Notfall

Gynäkologisches Krebszentrum

Oftmals werden bei Routineuntersuchungen kleine Auffälligkeiten festgestellt und in vielen Fällen zeigen weiterführende Untersuchungen, dass diese auch harmlos sind. Dennoch: etwa 27.000 Frauen erkranken in Deutschland an einem Krebs der weiblichen Geschlechtsorgane, also Tumore der Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter, Scheide und Schamregion. Die Diagnose ist dabei ein unerwarteter und schicksalhafter Einschnitt. Das normale Leben scheint zunächst aus den Fugen zu geraten und eine Unzahl an Fragen stellt sich. Für die Betroffenen ist es dann von immenser Bedeutung, sich in guten Händen zu wissen und sich auf eine wohnortnahe medizinische Versorgung auf hohem Niveau verlassen zu können. In unserem gynäkologischen Krebszentrum bieten wir Ihnen Hilfe.

Fachübergreifende Zusammenarbeit

Moderne diagnostische und vor allem therapeutische Möglichkeiten haben in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung der Heilungsaussichten gebracht. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn eine Behandlung von einem erfahrenen Team in enger Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fächer durchgeführt wird. Hierfür arbeiten die Ärzte aller Krankenhäuser im Klinikum Westmünsterland partnerschaftlich zusammen. Für unsere Patienten bedeutet dies, dass sie vom gebündelten medizinischen Fachwissen all unserer hochspezialisierten Fachabteilungen profitieren. Um eine umfassende Betreuung jeder Patientin sicherzustellen, stehen in unserem Zentrum begleitend Sozialarbeiter, Psychologen und Seelsorger zur Verfügung.

Im Gynäkologischen Krebszentrum Westmünsterland arbeiten Spezialisten unterschiedlicher Fachbereiche eng zusammen, dazu gehören:

  • internistische Onkologen, in Kooperation mit drei onkologischen Praxen in Ahaus, Bocholt und Borken
  • onkologische Chirurgen
  • Gastroenterologen
  • Gynäkologen
  • Urologen
  • Strahlentherapeuten
  • Pathologen zur Befundung von Gewebeproben
  • Radiologen und Nuklearmediziner
  • Palliativmediziner
  • Anästhesisten und Schmerztherapeuten
  • niedergelassene Fach- und Hausärzte

Die Tumorkonferenz 

Krebspatienten, deren Fall in einer Tumorkonferenz besprochen wird, haben Glück. Hier suchen Ärzte nach der besten Therapie für sie. In unserem Gynäkologischen Krebszentrum ist dies bei all unseren Patienten der Fall. Die wöchentliche Tumorkonferenz garantiert, dass alle Spezialisten bei der Behandlung von bösartigen Erkrankungen gemeinsam auf der Basis der neuesten Erkenntnisse Empfehlungen zur Therapie abgeben. Unsere Experten aus den einzelnen Krankenhausstandorten schließen sich dazu vor Ort und per Videokonferenz zusammen. Die Tumorkonferenz ist das Herzstück unseres Gynäkologischen Krebszentrums und des Onkologischen Zentrums Westmünsterland. Hier fließt zum einen das gebündelte Know-how verschiedener Experten in die Therapieplanung ein, zum anderen stellen wir auf diese Weise sicher, dass die Behandlung stets den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften entspricht und dass die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Maßnahmen in klinischen Studien belegt wurden.

Unsere Leistungen auf einen Blick

Diagnose

Vor der Behandlung steht die Diagnose. Beim Thema Krebs kommt ihr eine besondere Rolle zu, schließlich bestimmt sie den weiteren Verlauf der Therapie. Im Gynäkologischen Krebszentrum haben wir die Möglichkeit in verschiedene Spezialuntersuchungen vorzunehmen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Ultraschall
  • Computertomographie (CT),
  • Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Entnahme von speziellen Abstrichen oder Gewebeproben, die in unserer Klinik für Pathologie zur Diagnosesicherung untersucht werden.

Therapie

Für die Therapie gynäkologischer Krebserkrankungen stehen Ihnen heute mit Operation, Strahlen- und medikamentöse Therapie wirksame Behandlungsmethoden zur Verfügung. Wenn Lokalisation, Größe und Art des Tumors es zulassen, führen wir Operationen in minimal-invasiver Technik (endoskopisch) durch. Unsere Therapiemethoden entsprechen selbstverständlich den modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Begleitung und Unterstützung

Für alle Patienten besteht die Möglichkeit, sich durch unsere Psychoonkologie, Seelsorge und unseren Sozialdienst unterstützen zu lassen.

Die Operationsmethoden sind heute für alle Krebsarten durch wissenschaftliche Studien und Leitlinien Behandlungen nahezu weltweit standardisiert und festgelegt. Was sich nicht festlegen lässt, sind das Geschick und die Befähigung des Operateurs, der Sie behandelt.

