Notfall

Unsere Leistungen

Die Klinik für Anästhesie betreut alle Patienten, die sich einer Operation im St. Marien-Krankenhaus unterziehen müssen. Aber die Anästhesisten haben heute mehr als nur diese Aufgabe.

Die Ärzte versorgen die Patienten kompetent und sicher in vielen weiteren Bereichen des Krankenhauses, wie zum Beispiel auf der Intensivstation oder im Rahmen der Schmerztherapie.

  • Anästhesie
    Aus einer Vielzahl von zur Verfügung stehenden Allgemein- und Regionalanästhesieverfahren wählen die Ärzte dasjenige aus, das für den individuellen Patienten und den notwendigen Eingriff am besten geeignet ist.
  • Intensivmedizin
    Die Abteilung für Anästhesie leitet die Behandlung auf der Intensivstation und im Aufwachraum. Bei Patienten mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen sichern die Mediziner die notwendige medizinische Betreuung vor, während und nach operativen Eingriffen oder diagnostischen Maßnahmen.
  • Schmerztherapie
    Sollten Patienten eine spezielle schmerztherapeutische Behandlung benötigen steht der Schmerzdienst mit Rat und Tat zur Verfügung, um zusammen mit dem Stationsarzt eine wirksame Schmerztherapie zu erreichen.
  • Notfallmedizin
    Die Ärztinnen und Ärzte der Klinik sind aufgrund ihrer besonderen Erfahrung in der Sicherung von Herz-, Kreislauf- und Lungenfunktion bei allen lebensbedrohlichen Notfällen innerhalb der Klinik oder der Notaufnahme präsent.

Unsere Leistungen im Überblick

Anästhesie

Die Klinik leitet die zentrale OP-Koordination und erbringt in sechs Operationssälen, Eingriffsräumen auf der Intensivstation und in der Notaufnahme, sowie Kreißsälen ca. 6.000 Anästhesieleistungen pro Jahr.

Versorgt werden die folgenden Fachrichtungen:

  • Allgemein- und Viszeralchirurgie (auch bei thoraxchirurgischen Eingriffen)
  • Augenheilkunde
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
  • Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie
  • Neurochirurgie
  • Unfall- und Orthopädische Chirurgie
  • Urologie und Kinderurologie

Weiterhin werden Patienten der Fachabteilungen Innere Medizin und Radiologie bei schmerzhaften oder komplizierten Behandlungen und Untersuchungen betreut.

Die Versorgung vom Säugling bis zum geriatrischen Patient erfolgt durch Ärzte mit hohem Erfahrungsstand. Darüber hinaus verfügen über neunzig Prozent der Pflegenden über die Fachweiterbildung für Anästhesie- und Intensivpflege. Weiterhin nutzt die Abteilung ein elektronisches Narkoseprotokoll – damit das Anästhesieteam sich ganz dem Patienten widmen kann.

Intensivmedizin

Die interdisziplinäre Intensiv- und Überwachungsstation mit zwölf Betten steht unter der organisatorischen Leitung der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin.

Über achtzig Prozent der Pflegenden verfügen über die Fachweiterbildung für Anästhesie- und Intensivpflege. Ärzte der Anästhesie und der Inneren Medizin bilden mit den Fachkräften der Intensivstation das hausinterne Reanimationsteam und schulen mehrfach im Jahr ärztliche und pflegerische Mitarbeiter des Hauses gemäß aktuellen Reanimationsleitlinien.

  • die klimatisierte Station hat eine optimale Anbindung an OP-Trakt, Diagnostik und Kreißsaal
  • die Farb-, Licht- und Raumgestaltung sowie großzügige Fenster mit freiem Blick in die parkähnliche Umgebung, ermöglichen positive Auswirkungen auf das Befinden und die Orientierung der Patienten
  • geräumige Einbett- und Zweibettzimmer
  • effektive Isolationsmaßnahmen werden durch vorgelagerte Schleusen ermöglicht
  • Notfallraum mit OP-Bedingungen
  • sechs Beatmungsplätze (invasiv und nichtinvasiv)
  • kreislaufschonende kontinuierliche Nierenersatzverfahren mit Möglichkeit zur Fortführung der Therapie in der Dialysepraxis auf dem Klinikgelände
  • Temperaturmanagementsystem
  • durchgeführt werden u.a. Bronchoskopien, Dilatationstracheotomien, Echokardiographien, Sonographien, Kardioversionen
  • über 1.350 Patienten werden im Jahr behandelt, durchschnittliche Verweildauer von 2,2 Tagen
  • vor absehbarer Aufnahme auf die Intensivstation erfolgt auch pflegerische Visite, um optimal auf die Patienten vorbereitet zu sein
  • angehörigenfreundliche ausgedehnte Besuchszeiten
Anästhesie bei Kindern

