Borkener Krankenhaus nimmt neuen „Raum der Geborgenheit“ in Betrieb
Förderpartnerschaft mit örtlichem Rotary Club ermöglicht besonderen Ort für Abschied, Trost und vertrauliche Gespräche

Im St. Marien-Hospital Borken steht nicht nur der Wunsch nach Leben und Heilung im Mittelpunkt. Auch dem Sterben und der damit verbundenen Trauer soll Raum und Unterstützung in einer geschützten Atmosphäre gegeben werden. Mit dem neuen „Raum der Geborgenheit“ wurde dafür ein besonderer Ort geschaffen, der das Sterben und den Tod nicht ausklammert, sondern würdevoll in die Mitte nimmt. Ermöglicht wurde die Einrichtung des Raumes durch die großzügige Unterstützung des Rotary Clubs Borken im Rahmen einer Förderpartnerschaft.
Der Raum dient vor allem als Ort der Verabschiedung, wenn Menschen im Krankenhaus versterben. Hier können Angehörige in würdevoller Atmosphäre Abschied nehmen und den Raum mit persönlichen Gegenständen, Blumen, Kerzen oder Musik individuell gestalten. Darüber hinaus steht der Raum für sensible Gespräche zur Verfügung, etwa bei palliativen Befunden oder wichtigen Entscheidungen im Kreis der Familie.
„Mit dem Raum der Geborgenheit schaffen wir einen Ort, der Menschen in einer emotional herausfordernden Lebensphase unterstützt und ihnen einen würdevollen Rahmen für Abschied und Begegnung bietet“
Dr. Björn Büttner
„Mit dem Raum der Geborgenheit schaffen wir einen Ort, der Menschen in einer emotional herausfordernden Lebensphase unterstützt und ihnen einen würdevollen Rahmen für Abschied und Begegnung bietet“, sagt Geschäftsführer Dr. Björn Büttner. „Unser besonderer Dank gilt den Rotariern, die dieses Projekt durch ihre großzügige Unterstützung erst möglich gemacht haben. Dieses Engagement ist ein wertvoller Beitrag für die Menschen in unserer Region.“
Der Raum wurde hell und bewusst schlicht gestaltet. Ein Wandmotiv zeigt einen Fährmann im Boot – ein Symbol für den Übergang vom Leben zum Tod und für die Hoffnung auf einen friedvollen Weg. Eine kleine Küchenzeile mit Getränken und Gebäck bietet Angehörigen zudem die Möglichkeit, während ihres Aufenthalts Kraft zu schöpfen.
„Der Raum der Geborgenheit steht allen Menschen offen – unabhängig von ihrer religiösen oder kulturellen Prägung“, erläutert Krankenhausseelsorgerin Kirsten Böing. „Er bietet die Möglichkeit, in Ruhe Abschied zu nehmen, Erinnerungen Raum zu geben oder auch schwierige Gespräche in einer geschützten Atmosphäre zu führen.“
Mit dem neuen Angebot stärkt das St. Marien-Hospital Borken die ganzheitliche Begleitung von Patientinnen, Patienten und ihren Angehörigen – auch in Zeiten von Abschied und Trauer.