdruck in der Zwischendecke, die Schleuse und besondere Abstandsflächen zwischen den Betten und Geräten, besondere Arbeitsoberflächen und antibakterielle Türgriffe gehören zu den weiteren innovativen Aspekten.

EDV- und Monitorkonzept (PatientenDatenManagementSystem)

Die Intensivstation des St. Agnes-Hospitals ist die erste voll digitalisierte Station im Klinikum Westmünsterland. Kernstück: das sogenannte PDMS-System. Patientendaten, die bisher papiergebunden dokumentiert werden mussten, werden jetzt vollautomatisch oder per elektronischer Eingabe verarbeitet und dokumentiert. Darüber hinaus „kommunizieren“ fast alle medizintechnischen Geräte miteinander. Das heißt, dass etwa Vitaldatenmonitore (diese zeigen u.a. Blutdruck und Herzfrequenz an), Beatmungsgeräte, Infusomaten und Spritzenpumpen ihre Daten direkt an die EDV-Arbeitsplätze senden. Zusätzlich kann der behandelnde Arzt alle patientenrelevanten Daten (Laborwerte, Röntgenbilder, Befunde aus der Pathologie oder Mikrobiologie) innerhalb von Sekunden einsehen. Pflegekräfte haben die Möglichkeit, proaktiv einzugreifen. Dies ist ein unschätzbarer Informations- und Zeitvorteil bei der Behandlung von schwerst- oder lebensbedrohlich erkrankten Patienten. Partner dieser Innovationsentwicklung sind die Firmen Philips und Fresenius. Sie haben eigens und speziell für das „Bocholter Intensivkonzept“ neue technische Produkte konfiguriert, die auf die medizinischen Bedürfnisse der Ärzte und Pflegekräfte im St. Agnes-Hospital zugeschnitten sind. Insgesamt arbeiten derzeit 12 speziell ausgebildete Intensivmediziner im St. Agnes-Hospital.

Überwachungs- und Alarmkonzept

Zur Überwachung und Sicherheit der Patienten wird auf einer Intensivstation üblicherweise mit geöffneten Türen zum Patientenzimmer gearbeitet. Das bedeutet für den Patienten allerdings auch: Unruhe, Hektik, Lärm. Zusätzlicher Stress, der nicht zur Genesung beiträgt. Konsequent ist im Neubau der Intensivstation in Bocholt daher das Ziel „Arbeiten mit geschlossenen Patientenzimmertüren ohne Verlust an Patientensicherheit“ verfolgt worden. Hieraus ist ein neues Überwachungs- und Alarmmanagement gewachsen. Dessen Basis ist die Monitoranlage, die nicht nur klassische Vitalparameter, sondern auch Alarmmeldungen anderer Geräte als Hinweis weitergibt und somit alarmpräventives Arbeiten ermöglicht. Ergänzt wird das Konzept durch eine optionale Video- und Geräuschüberwachung der Bettplätze. So wird eine optimale Patientensicherheit erreicht.

Pflegekonzept und Materialwirtschaft

Über 80 Pflegekräfte betreuen 24h/365 Tage im Jahr über 2.500 Intensivpatienten jährlich. Spezielle Einrichtungen erleichtern die ohnehin anspruchsvolle Tätigkeit: Ein Deckenlifter erleichtert das Anheben der Patienten, mit dem Patientenrad und dem Trainingsgerät im Stand können Muskeln wieder mobilisiert und angeregt werden. Die Arbeits- und Lagerräume auf der Station sind speziell an die Bedürfnisse der Pflegekräfte angepasst. Auf der Station befindet sich zudem ein Patientenbad, in dem pflegeintensive Patienten versorgt werden können.

Stationszentrale & Medikamentenrichtzone

Die Stationszentrale ist der Mittelpunkt der administrativen und organisatorischen Verwaltung der Station. Gleichzeitig ist sie das Informationszentrum für alle überwachten Patientenparameter. Angrenzend liegt der zentrale Arbeitsplatz für das Richten der Infusions- und Medikamentengaben sowie das Stationslabor. Dieser multifunktionale Arbeitsplatz ermöglicht, dass mehrere Mitarbeiter gleichzeitig tätig sind, ohne dass sie sich in ihren Arbeitsabläufen unnötig stören. Viele Tätigkeiten in diesem Bereich erfordern höchste Konzentration. Dies wurde im Licht- und Geräuschkonzept berücksichtigt.

Lichtkonzept

Erst 2002 ist mit der Entdeckung des dritten Rezeptors im Auge die medizinische Bedeutung von Lichtfarbe und -stärke auf den menschlichen Organismus wissenschaftlich erkannt worden. Viele hormonelle Prozesse werden von diesem dritten Rezeptor zentral gesteuert – so z.B. der Tag-/ Nachtrhythmus mit einem hohen Cortisolspiegel am Tage und einem hohen Melatoninspiegel in der Nacht. Diese Erkenntnisse ermöglichen, dass vielen schwerwiegenden Störungen, z.B. Verwirrtheitszuständen oder Schlafstörungen, wie sie nicht selten bei Patienten der Intensivstation auftreten, aktiv durch innovative Lichtkonzepte entgegen gewirkt wird. Für den menschlichen Organismus ist es im Tagesverlauf wichtig, bestimmte Lichtfarben wahrzunehmen. Gleichzeitig muss im menschlichen Auge tagsüber für ca. zwei Stunden eine Lichtstärke von 800 Lux erreicht werden, um eine ausreichende Vigilanz des Patienten zu erreichen. Die in unseren Patientenzimmern installierten Beleuchtungselemente berücksichtigen diese Erfordernisse und simulieren den natürlichen Tagesverlauf von Lichtstärke und -farbe. Zusätzlich wurden alle Patientenzimmer mit sehr großen Fenstern ausgestattet, damit möglichst viel natürliches Tageslicht die Patienten erreicht und ein Umweltbezug hergestellt wird.

Geräuschkonzept

Die besondere Schwere der Erkrankungen von Intensivpatienten erfordert eine sehr hohe Personal- und Gerätedichte in unmittelbarer Patientennähe. Dies ist häufig mit einer enormen Geräuschentwicklung verbunden. Lärm-Untersuchungen „herkömmlicher“ Intensivstationen zeigen eine Grundbelastung von ca. 60 Dezibel und Spitzenbelastungen bis 100 Dezibel, dies entspricht etwa der Lautstärke eines Rasenmähers oder vorbeifahrenden LKWs. Wie soll man bei diesem Lärm gesund werden? Um das Thema Lärm umfassend anzugehen, konnte keine Einzelmaßnahme als Lösung dienen. Das Gesamtkonzept der neuen Intensivstation besteht neben einem kontinuierlichen Lärmmonitoring u. a. im Einbau von Akustikdecken, einem „lärmempfindlichen“ Baukonzept, besonderen Automatiktüren, speziellen Arbeitsprozessen und der Umsetzung eines „stillem“ Alarmmanagements.

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Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

St. Agnes-Hospital Bocholt
Barloer Weg 125
46325 Bocholt

Sekretariat:
Sabine Vastal

Tel.: 02871 20-2993
Fax: 02872 20-2994

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Dr. Olaf Baumhove

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E-Mail: anaesthesie@st-agnes-bocholt.de