Die Klinik für Anästhesie stellt für Kinder ab dem 6. Lebensmonat die anästhesiologische Betreuung sicher.
Ein wichtiger Bestandteil der Kinderanästhesie ist das Vorgespräch: Hier gewinnen die Ärzte für wichtige Informationen über das Kind, schlagen ein Anästhesieverfahren vor und erläutern den Eltern und dem Kind den Ablauf.

Größeren Kindern erklären die Mediziner in geeigneter Form was um sie herum geschehen wird; dies kann sehr zur Verminderung von Angst vor dem Eingriff beitragen. Am Ende des Gesprächs stehen die Risikoaufklärung und das Einholen des Einverständnisses für die Anästhesie.

Zur Vorbereitung auf die Narkose erhalten Kinder eine „Prämedikation“, die in der Regel in Form eines Saftes oder einer Tablette verabreicht wird. Gelegentlich wird das Medikament wie ein Zäpfchen verabreicht. Mit der Prämedikation soll Stress und Angst für das Kind vermieden werden. Schlaf ist ein willkommener Nebeneffekt dabei. Manche Kinder entwickeln auch eine gewisse Euphorie. Außerdem wird ein „Zauberpflaster“ auf Handrücken oder Ellenbeugen des Kindes geklebt welches die Haut oberflächlich betäubt. So kann die Venenkanüle, die aus Sicherheitsgründen zu jeder Narkose dazugehört, schmerzlos gelegt werden.

Sie können Ihr Kind bis zum Beginn der Narkosevorbereitungen begleiten. Die eigentliche Anästhesie wird als „Sedierung“ (oberflächliche Narkose bei nicht-schmerzhaften Untersuchungen oder Eingriffen) oder in Vollnarkose durchgeführt. Um Schmerzen in der Aufwachphase oder in der Zeit nach der Operation zu vermeiden, wird noch während der Narkose mit der Schmerztherapie begonnen. Wenn möglich wird eine Lokal- oder Regionalanästhesie durchgeführt. Hierbei handelt es sich um die Injektion von schmerzausschaltenden Medikamenten in die unmittelbare Umgebung des Wundbereiches oder in die Nähe von Nervenbahnen.

Sobald ihr Kind nach der Anästhesie erwacht ist wird es zu Ihnen zurück gebracht.

Ambulante Anästhesien

Einige Eingriffe können im St. Marien-Krankenhaus Ahaus auch ambulant durchgeführt werden – ein längerer Krankenhausaufenthalt ist dann nicht notwendig. Soweit eine Narkose oder Regionalanästhesie bei ihnen ambulant durchführbar ist, können Sie je nach Dauer und Schwere des Eingriffs etwa 4-6 Stunden nach Ende der Operation nach Haus entlassen werden.

Dazu ist eine Begleitperson unbedingt erforderlich. Eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr ist je nach Narkoseverfahren für 12 – 24 Stunden nicht erlaubt. Ebenso dürfen Sie nach dem Eingriff für 24 Stunden keine gefährlichen Maschinen bedienen, keinen Alkohol trinken, keinen Sport treiben und keine juristisch relevanten Entscheidungen treffen. Zu Hause sollten Sie während dieser Zeit jemanden an ihrer Seite haben der Sie betreuen könnte. Ein Telefon sollte Ihnen zur Verfügung stehen, damit Sie Rat und Unterstützung erhalten können. Wir sind selbstverständlich rund um die Uhr erreichbar und helfen ihnen, falls Probleme auftreten sollten.

Chefarzt
Dr. Harald Ungruh

Sekretariat: Hedwig Paries
Tel.: 02561 99-1339
Fax: 02561 99-1336

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

anaesthesie@marien-kh-gmbh.de