Ganz gleich, an welches Zentrum Sie sich zur Behandlung einer Krebserkrankung wenden, Sie sollten immer folgende Fragen stellen:

  • Wie viele Operationen werden an der Klinik durchgeführt?
  • Werde ich auch immer von einem Spezialisten operiert?
  • Wird eine Zweitmeinung angeboten?
  • Wie belegt man die Qualität des chirurgischen Ergebnisses (ergänzende Foto- und Videodokumentation neben dem Operationsbericht) ?
  • Über welche speziellen Qualifikationen verfügen die Mitarbeiter im chirurgischen Team?
  • Orientiert sich die Klinik nicht nur an nationalen, sondern auch an internationalen Standards?
  • Welche Bedeutung hat die Minimal-Invasive-Chirurgie in der gynäkologischen Onkologie?
  • Werden die erzielten Ergebnisse offen dargelegt?
  • Wie wird die Weiterbildung sichergestellt?
  • Basiert der Vorschlag der Tumorkonferenz auf neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen?

 

In unserem Zentrum sind wir nicht nur medizinisch, sondern auch pflegerisch auf die Behandlung von Krebspatientinnen spezialisiert. Wir bieten Ihnen ein eigenes onkologisches Pflege- und Betreuungskonzept, um Sie und Ihre Angehörigen zu begleiten und zu unterstützen.

Onkologische Fachpflege

Unsere onkologischen Fachpflegekräfte sind darin geschult, auf die besonderen Bedürfnisse von Krebspatienten einzugehen. Dazu gehört z.B. eine effektive Schmerzbehandlung, die Vorbereitung und Verabreichung der Chemotherapie sowie die Linderung von Nebenwirkungen einer Chemo-und Strahlentherapie.

Psychologische Betreuung

Unsere Psychoonkologen sind auf die seelischen Auswirkungen einer Krebserkrankung spezialisiert. Sie stehen Ihnen und Ihren Angehörigen für Gespräche, Trost und Unterstützung bei der Bewältigung Ihrer Erkrankung zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie natürlich auch unsere Krankenhaus-Seelsorge in Anspruch nehmen.

Physiotherapie

Unsere Physiotherapeuten helfen Ihnen noch während des Klinikaufenthalts mit Übungen, wieder beweglich zu werden und Beschwerden zu lindern. Sie berücksichtigen dabei die Situation von operierten Krebspatientinnen,  sowie von Patientinnen in Chemo- und Strahlentherapie.

Ernährungsberatung

Unsere Ernährungsberater geben Ihnen während Ihres Klinikaufenthalts hilfreiche Tipps für die Zeit nach der Entlassung. Dies ist vor allem wichtig für Patientinnen, die aufgrund einer Chemotherapie unter Übelkeit leiden oder gereizte Schleimhäute haben.

Sozialdienst

Wie geht es nach der Entlassung aus der Klinik weiter? Benötigen Sie Hilfsmittel, Pflege, eine Rehabilitation oder eine Kur? Wer trägt die Kosten? Auf welche Hilfen haben Sie Anspruch? Wo gibt es weitergehende Beratung? Mit diesen Fragen lassen wir Sie nicht allein. Unser Sozialdienst berät Sie und Ihre Angehörigen während Ihres Klinikaufenthalts über die weiteren notwendigen Maßnahmen, über Ihre Rechte und Ansprüche und über geeignete Angebote in Ihrer Umgebung. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Experten im Entlassmanagement von Krebspatientinnen und organisieren gemeinsam mit Ihnen alle notwendigen Schritte.

  • Beratung zu Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung
  • Beantragung eines Pflegegrades
  • Ermittlung des individuellen Hilfsmittelbedarfs
  • Vermittlung einer Anschlussheilbehandlung
  • Vermittlung von Reha-Maßnahmen
  • Hilfe bei der Suche nach Pflegedienstleistungen
  • Hilfe für Auswahl von unterstützenden Diensten wie Haushaltshilfen oder Hausnotruf
  • Sozialrechtliche Beratung nach dem Schwerbehindertengesetz
  • Weitervermittlung an Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen

Zentrumsleiter Werner Schüring

Ärztlicher Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums am St. Agnes-Hospital Bocholt
Leitender Oberarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, St. Agnes-Hospital Bocholt
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Schwerpunkt: Gynäkologische Onkologie

Gynäkologisches Krebszentrum Westmünsterland
St. Agnes-Hospital Bocholt
Barloer Weg 125, 46397 Bocholt
Sekretariat: Andrea Kramer
Tel.: 02871 20-2961, Fax: 02871 20-2725
gynaekologie@st-agnes-bocholt.de

Stv. Zentrumsleiter Prof. Dr. Gregor Westhof

Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, St. Agnes-Hospital Bocholt
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin, Gynäkologische Onkologie und Spezielle Operative Gynäkologie

Zentrumskoordinatorin Dietlinde Schwarz

Funktionsoberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, St. Agnes-Hospital Bocholt
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe